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Kulmbacher feiern neue Brücke

"Einweihung"

Rund 1500 Menschen versammeln sich am Wochenende am Mainzusammenfluss. Die Oberfrankenstiftung hat jetzt auch Gelder für das Bauwerk aus Holz bewilligt.

"Ein Anziehungspunkt ist entstanden," sagte OB Henry Schramm bei der Einweihung der Brücke am Mainzusammenfluss.

Die Einweihung der Brücke am Mainzusammenfluss bei Steinenhausen glich einem kleinen Volksfest. Rund 1500 Menschen versammelten sich dort, wo der Rote und der Weiße Main zusammenfließen und wo mit dem Bau der Holzbrücke über den Main ein lang gehegter und intensiver Wunsch in Erfüllung ging.

Die Vereine, die von Melkendorf und Katschenreuth aus zusammen mit den Ehrengästen angeführt von der Jugendkapelle Kulmbach und dem Musikverein Burghaig zur Brücke zogen, boten in der blühenden Landschaft ein wunderbares Bild.

"Mit der Brücke ist ein neuer attraktiver Anziehungspunkt entstanden", freute sich Oberbürgermeister Henry Schramm. Machte aber keinen Hehl daraus, dass die Realisierung des Brückenbauwerkes keine einfache Sache war. Er erläuterte, dass viele Maßnahmen für die Umsetzung nötig waren. So wurden 17 000 Quadratmeter Ausgleichsfläche und 11 000 Quadratmeter Wegfläche erworben. "Regulative Entscheidungen mussten getroffen werden, damit die Natur, die Tier- und Pflanzenwelt auch bei der künftigen Nutzung möglichst wenig beeinträchtigt werden", so der OB. Er wies auf die neue Infotafel mit Wissenswertem zum Mainland hin. "Wir hätten das Vorhaben ohne die finanziellen Mittel der Regierung von Oberfranken und der Oberfrankenstiftung nicht schultern können", richtete Schramm seine Worte an Regierungspräsidenten Wilhelm Wenning. Er dankte allen Verfechtern der Idee, vor allem den Idealisten, die in den Vereinen und Verbänden für die Sache eingetreten sind und großartige ehrenamtliche Arbeit leisten. Der Oberbürgermeister erinnerte an Wolfram Brunner. "Er war ein Mann, der nicht locker ließ. Er hätte sich gefreut, dabei sein zu können." Die Brücke sei eine Gemeinschaftsleistung und ein Synonym für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Regierungspräsident Wilhelm Wennig sagte, dass bei der Errichtung der Brücke, die aus regionalen, nachwachsenden Rohstoffen gebaut wurde, ein sinnvoller Kompromiss gefunden worden sei. Er erinnerte daran, wie sich Henry Schramm für die Umsetzung des Vorhabens einsetzte, und den damaligen Staatsminister Erwin Huber mobilisierte. Unter Applaus gab er bekannt, dass nun die Gelder aus der Oberfrankenstiftung für den Brückenbau bewilligt wurden.

"Es wurden viele Hürden aus dem Weg geräumt. Die Brücke über den Mainzusammenfluss ist für touristische Aktivitäten ein absolutes Highlight," so Landrat Klaus Peter Söllner. Pfarrer Klaus Spyra und Pfarrer Thomas Wagner segneten die Brücke.

Von der Brücke aus warf Oberbürgermeister Henry Schramm zusammen mit der dreijährigen Madlen Schobert aus Melkendorf eine Flaschenpost mit Schriftstück ins Wasser. Damit soll die Botschaft mainabwärts getragen werden. Dem Finder winkt ein Aufenthalt in Kulmbach.

Festlich umrahmt wurde die Veranstaltung vom Gesangverein Melkendorf, den Schul- und Kindergartenkindern und den Jagdhornbläsern. Mit einem bunten Nachmittag ließ man die Veranstaltung auf dem Gelände des Saalbau Eber in Katschenreuth ausklingen.

Quelle:
- Frankenpost vom 11.05.2009
- Foto: Fölsche

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