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7,5 Millionen Euro Verluste noch nicht ausgeglichen

Stadtwerke bleiben seit Jahren auf Defiziten sitzen – Stadtrat Herold kritisiert Haushaltskosmetik

Hans-Dieter Herold stimmt gegen den Beschluss, den Stadtwerken erneut nicht die Kosten für die Freizeiteinrichtungen zu ersetzen. Inzwischen ist ein Millionenbetrag aufgelaufen.


Ganz ohne Kosmetik geht es schon seit Jahren nicht, den städtischen Haushalt ohne Neuverschuldung aufzustellen. Die Stadtwerke betreiben im Auftrag der Stadt das Hallenbad, das Freibad und die Eisbahn. Stolze Verluste laufen dabei Jahr für Jahr auf. 2010 waren es allein knapp 1,4 Millionen Euro. Eigentlich müsste diesen Verlustausgleich die Stadt an ihren Eigenbetrieb erstatten. Das ist aber zuletzt für das Jahr 2004 geschehen. Seither sind rund 7,5 Millionen Euro aufgelaufen, die die Stadt ihrem Eigenbetrieb schuldet. Jahr für Jahr beschließt der Stadtrat aufs Neue, die Rechnung nicht zu begleichen. Das Geld werde für andere Dinge dringender gebraucht.

Einzig Hans-Dieter Herold (GOL) ist dem Vorschlag der Verwaltung nicht gefolgt, auch die 1,4 Millionen Euro aus dem vergangenen Jahr erneut „anschreiben“ zu lassen. Volker Wack hatte zuvor auf die auch aus seiner Sicht problematische Situation hingewiesen: „Die Stadtwerke brauchen ein solides Fundament, wenn sie die Herausforderungen der Zukunft meistern wollen.“ So stehe möglicherweise irgendwann in näherer Zukunft der Ankauf des örtlichen Stromnetzes von der Eon an.

Auch Werkleiter Stephan Pröschold weist Jahr für Jahr auf die Prüfberichte hin. Die halten den Ausgleich der Verluste aus den Freizeiteinrichtungen durch die Stadt Kulmbach für unabdingbar. Das Geld, heißt es, werde für den Erhalt der Substanz der Stadtwerke als erforderlich angesehen. Dem schloss sich allerdings nur Hans-Dieter Herold an. Alle anderen Mitglieder des Stadtrates plädierten auch für das vergangene Jahr einmal mehr dafür, den Verlustausgleich nicht vorzunehmen.

Quelle:
- Nordbayerischer Kurier vom 09.12.2011

www.nordbayerischer-kurier.de
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