 Internet-Dienstleister LivingLogic will Leute einstellen.
Politiker und Manager im Gespräch (von li.): Der Kulmbacher Oberbürgermeister Henry Schramm, die beiden LivingLogic-Vorstände Philipp Ambrosch und Alois Kastner-Maresch und der Bayreuther OB Michael Hohl.  In Zeiten der Wirtschaftskrise will der Bayreuther Internet- und Softwaredienstleister LivingLogic AG weiter expandieren, kündigte Vorstand Alois Kastner-Maresch an. Auch die Beschäftigtenzahl soll von aktuell 18 innerhalb von zwei Jahren auf 25 steigen.
„Wir wollen in Zukunft wachsen, aber langsam“, sagte Kastner-Maresch bei einem Empfang anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Unternehmens in der Markgrafenallee 44. Der Firmenchef wünschte sich mehr Pioniergeist in Oberfranken. „Wir sollten uns an den Großen orientieren, aber nicht größenwahnsinnig werden“, lautete seine Vorgabe. Es gelte, Blockaden durch positives Denken zu überwinden.
Das Unternehmen sei am 29. Februar 2000 kurz vor dem Platzen der Internet-Blase an den globalen Börsen von der Kulmbacher Börsenmedien AG gegründet worden, berichtete der Aufsichtsratsvorsitzende der LivingLogic AG, Achim Lindner. Das junge Team mit großem Erfahrungsschatz in Sachen Internet und Programmieren kam seinerzeit von der Universität Bayreuth. Wie Lindner berichtete, konnte der Umsatz 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent gesteigert werden, 2009 gab es ein weiteres Plus von zehn Prozent. Den Jahresumsatz 2009 bezifferte die AG auf 1,35 Millionen Euro. Das Unternehmen stehe wirtschaftlich auf solider Basis, lobte Lindner.
„LivingLogic ist ein Glücksfall für Bayreuth und Oberfranken“, bestätigte denn auch Oberbürgermeister Michael Hohl. Er sprach von einer „Erfolgsstory“, schließlich sei das Unternehmen auf dem Höhepunkt des New-Economy-Booms gegründet worden. Da müsse man schon krisenerprobt sein, um in solchen rauen Zeiten zu wachsen und zu überleben. „Das schafft nicht jeder“, fügte Hohl anerkennend hinzu.
Im vergangenen Jahr seien immerhin 40 Prozent des Gewinns in das Unternehmen reinvestiert worden, würdigte der Kulmbacher Oberbürgermeister Henry Schramm. „Wir brauchen solche Unternehmen, die regionale Innovationskerne bilden“, betonte Wirtschaftsförderer Thomas Fischer von der Regierung von Oberfranken. „Wir sollten die regionale Kompetenz nutzen, man muss nicht nach Hamburg oder München“, mahnte Franz Brosch, Oberfranken-Geschäftsführer der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie.
Quelle: - Nordbayerischer Kurier vom 01.03.2010 - Foto: Ritter |  | |  |