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„Ein Glück für die Stadt“

"Auszeichnung"

Die Adalbert-Raps-Stiftung, die sehr viel Gutes bewirkt, erhält den ersten Kulmbacher Ehrenamtspreis und bedankt sich mit einer sechsstelligen Summe.


Verleihung des ersten Kulmbacher Ehrenamtspreises an die Adalbert-Raps-Stiftung

Mit dem ersten Ehrenamtspreis der Stadt Kulmbach zeichnete Oberbürgermeister Henry Schramm am Samstag die Adalbert-Raps-Stiftung aus, die im sozialen und caritativen Bereich in Kulmbach sehr viel Gutes getan habe und tue. Er dankte besonders der Familie Kühne, die die Stiftung zu einem Zentrum für Ehrenamt und Soziales gemacht habe. Von rechts: Annegret und Horst Kühne, Stadtrat Dr. Wolfgang Pfitzner, 2. Bürgermeister Stefan Schaffranek, OB Henry Schramm, Landrat Klaus Peter Söllner, 3. Bürgermeister Frank Wilzok und Wolfgang Brückner, Mitglied des Stiftungsvorstands. Das Bläserensemble der Stadtkapelle unter der Leitung von Peter Weiß umrahmte die Feier.

"Welches Glück für die Stadt Kulmbach, dass im Jahr 1975 die Adalbert-Raps-Stiftung ins Leben gerufen wurde“, sagte Oberbürgermeister Henry Schramm vor über 200 Gästen im Festsaal der Plassenburg. Seither habe die Stiftung im sozialen und mildtätigen Bereich und in der Forschung sehr viel Gutes bewirkt. Er nannte unter anderem das Rot-Kreuz-Schülerwohnheim, das Adalbert-Raps-Haus des BRK für selbstbestimmtes Wohnen, das Gewürzmuseum auf der Plassenburg oder die Schüleraustauschprogramme der Fachoberschule. Viele Menschen und viele sozial Schwache hätten Hilfe und Unterstützung erfahren.

Dafür, so Schramm, werde die Adalbert-Raps-Stiftung mit dem ersten Ehrenamtspreis der Stadt Kulmbach ausgezeichnet. „Sie ist ein würdiger Preisträger. Der Beschluss wurde im Stadtrat einstimmig gefasst“, betonte er.

Der Oberbürgermeister erinnerte an den Firmengründer Adalbert Raps, der in den Wirren des Zweiten Weltkriegs mit seiner Handelsgesellschaft für Lebensmittel, Medikamente und Chemikalien von Hamburg nach Kulmbach umzog. „Meine herzlichsten Gefühle gelten dieser schönen Stadt und ihren netten, aufgeschlossenen Bewohnern, die so sehr denen meiner Heimatstadt Würzburg ähnlich sind“, habe er einmal gesagt. „Für diese Menschen wollte Adalbert Raps nachhaltig Gutes stiften“, so Schramm.

Menschliche Wärme spürbar


Horst Kühne, Kulmbacher Ehrenbürger und Vater des jetzigen geschäftsführenden Gesellschafters von Raps, Frank Kühne, habe die Firma nach dem Tod von Adalbert Raps am 6. November 1975 erfolgreich weitergeführt, stellte der Oberbürgermeister fest. Aus dem Gewürzwerk habe sich bis heute ein modernes, hochtechnisiertes Unternehmen mit Geschäftskontakten rund um den Globus entwickelt. Zusammen mit seiner Frau Annegret und seiner Familie habe Horst Kühne die Stiftung zu einem Zentrum für Ehrenamt und Soziales gemacht. „Sie helfen mit, dass menschliche Wärme in vielen Bereichen des Lebens spürbar ist.“

Nach den Worten von Dr. Manfred Gareis sei der Stiftungsvorstand, dem er zusammen mit Horst Kühne und Wolfgang Brückner angehört, immer bemüht, dort zu helfen, wo Hilfe am dringendsten gebraucht wird. Der Ehrenamtspreis sei eine Auszeichnung für die gesamte Firma Raps, wo die Grundlage für die Stiftungstätigkeit erwirtschaftet wird.

Als Dankeschön übergab Wolfgang Brückner ein Bewilligungsschreiben über eine sechsstellige Summe, mit der der geplante Skaterpark der Stadt, die Jugendfeuerwehr und die Kulmbacher Feuerwehr sowie das Future-Online-Social-School-Project der Fachoberschule unterstützt werden sollen.

„Arbeit“ und „Freizeit“


Humorvolle Anmerkungen zum Ehrenamt trug Rüdiger Baumann vor. „Wir sind zu zweit da“, sagte der Kopf der Theatergruppe „Schauhaufen“ und schilderte eine Szene „neulich beim Therapeuten“. Die „Arbeit“ beklagt sich: „Sie wollen alle nur mein Geld, um meiner selbst willen liebt mich keiner, Herr Doktor.“ Im Gegensatz zu ihrer Rivalin, der „Freizeit“: „Dabei hat sie oft gar nicht viel zu bieten.“ Deshalb schickt sie der Therapeut zur Kur ins Ehrenamt: „Dort werden Sie regelrecht gesucht, und Sie können sicher sein, dass Sie nicht wegen Ihres Geldes geliebt werden.“

Quelle:
- Bayerische Rundschau vom 22.03.2010
- Foto: Stephan Tiroch

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Videobeitrag von kulmbach.tv