Bayerns ehemaliger Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein war persönlich nach Kulmbach gekommen, um ein ganz besonderes Buch der Öffentlichkeit vorzustellen: Professor Jörg Maier hat zusammen mit seinen Co-Autoren Tobias Hofmann und Christian Scherer das mehr als 200 Seiten starke Werk "Wege der Regionalentwicklung in Oberfranken - Herbert Hofmann und sein Wirken eingebunden in Zeit und Raum" verfasst. Wenige Tage vor dem 75. Geburtstag des ehemaligen Landtagsabgeordneten und Landrats ist es exklusiv bei der Buchhandlung Friedrich in Kulmbach zum Preis von 12,50 Euro zu erwerben.
Ein bemerkenswertes Buch dürfe er präsentieren, betonte Dr. Günther Beckstein auf der Plassenburg. Es handle sich nicht nur um eine Biografie, sondern die Autoren stellten das Politikerleben von Herbert Hofmann in die regionale Entwicklung und verknüpften so gleich mehrere Ebenen. Hofmann habe sich bewusst auf die Kommunalpolitik konzentriert, um in seiner Heimatregion wirken zu können. Er habe unendlich viele Ideen entwickelt und sei für seine Heimat immer ein fordernder Mensch gewesen: "Wenn man ihn fünf, sechs Mal abgewiesen hat, bekam er im siebten oder achten Anlauf was er wollte. Ablehnungen hat er nie hingenommen und mit großem Fleiß an seinem Ziel gearbeitet."
Stets verlässlich sei Herbert Hofmann zudem gewesen, hob Beckstein hervor und wies darauf hin, dass dies gerade in der Politik keine Selbstverständlichkeit sei. Der Kulmbacher Altlandrat habe sehr frühzeitig die Stärkung des ländlichen Raums gefordert und dabei auch die strukturellen Probleme erkannt. Zahlreiche Verdienste könne man dem ehemaligen Politiker deswegen zuschreiben. Becksteins Fazit zu Professor Maiers Werk: "Ein spannendes Buch für eine bedeutende Persönlichkeit."
Hohe Anerkennung
Viel Anerkennung zollte auch Oberbürgermeister Henry Schramm dem Altlandrat: Das jetzt erschienene Buch dokumentiere nicht nur die Entwicklung des Raums, sondern zeige obendrein, was ein Politikerleben alles hervorbringen könne. Schramm wies, wie alle anderen Redner auch, auf den unerschöpflichen Fleiß von Herbert Hofmann hin. Seine Devise sei immer gewesen: "Der Tag ist dann zu Ende, wenn die Arbeit gemacht ist." Eine der Stärken Hofmanns sei es zudem gewesen, dass er mit den "Großen" wie auch den "Kleinen" gut umzugehen wusste und seine Aufgaben immer mit sehr viel Schwung erledigte, von der er bis heute nichts eingebüßt habe.
Das Buch nur in Zusammenhang mit dem 75. Geburtstag von Hofmann zu sehen, wäre zu kurz gegriffen, sagte Professor Maier, der mit seinen Co-Autoren drei Jahre an dem Werk gearbeitet und dafür unzählige Interviews geführt hat. Seit 30 Jahren kennt der Stadt- und Regionalentwickler von der Uni Bayreuth den Politiker Herbert Hofmann, hat oft mit ihm zusammengearbeitet und zusammen mit ihm etliche Studien zur Regionalentwicklung erstellt.
Das Buch sei nun aber keineswegs als eine Art "Legendenbildung" gedacht und Herbert Hofmann solle damit auch nicht auf einen Sockel gestellt werden. Vielmehr gehe es um eine Dokumentation der Kraft und des Willens des ehemaligen Landtagsabgeordneten und Landrats.
Großartiges Lebenswerk
Landrat Klaus Peter Söllner sprach von einem großartigen Lebenswerk, auf das Herbert Hofmann zurückblicken kann: "Er hat wichtige Impulse gegeben. Wir müssen uns immer mehr anstrengen als viele andere, um uns zu behaupten. Das ist im ländlichen Raum so und die politische Großwetterlage spielt uns oftmals nicht in die Karten. Herbert Hofmann hat in seiner aktiven Zeit wegweisende Dinge vollbracht."
Hofmann gab sich bescheiden: "Alles war nur möglich, weil ich selbst davon ausgehen konnte, dass Menschen mich anhören."