 „focus-europa“ belebt Kulmbacher Kulturszene"Initiative"
Der Verein lädt zu Sommerkunstwochen mit 15 Workshops ein. Im September folgt eine Internationale Ausstellung auf der Burg.
Die Badewannen-Lady aus Marmor ist eine Arbeit des Bildhauers Peter May, der bei den Sommerkunstwochen einen Workshop leitet.  Kulmbach wird im Sommer zum Treffpunkt von Künstlern und Kunstinteressierten aus der Region. Der Verein „focus-europa“ organisiert Sommerkunstwochen mit insgesamt 15 Workshops von Mai bis August sowie eine große Ausstellung zeitgenössischer Kunst im Herbst auf der Plassenburg. Gestern stellten die Verantwortlichen, Projektleiterin Jutta Lange und Schatzmeister Lutz-Benno Kracke, in der „Feuerwache“ das umfangreiche Programm vor. Das Angebot ist vielfältig: Malerei (Dozenten: Waltraud Caroline Keyn, Erhard Schütze, Günther Wolfrum), Keramikkunst (Gertrud Murr-Honikel), Fotografie (Zbynek Illek), Zeichnen (Conny Morsch), Schnitzen (Roland Friedrich), Steinbildhauen (Peter May), Holzbildhauen (Sebastian Waßmann), Kreatives Schreiben sowie Dichten (Birgit Hächl), meditativer Tanz (Jutta Anton) und Schauspielerei (Buschklopfer). Die Programmhefte werden in einer Auflage von 5000 Stück gedruckt und in Geschäften und öffentlichen Einrichtungen in ganz Oberfranken verteilt. Anmeldungen sind ab sofort möglich. Mitmachen und Zuschauen
Das Besondere an den Workshops ist: Sie finden nicht hinter verschlossenen Türen statt, sondern alle Interessierten sind jederzeit willkommen, den Teilnehmern bei der Arbeit über die Schulter zu schauen. Vier der 15 Kurse richten sich ausschließlich an Jugendliche und können dank eines Sponsors voraussichtlich kostenlos angeboten werden. Zum Abschluss der Kunstwochen wird es eine große gemeinsame Ausstellung in der Sparkassen-Hauptstelle geben.
Bisher fanden die Sommerkunstwochen von „focus-europa“ auf der Giechburg statt – allerdings mit nur zwei bis drei Workshops. In Kulmbach ist das Programm deutlich umfangreicher. Dass dies möglich ist, sei dem großen Entgegenkommen der Stadt Kulmbach zu verdanken, freute sich Jutta Lange. So werde ein Großteil der Workshops in städtischen Räumen durchgeführt, die sonst nicht allgemein zugänglich sind. Die Workshops für Holz- und Steinbildhauer werden zum Beispiel im malerischen Garten des Langheimer Amtshofes stattfinden.
Ergänzend planen die Verantwortlichen einen Skulpturenweg vom Rathaus zum Holzmarkt - mit Marmorarbeiten des Heiligenstadter Künstlers Peter May.
„focus-europa“präsentiert im Herbst einen weiteren kulturellen Höhepunkt: Vom 4. September bis 3. Oktober findet die 6. International Contemporary Art Exhibition des Vereins auf der Plassenburg statt. Gezeigt werden rund 200 Arbeiten von 45 Künstlern aus sieben Ländern. Dabei stellen neben deutschen Teilnehmern Gäste aus Italien, Ungarn, Polen, Tschechien, Rumänien und Litauen aus, so Lutz-Benno Kracke. Die Werkschau steht unter dem Thema „Einheit“, wobei nicht nur an politische Aspekte gedacht ist.
Bürgermeister Stefan Schaffranek sieht die Initiative des Vereins als Chance für Kulmbach´und lobt die Initiatoren: „Die Stadt unterstützt das gern, denn hier wird das kulturelle Leben um besondere Glanzlichter bereichert.“
Quelle: - Bayerische Rundschau vom 06.03.2010 - Foto: pr |