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Alte Stollen werden Attraktion

"Tourismus"

Einige Gewölbekeller am Burgberg werden für Führungen geöffnet. Touristen und Einheimische werden bei den Exkursionen Interessantes aus der Kulmbacher Geschichte erfahren.


Einige Gewölbekeller am Burgberg werden für Führungen geöffnet.

Der Angermann-Keller wurde laut Erich Olbrich (links) von Unmengen von Müll befreit. OB Herny Schramm stellte gestern gemeinsam mit Olbrich das Projekt der künftigen Kellerführungen vor.

„Ich freue mich, den Touristen und interessierten Kulmbachern eine neue Attraktion anbieten zu können!“ Mit diesen Worten gab OB Henry Schramm bei einer Pressekonferenz am Angermann-Keller neben der Petrikirche bekannt, dass es ab Juni ein erweitertes festes Angebot an Kellerführungen in Kulmbach geben wird. In den letzten Jahren seien die Gästezahlen, gerade was den Tagestourismus anbelangt, gestiegen, so Schramm. Und dies wirke sich nicht zuletzt positiv auf das Wirtschaftsleben der Stadt aus.

Gibt es eine Verbindung zur Burg?


Das Angebot der Kellerführung beim Tag des Denkmals habe gezeigt, dass die Bevölkerung sehr an den alten Gewölben interessiert ist. Sie befinden sich vorwiegend am Burgberg. Die Stollen dienten früher der Einlagerung von Waren und als Flucht- und Schutzkeller in Kriegszeiten. Immer wieder werde ja über eine Verbindung zur Plassenburg spekuliert, sagte der OB. Viele Keller sind zugeschüttet worden und vermüllt oder auch eingestürzt. Daher sehe er durchaus die Chance, dass eine solche Verbindung eines Tages gefunden wird.

Ein Teil der Keller befindet sich im städtischen, ein anderer im privaten Besitz, manche werden noch benutzt, andere nicht. Er freue sich, dass viele Privatpersonen der Idee, ihre Gewölbe für Führungen zu öffnen, aufgeschlossen gegenüber standen.

Erich Olbrich verstehe es als einer von mehreren versierten Stadtführern hervorragend, Wissenswertes aus der Geschichte interessant darzulegen und mit kleinen Geschichten zu würzen. Bei den Kellerbesichtigungen wird laut Henry Schramm auch Braumeister Hans Biedermann über die Nutzung der Räume für die Bierlagerung unterrichten.

Erich Olbrich lobte die Idee des Oberbürgermeisters, die Keller zu öffnen. Er erläuterte, von den 83 der bekannteren und größeren Gewölbe sollen zwölf der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.Manche konnten konnten bereits bei speziellen Führungen besichtigt werden, in anderen war seit ewigen Zeiten niemand mehr, beispielsweise im Angermann-Keller, der seit 1977 verschlossen war. Aus dem Gewölbe wurden bisher Unmengen von Flaschen, Gläsern, Bierkästen und sonstigem Müll entfernt.

Ein Höhepunkt der rund eineinhalbstündigen Führungen wird laut Olbrich jeweils die Begehung von zwei großen Kellern am Röthleinsberg sein, die miteinander verbunden sind.

Quelle:
- Bayerische Rundschau vom 13.04.2010
- Foto: ru

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