 Manga, Fantasy und Science FictionEine Sonderausstellung der besonderen Art im Deutschen Zinnfigurenmuseum in KulmbachFabelwesen, Spukgestalten, antike Götter und Fantasy-Figuren aus Zinn und Resin haben die Plassenburg erobert und werden ihr neues Territorium ein ganzes Jahr verteidigen. Sammler der Arbeitsgemeinschaft Fantasy stellen Dioramen und Einzelfiguren vor, bei denen sie ihrer Fantasie freien Lauf gelassen haben. Sogar Großdioramen mit Szenerien aus J.R.R. Tolkiens berühmter Trilogie „Herr der Ringe“ sind in Kulmbach zu sehen.
„Manga, Fantasy, Sience Fiction“ lautet der Titel – und der Titel ist zugleich das Programm der Ausstellung. Fantastische Welten sind das verbindende Element zwischen den einzelnen Themen, die in der Ausstellung zu sehen sind. Dabei schlägt sie einen Bogen von der Antike mit ihren mythologischen Erzählungen und Heldenepen bis zur Fantasy-Literatur des 20. Jahrhunderts sowie zu bekannten Sience-Fiction-Filmen der Gegenwart.
Viele kennen sicherlich Tolkiens Roman „Der Herr der Ringe“, der 1954/55 veröffentlicht wurde. Er ist ein Klassiker der Fantasy-Literatur und gehört zu den erfolgreichsten Romanen des 20. Jahrhunderts. Mittlerweile wurde er in über 150 Millionen Ausgaben verkauft. Der Leser wird in eine Welt voller Magie und seltsamer Wesen entrückt und der klassische Kampf Gut gegen Böse entbrennt. In der Ausstellung bildet er einen unübersehbaren Schwerpunkt. Neben einer Vielzahl von kleineren Szenerien sind zwei Großdioramen ausgestellt, welche die Schlachten um Helms Klamm (500 Figuren) und Minas Tirith (1.600 Figuren) zeigen.
Ist es bei Tolkien eine eher mystisch-mittelalterliche Welt, die den Hintergrund für das Geschehen bietet, so führen Manga- und Sience-Fiction-Geschichten in die Gegenwart und in die Zukunft.
Mangas stammen aus Japan und es handelt sich dabei eigentlich um Comic-Hefte, die Kultstatus errungen haben. Sie entwickelten sich zu einer eigenen Kunstrichtung, die heute Einfluss auf die westliche Kunst ausübt. Anders als bei amerikanischen oder europäischen Comics dreht es sich bei Mangas aber nur selten um Superhelden wie Batman oder Superman. Vielmehr sind die Hauptfiguren meist normale Menschen, die in außergewöhnliche fantastische Abenteuer geraten. Auch in Deutschland haben Mangas heute bei Jugendlichen einen hohen Beliebtheitsgrad erreicht.
Viele der Sience-Fiction-Motive aus der Ausstellung kennt man aus großen Kinofilmen wie z.B. „Star Wars“ oder „Star Gate“. Die Menschen haben die Weltordnung, wie wir sie kennen, hinter sich gelassen. Oft geschieht dies in den Geschichten als Folge globaler Katastrophen. Und - die Menschen haben den Weltraum für sich erobert.
Alle ausgestellten Einzelfiguren und Dioramen wurden von Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Fantasy hergestellt, die zur bundesweiten Vereinigung KLIO e.V. gehört, in der sich Freunde und Sammler kulturhistorischer Zinnfiguren zusammengeschlossen haben.
Viele der Themen und Figuren der Ausstellung interessieren sicherlich Kinder und Jugendliche ganz besonders, die übrigens freien Eintritt in die Ausstellung haben. Für clevere Köpfe wurde deshalb eine Rallye durch die Ausstellung entwickelt. Wer die Fragen richtig beantwortet, erhält eine Fantasy-Figur sowie ein Figurenmagazin.
Die Ausstellung ist auf der Plassenburg noch bis Ende März 2012 zu sehen.
Deutsches Zinnfigurenmuseum auf der Plassenburg Festungsberg 26 95326 Kulmbach Geöffnet: April bis Oktober täglich 9 bis 18 Uhr November bis März täglich 10 bis 16 Uhr Geschlossen: 24./25./ 31. Dezember, 1. Januar Telefon 09221-947505 Fax. 09221-804579 Internet: www.kulmbach.de Email: museen@stadt-kulmbach.de Eintrittspreise (Änderungen vorbehalten) Erwachsene 4,00 Euro Studenten, Rentner 3,00 Euro Kinder, Jugendliche, Schüler bis 18 Jahre frei Gruppen ab 10 Personen 3,00 Euro Führungen 30,00 Euro Pendelbusverkehr zur Plassenburg mit dem "Plassenburg Express" Abfahrt: Zentralparkplatz (Grabenstraße) Jeweils alle 30 Minuten zur vollen und halben Stunde während der Öffnungszeiten Kostenlose Parkmöglichkeiten: Parkplatz am Festplatz Schwedensteg |  | |  |