 Abschreibung beschert Ago hohen VerlustEine bis zu 75-prozentige Abschreibung auf den Anlagenwert eines neuen Biomasseheizkraftwerks im thüringischen Alperstedt beschert dem Kulmbacher Energieanlagenspezialisten Ago AG trotz steigender Umsätze einen empfindlichen Verlust, wie das Unternehmen jetzt bei der Veröffentlichung der Neunmonatszahlen bekannt gab. Am 24. November habe man sich in einem Rechtsstreit mit dem örtlichen Wärmekunden geeinigt, so dass die Abschreibung noch 2010 anfalle, aber keine Auswirkungen auf die Folgejahre habe.
In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres steigerte Ago den Umsatz um 12,8 Prozent auf 36,232 Millionen Euro, es fiel aber ein Verlust von 1,124 Millionen Euro an (Vorjahr: minus 56.000 Euro). Im dritten Quartal lag der Umsatz mit 13,995 Millionen Euro nur knapp über dem Vorjahreswert, zugleich fiel ein Verlust von 286.000 Euro an, nachdem im gleichen Vorjahreszeitraum noch 137.000 Euro Gewinn erwirtschaftet wurden.
Die schlechte Ertragslage in den ersten neun Monaten, in deren Bilanz die Abschreibung auf die Anlage in Thüringen ja noch gar nicht enthalten ist, begründete die Geschäftsführung vor allem mit deutlich gestiegenen Rohstoffkosten. Der Ausblick von Vorstandschef Hans Ulrich Gruber fiel allerdings positiv aus. Er gehe für das Gesamtjahr von einem Umsatzplus aus. Allein seit dem Stichtag 30. September habe sich der Jahres-Auftragseingang von knapp 45 auf über 60 Millionen Euro erhöht.
Quelle: - Nordbayerischer Kurier vom 24.12.2010 |