Mit einem Schreiben an Staatsminister Dr. Wolfgang Heubisch bewirbt sich die Stadt Kulmbach für die Bayerische Landesausstellung 2016. Das Thema der Ausstellung lautet „500 Jahre Bayerisches Reinheitsgebot“ und passt nach Ansicht von OB Henry Schramm hervorragend zu Kulmbach als „heimlicher Hauptstadt des Bieres“.
„Aufgrund unserer Geschichte und Tradition, vor allem im Brau- und Bäckerhandwerk sind wir geradezu prädestiniert, uns für die Rolle des gastgebenden Standorts zu bewerben“, heißt es im Bewerbungsschreiben. Nicht ohne Grund werde Kulmbach die „heimliche Hauptstadt des Bieres“ genannt, deren bester Botschafter das hervorragende Kulmbacher Bier selbst sei. Im wahrsten Sinne des Wortes „in aller Munde“ habe es sich durch höchste Qualität einen bedeutenden Namen gemacht und Märkte erobert.
Daneben führt Henry Schramm die überregionale Bedeutung Kulmbachs als Nahrungsmittelzentrum an, mit großen Unternehmen der Lebensmittelindustrie wie IREKS und Raps, Forschungseinrichtungen, der Akademie für Ernährung, dem Max-Rubner-Institut, der Forschungsstelle für Nahrungsmittelqualität der Universität Bayreuth und natürlich der hoch engagierten Landwirtschaft. Gleichzeitig setzt die Kulmbacher Brauerei AG am Standort Kulmbach in ihrer Unternehmensphilosophie auf ein Qualitäts- und Umweltmanagement, das den verantwortungsbewussten Umgang mit den Ressourcen nachhaltig dokumentiere.
Im Mönchshof, so schreibt er weiter, ist unter anderem mit Unterstützung des Freistaates Bayern ein Kristallisationspunkt entstanden, der Bayernweit seinesgleichen suche. Das Brauerei- und Bäckereimuseum führe mit einem Konzept, das Wissen vermittelt, aber auch Emotionen anspricht, den Besucher durch die Geschichte und biete Kindern und Jugendlichen Programme zur gesunden Ernährung.
Ebenso ist die Stadt Kulmbach Mitglied bei der „Genussregion Oberfranken“ und unterstütze die Aktivitäten des Vereins „Bierland Oberfranken e. V.“.
„Für einen Standort, der sich für die Landesausstellung 2016 bewirbt, müssen alle Komponenten passen: Die Braukultur, die strikte Einhaltung des Reinheitsgebotes, Essen, Trinken, Geselligkeit, die kulturellen Bezüge, die Tradition, aber auch die begeisterte Einstellung und das Engagement der Bevölkerung“, so der OB, der auch die Unternehmen um Unterstützung bittet, damit die Landesausstellung 2016 nach Kulmbach kommt.
In Kulmbach stimmen seinen Worten nach das Umfeld und die Umwelt, die Braukultur, die musealen, kulturellen Orte und Plätze als Zeitzeugen der Kunst des Brauens, des Wachsen und Gedeihens der Rohstoffe und die Qualität und Vielfalt der heimischen Gastronomie.
Die offizielle Ausschreibung und die formelle Bewerbung, so Henry Schramm weiter, werden im Frühjahr erfolgen. Diese werde dann mit weiteren Daten und Fakten versehen. „Wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen, kann diese einmalige Chance genutzt werden und Kulmbach durch die Landesausstellung in den Blickpunkt Bayerns, Deutschlands und sogar Europas rücken“, ist sich das Stadtoberhaupt sicher.
Quelle: Presseservice
vom 10.03.2010