 "Götzenbilder" der Begierde und EkstaseWerner Götz stellt neue Werke in Schwarz-Weiß im Badhaus aus - und überrascht damit sogar langjährige Weggefährten.
Der Begierde hat sich Werner Götz mit seinen Kunstwerken angenommen, die noch bis Ende dieser Woche im Kulmbacher Badhaus zu sehen sind.  In seiner Ausstellung "Götzenbilder" im Kulmbacher Badhaus stellt der Künstler Werner Götz einmal mehr seine Vielseitigkeit unter Beweis. In Schwarz-Weiß, weg vom Kugelschreiber und stattdessen mit schwarzem Filzstift, präsentiert er dem Betrachter menschliche Wesenszüge: Begierde, Ekstase und Affären. Wie sich bei der Ausstellungseröffnung am Sonntag zeigte, überrascht er damit sogar langjährige Weggefährten.
Der "Götz von Kulmbach" gehört zu denjenigen, deren Bilder realistisch gezeichnet sind. Laudator Robert W. Thern, gab zu bedenken, dass der Titel der Ausstellung mehr sei als nur eine Wortspielerei mit dem Namen des Künstlers. Er meint: "Der Künstler hat mit seinen Bildern nicht neue Götzen erschaffen, sondern Bilder, die uns ermahnen, freiwillig oder auch unbewusst, uns nicht der Macht der zeitgenössischen Götzen zu ergeben, uns nicht in das Reich der Götzen zu begeben." Seine Kunst rüttele an den fest gefahrenen Vorstellungen des Bürgertums, stelle ihre beliebtesten Götzenbilder in ein neues Licht, und stelle sie bloß. "Alles ist nicht nur schwarz oder weiß, sondern es gibt bekanntlich eine ganze Skala von Grautönen. Die weiß der Götz meisterhaft in seiner Kunst einzusetzen", so Thern.
Stadträtin Doris Stein war überzeugt: "Der Phantast Werner Götz gestaltet künstlerische Fantasieträume. Er sucht Zugang zu mystischen Themen und Traumwelten." Werner Götz, der im Badhaus auch Auftragsarbeiten in Öl und Kugelschreiber zeigt, meinte: "Inspiriert hat mich ein Comic. Ich liebe es, zu überraschen." Seine Muse und Frau Sibylle Götz auch: 350 Euro übergab sie an die Vorsitzende des Tierschutzvereins Kulmbach. Anlässlich ihres 60. Geburtstages hatte sie auf Geschenke verzichtet und um Spenden für das Tierheim gebeten. Die Ausstellung
Die Ausstellung ist noch bis einschließlich kommenden Sonntag zu sehen. Der Künstler wird täglich von 14 bis 17 Uhr persönlich anwesend sein.
Quelle: - Frankenpost vom 06.12.2010 - Foto: Fölsche |