 120.000 Gäste feiern Mega-Party im Stadl"Bilanz"
Die Kulmbacher Bierwoche ist ein rundum gelungenes Fest. Die Besucher sind neun Tage lang ausgelassen und friedlich, Brauerei und Festwirtemachen gute Geschäfte, und die Polizei lobt die Vernunft der Autofahrer.
Im Stadl geht es jeden Abend hoch her. Die Musik heizt dem Publikum ein, die Gäste sind gut drauf und feiern zu vorgerückter Stunde auf den Bänken.  Die 61. Kulmbacher Bierwoche war ein tolles Fest, bei dem geschätzte 120.000 Besucher im und um den Bierstadl richtig viel Spaß hatten. Die Kulmbacher Brauerei, die Festwirte und die Polizei zogen gestern eine positive Bilanz: Das Festbier floss in Strömen, unerfreuliche Zwischenfälle blieben die Ausnahme. Partystimmung im Bierzelt.  Dabei ging es an allen Tagen im Stadl hoch her, und am Abschlusswochenende war der Ansturm noch einmal gewaltig, obwohl das Wetter alles andere als perfekt war. „Dass es trotz dieser Menschenmassen so wenig Probleme gegeben hat, ist sensationell“, freute sich Bierfest-Organisator Michael Schmid von der Kulmbacher Brauerei bei der Bilanz-Pressekonferenz. Er lobte die reibungslose Zusammenarbeit mit Polizei, Sicherheitsdienst, Malteser Hilfsdienst und Rotem Kreuz: „Die starke Präsenz von Polizei und Sicherheitsdienst kommt bei den Gästen gut an, denn sie gibt ihnen ein sicheres Gefühl.“ Ohne Rauch geht’s auch
Erfreulich sei die Disziplin der Raucher im Hinblick auf das Rauchverbot im Zelt gewesen, sagte Schmid: „Das Thema hat uns vor der Bierwoche extrem beschäftigt, während der Bierwoche fast gar nicht.“ Die meisten hätten sich ohne Protest an die neue Regelung gehalten. Nur einen Führerschein kassiert
Ein großes Dankeschön sprach Schmid den Festwirten aus, die gemeinsam mit den Bedienungen und den Essensanbietern im und umden Stadl den Besucheransturm professionell gemeistert haben. Zu Spitzenzeitenwaren bis zu 15.000 Menschen auf dem Festgelände. Bierfest-Organisator Michael Schmid bedankt sich mit Blumen bei den Chefbedienungen Ramona Leu (links), die heuer zum 30. Mal in Folge bei der Bierwoche bedient hat, und bei Johanna Michels, die seit 25 Jahren dabei ist.  Die Bierwoche sei bemerkenswert friedlich verlaufen, sagte Polizeichef Gerhard Renk. „Die Wochenenden waren ereignisreicher als die übrigen Tage, aber was Körperverletzungen und Trunkenheitsfahrten angeht, ist wenig passiert.“ Die Autofahrer seien vernünftig gewesen. Nur einer wurde mit zwei Promille erwischt und musste seinen Führerschein abgeben, ein weiterer bekommt ein Fahrverbot. Zwei bestens gelaunte Häschen im Stadl.  Fest mit vielen Glanzpunkten
Glanzpunkt der Bierwoche war neben der feierlichen Eröffnung der Tag der Fanclubs am ersten Sonntag mit einem originellen Festumzug. Als Publikumsmagnete haben sich die „Isartaler Hexen“ erwiesen, die am Mittwoch und Donnerstag den Stadl rockten. „Diese klasse Damenkapelle haben wir für das nächste Jahr wieder für diese beiden Tage verpflichtet.“
Zum zweiten Mal gab es ein von Künstlerhand geschaffenes Plakat für Kulmbachs berühmte Festwoche. Auch im nächsten Jahr ist ein öffentlicher Kreativwettbewerb geplant“, so Helga Metzel, Leiterin der Unternehmenskommunikation bei der Brauerei.
Morgen beginnt der Abbau des Stadls, doch nach dem Fest ist vor dem Fest, betont „Mr. Bierfest“ Schmid. „Es geht sofort weiter mit den Vorbereitungen für die 62. Bierwoche.“
Quelle: - Bayerische Rundschau vom 09.08.2010 - Foto: Dagmar Besand |