 Die Mainbrücke zieht die Massen an"VOLKSFEST"Hunderte von Besuchern schreiten über das imposante, 28 Meter lange Bauwerk, und Oberbürgermeister Henry Schrammer hofft sich wichtige Impulse für den sanften Radtourismus. Bei Kaiserwetter schritten Hunderte von Besuchern über die 28 Meter lange Brücke am Zusammenfluss von Weißem und Rotem bei Schloss Steinenhausen.  Bei Kaiserwetter schritten am Samstag Hunderte von Besuchern über die 28 Meter lange Brücke am Zusammenfluss von Weißem und Rotem bei Schloss Steinenhausen. Das 400 000 Euro teure Bauwerk, darin waren sich alle Redner einig, soll zu einem Symbol der Verbindung werden, das Menschen zusammenführt. „Ich wünsche mir, dass die imposante Brücke voll Schwung und Leichtigkeit, die Herz und Auge erfreut, zu einer Freundschaftsbrücke wird", sagte Oberbürgermeister Henry Schramm. Von der Brücke aus heimischen Fichtenholz erhoffe sich die Stadt wichtige Impulse für den überregionalen Tourismus. Das Bauwerk, das einen magischen Punkt überspannt, so Schramm, sei ein Anziehungspunkt für den sanften Radtourismus, den man nicht vernachlässigen dürfe. Erinnerung an Wolfram Brunner Die neue Brücke sei nicht die erste an diesem Ort: Wie der Redner mitteilte, hätten Recherchen in alten Urkunden ergeben, dass es bereits um 1550 am Mainzusammenfluss eine Brücke gegeben habe. Ferner erinnerte der OB an jenen Mann, der sich über Jahre hinweg mit Nachdruck für den Bau der Brücke stark gemacht hat und der inzwischen verstorben ist: an Wolfram Brunner. Schramm: „Wenn er heute hier gewesen wäre, dann hätte er gesagt: Das ist der schönste Tag in meinem Leben." Außerdem würdigte das Stadtoberhaupt den jahrelangen Einsatz des Frankenwaldvereins und des Fichtelgebirgsvereins für das Bauwerk. In einem Sternmarsch wanderten Abordnungen von Vereinen aus Melken- dorf und Katschenreuth angeführt von Fahnenträgern zum Mainzusammenfluss. „Der Main fließt bis nach Frankfurt und in den Rhein - doch hier zwischen diesen beiden Ortsteilen liegt die Wiege des Flusses", stellte der Oberbürgermeister fest. Die dreijährige Madlen Schoberth aus Melkendorf warf eine Flaschenpost ins Wassser, die die Botschaft der neuen Brücke mainabwärts tragen soll.  Geld von der Oberfrankenstiftung kommtSpontaner Beifall brandete auf, als Regierungspräsident Wilhelm Wenning verkündete, dass der Zuschuss der Oberfrankenstiftung fließen wird. Er freute sich ebenso wie Landrat Klaus Peter Söllner über die gelungene Konstruktion. Letzterer schwärmte von einem „touristischen Highlight“. Pfarrer Klaus Spyra von der evangelischen Kirchengemeinde Melkendorf, zu der auch Katschenreuth gehört, und der katholische Pfarrer von St. Hedwig, Thomas Wagner, stellten die Brücke unter den Schutz Gottes.
Bei der Einweihungsfeier mit einem bunten Rahmenprogramm aus Musik, Spiel und Vorführungen herrschte Volksfeststimmung. Ein Loblied auf das neuen Bauwerk stimmten die Jungen und Mädchen des Melkendorfer Kindergartens und der Theodor-Heublein-Schule an, die einen großen Chor bildeten: „Jetzt gehen wir übern Main auf einer hölzernen Brücke ganz fein.“ Der Musikverein Burghaig erfreute mit schmissiger Blasmusik, der Gesangverein 1890 Melkendorf verzauberte die Besucher mit heiteren Volksliedern. Die Jagdhornbläser des Frankenwaldvereins gaben der Veranstaltung einen feierlichen Charakter. Wasserwacht und BRK „retteten“ in einer Übung eine Kajakfahrerin aus dem Main. Dabei handelte es sich um Sonja Neupert von der Kajakgruppe Bayreuth, die zuvor tollkühne Kunststücke mit ihrem Boot gezeigt hatte.
Beim Saalbau Eber in Katschenreuth wurde zünftig weitergefeiert. Für musikalische Unterhaltung sorgten die Kulm- bacher Jugendkapelle, die Stadtkapelle und der Gesangverein 1890 Melkendorf. Bei den Sketchen der Theatergruppe „Die Buschklopfer“ blieb kein Auge trocken.
Quelle: - Bayerische Rundschau vom 11.05.2009 - Bild: Stephan Stöckel Hier entsteht in Kürze noch eine Bildergalerie zum Festakt |