 Altstadtfest: Heisse Nächte nach nassem Auftakt"Eindrücke"
Veranstalter und Wirte sind zufrieden. Die kleinen Programmänderungen haben sich bewährt.Krönender Abschluss des Altstadtfestes war ein Feuerwerk – aus außergewöhnlicher Perspektive vom Nahererholungszentrum Mainaue aus im Bild festgehalten von unserem Leser Reimund Arth.  Dem einen oder anderen mag am Freitag Abend ein wenig mulmig zu Mute gewesen sein: Kaum war das 30. Kulmbacher Altstadtfest nach der offiziellen Eröffnung in seine erste Runde gegangen, ließ ein heftiger Regenschauer nichts Gutes für den Abend erwarten. Aber die Kulmbacher zeigten sich regenfest. Sie trotzen dem Schauer – und wurden mit einem letztlich doch noch (zumindest äußerlich) trockenen Abend belohnt.
„Es war super, ich bin voll zufrieden“ sagt deswegen auch Marc Schnabel, Leiter des Tourist & Veranstaltungsservice der Stadt Kulmbach. Nach dem kurzfristigen Einbruch am Freitag und einem verregneten Samstagvormittag habe sich nicht nur das Wetter bestens entwickelt – heiße Festnächte waren garantiert.
„An vielen Stellen in der Stadt war es voll wie in der Vergangenheit schon lange nicht mehr“, sagt Schnabel. Er ist davon überzeugt, dass die kleinen Änderungen im Programm, die es im Vergleich zum Vorjahr gegeben habe, gut angekommen sind. Manche mögen’s ruhigZwar hätten es viele Festgäste bedauert, dass es am Röhrenplatz diesmal ruhig blieb. Im Oberhacken vermisste mancher vielleicht die Musik der etwas härteren Richtung. „Aber es gab viele andere Gäste, die es durchaus genossen haben, dass es zum Beispiel im Oberhacken etwas ruhiger zuging“, sagt Schnabel. Zudem habe man ja auf dem Behördenparkplatz zwischen Rathaus und Oberhacken ein musikalisches Alternativprogramm angeboten, das gut angenommen worden sei. Im fünfstelligen BereichSchätzungen, wie viele Besucher drei Tage lang feierten, mag Schnabel nicht abgeben. „So etwa ist schwer zu sagen, weil ja auch immer ein Wechsel da ist.“ Alles in allem gehe er aber davon aus, dass sich die Besucherzahl im fünfstelligen Bereich bewegt habe.
Im großen und ganzen zufrieden sind auch die beiden Gastwirte, bei denen die Bayerische Rundschau nachfragte. Günter Limmer, Wirt der „Hagleite“, der in diesem Jahr zum ersten Mal das Programm in der Waaggasse gestaltete, sieht seine Erwartungen an die Gästezahlen erfüllt: „Unsere Plätze waren drei Tage lang gut besetzt, obwohl es am Freitag reingeregnet hat.“ Zwar habe man als Wirt auch enorme Kosten – alles in allem aber könne man das Altstadtfest durchaus als Erfolg werten.
Angetan vom Verlauf der zwei Tage und drei Nächte zwischen dem ersten Hammerschlag aufs Bierfass von Bürgermeister Stefan Schaffranek auf der Rathaustreppe und dem Abschluss-Feuerwerk am Burgberg ist man auch in der „Zunftstube“, die Jahr für Jahr mitten im Geschehen in der Oberen Stadt liegt. Auf unsere Frage, wie man das Fest den beurteile, fällt die Antwort kurz und knapp aus: „Wir sind sehr zufrieden!“
Quelle: - Bayerische Rundschau vom 07.07.2009 - Foto: pr |  | |  |