 „Es ist ein feierliches Gefühl“"Bierwoche"
Vor dem Eröffnungskonzert ist die Anspannung bei Dirigent Thomas Besand und seinen Musikern groß.Seit 1991 ist er jedes Jahr dabei. Nie im Mittelpunkt, aber immer mittendrin.  Und noch immer, so sagt er, hat er dabei „so ein ganz feierliches Gefühl“: Thomas Besand, Dirigent der Kulmbacher Stadtkapelle, führt auch heute den Taktstock, wenn die 60. Kulmbacher Bierwoche eröffnet wird.
„Die Bierwochen-Eröffnung ist schon etwas ganz Besonderes“, sagt Besand. „Nicht zuletzt deshalb, weil damit eine Jahrzehnte alte Tradition fortgeführt wird."
Die Erwartungshaltung bei den Zuhörern ist groß, weiß der 44-jährige. Groß ist deshalb auch die Anspannung bei den Musikern und ihrem Dirigenten. „Das Standkonzert auf dem Marktplatz und der Auftritt anschießend im Stadl erfordern von den Musikern und von mir viel Konzentration. Und je nach Wetter und Temperatur kann es auch körperlich sehr anstrengend werden.“
An seine Musiker verteilt er deshalb großzügig Lob schon im Vorfeld: „Sie werden wieder Höchstleistungen erbringen.“
Für Thomas Besand ist die Bierwochen-Eröffnung kein Auftritt wie viele andere. „Das Standkonzert auf dem Marktplatz ist ein kleiner Festakt für sich“, sagt er. Deswegen steht auf dem Programm auch keine Stimmungsmusik, wie sie in den Bierstadel passt. Dafür aber beispielsweise „Des Großen Kurfürsten Reitermarsch“, einer der großen Parademärsche.
Eine Herausforderung ist für Besand und seine rund 50 Musiker Jahr für Jahr auch die Begleitung des Büttnertanzes: Zwar proben Büttner und Stadtkapelle regelmäßig – aber nie gemeinsam. Dennoch klappt das Zusammenspiel immer bestens: „Man muss halt Blickkontakt halten. Und Erfahrung macht auch viel aus.“
Wie fühlt sich der Dirigent beim Eröffnungsritual? „Ich bin stolz, dass die Stadtkapelle bei einem so großen Ereignis, bei dem Gäste aus der ganzen Welt dabei sind, ihre Heimatstadt musikalisch vertreten darf“, versichert Besand und freut sich, „dass in Kulmbach der Prophet im eigenen Lande noch was gilt.“
Um die Stadt würdig zu vertreten, hat er in den letzten Tagen den Auftritt auf dem Marktplatz und den anschließenden Frühschoppen nach dem Anstich im Bierstadl noch einmal minutiös durchgeplant. Und hat damit die Voraussetzung geschaffen, dass sich auch heuer wieder ein feierliches Gefühl einstellt – das Besand dann, aller Anstrengung zum Trotz, doch genießt.
Quelle: - Bayerische Rundschau vom 25.07.2009 Quelle: - Bayerische Rundschau vom 24.07.2009 - Foto: Monika Limmer |