 Berufsschüler blicken in die Zukunft"Projekttag"
Zahlreiche Kulmbacher Auszubildende erarbeiteten unter dem Motto „Unser Handeln – unsere Zukunft“, wie sich ihre Berufe in den nächsten Jahrzehnten verändern können.Schüler der Ernährungsabteilung kredenzten kleine Leckereien.  Zum internationalen UNESCO-Projekttag „Unser Handeln – unsere Zukunft“ wagten Jugendliche des Beruflichen Schulzentrums mit Schulleiter Wolfram Müller und Landrat Klaus Peter Söllner einen Blick in die Zukunft ihres jeweiligen Ausbildungsberufs. Es galt, sich den jeweiligen Herausforderungen der einzelnen Berufe zu stellen und mögliche Lösungsansätze aufzuzeigen, wie Bedürfnisse befriedigt werden können, ohne kommenden Generationen die Grundlagen für ein lebenswertes und selbstbestimmtes Leben zu nehmen. Nachhaltiges Handeln und Haushalten in Bezug auf die gegebenen Ressourcen standen dabei im Vordergrund.
So präsentierte der Kfz-Fachbereich zeitgemäße Antriebssysteme im Automobilbau und untermauerte seine Beiträge direkt am Anschauungsobjekt, einem hybridbetriebenen Auto. Im Bereich der Berufskraftfahrer standen AdBlue, eine ungefährliche, synthetisch hergestellte Harnstofflösung, die zur Nachbehandlung von Abgasen entwickelt wurde, sowie verschiedene umweltverträgliche Bremssysteme beim Lastwagen im Blickpunkt. Eindrucksvoll verdeutlichten die Schüler in Form eines Sketches das Spannungsfeld zwischen dem vorgegebenen Termindruck des Auftraggebers und den Belangen sicheren und klimafreundlichen Lenkens ihrer „Brummis“.
Nachdenklich stimmte der so genannte Carbon Footprint, der die Treibhausgasemissionen und den Wasserverbrauch eines Produktes, Unternehmens oder eines Landes entlang eines Lebenszyklus aufsummiert.
Als besonderer Klimabotschafter dient der von der BGJ-Klasse aus dem Bereich Holztechnik gefertigte Klima-Würfel. Ingeborg Zapf vom Amt für Wirtschaftsförderung in der Stadt Kulmbach erklärte das Konzept. Der Würfel soll über seinen Symbolcharakter hinaus wirken, indem er Impulse gibt, zu Allianzen anregt und Synergien nutzt. Der Klima-Holzwürfel ist im Eingangsbereich des Museums auf der Plassenburg in Augenschein zu nehmen.
Darüber hinaus machte sich die Ernährungsabteilung Gedanken über eine umweltbewusste und nachhaltige Nahrungskette. Regionale Kost und vor allem Bioprodukte gelten hier als die bessere Alternative zu importierten und schadstoffbelasteten Lebensmitteln. Alle Anwesenden konnten sich davon überzeugen,wie lecker knackige Salate und eine fettreduzierte Wurst schmecken können.
Die Auszubildenden des Einzelhandels verdeutlichten an eindringlichen Beispielen, dass sich in diesem Bereich einiges ändern muss, um nachhaltiges und ökologisches Handeln gegenüber Kunden, Mitarbeitern und Herstellern umzusetzen.
Die Collagen eines Kunstkurses der Fachoberschule rundeten den Nachmittag ab. Die Schülerinnen veranschaulichten drastisch, wie sie ihre Zukunft sehen, wenn dem Klimawandel nicht aktiv entgegengewirkt wird.
Quelle: - Bayerische Rundschau vom 29.07.2010 - Foto: pr. |