Willkommen in Kulmbach - Die Markgrafenstadt mit Flair & der heimlichen Hauptstadt des Bieres
Kulmbach - Die Markgrafenstadt mit Flair

Erlebnis Mainzusammenfluss


1. Ausgangslage

Bislang führte der Mainzusammenfluss ein verborgenes Leben. Es gab nur schlechte Zugangsmöglichkeiten und unzureichende Informationen vor Ort. Die Beschilderung des Zuganges war ebenfalls nur in geringem Maß vorhanden. Viele Gäste irrten vergeblich durch die Gegend auf der Suche nach dem einzigartigen Punkt – dem Mainzusammenfluss.

An der Stelle des Mainzusammenflusses führte keine Brücke über den Main, es gab lediglich einen Steg über den Roten Main unterhalb von Schloss Steinenhausen in einigen hundert Metern Entfernung. Vor dem Neubau der Mainbrücke war es nicht möglich, vom Rotmain - Radweg direkt auf den Mainradweg zu gelangen.

Auf keiner der beiden Uferseiten gab es Rastmöglichkeiten und nur auf der Südseite stand eine veraltete Informationstafel.

Seit langem hat daher in der Bevölkerung der Wunsch nach Aufwertung und Erschließung dieses markanten Punktes bestanden. Dieser Wunsch wurde seit 2006 verstärkt an die Stadt Kulmbach herangetragen. Nachdem bestehende Hemmnisse aus dem Weg geräumt werden konnten, wurde im Jahr 2007 mit dem Brückenbau begonnen und der Wunsch der Bevölkerung gelangte zur Umsetzung.

Mit der neuen Verbindung der überörtlich bedeutenden Fernradwege (Rotmainroute und Weißmainroute) durch den Bau der neuen Mainbrücke wird der Ort des Zusammenflusses der beiden Main – Quellflüsse erschlossen und als markanter Punkt erlebbar gemacht. Damit wird ein Identifikationsort ohnegleichen für den gesamten Flusslauf des Mains geschaffen und die Region Oberfranken zu einem herausragenden Erlebnisbereich für den überörtlichen, naturnahen Tourismus und die Naherholung.

Dies soll durch die Erstellung eines Infopoints hervorgehoben und den Besuchern damit bewusst gemacht werden.

2. Ziele und Zielgruppen

Die Anlage eines Informationsbereiches mit Verweilmöglichkeiten am Mainzusammenfluss bringt in Verbindung mit der neuerrichteten Brücke Erholung in der Natur an einer einzigartigen Stelle in Einklang mit überregionalem Tourismus. Mehrere Informationstafeln stellen die besondere Schönheit dieser Flussauenlandschaft heraus und bieten Informationen zu den Themen Sehenswürdigkeiten, Natur- und Wasserschutz, Rad- und Wanderwege in der Region und dem Mainradweg als Fernradweg. Die Lebensader Main wird somit in ein neues Licht gerückt.

Ziele des Projektes sind daher, Touristen und Einheimischen Erholung, Naturgenuss und Naturerlebnis zu ermöglichen und darüber hinaus auch Informationen von überregionaler und regionaler Bedeutung anzubieten.

Zielgruppen sind Touristen, vor allem Rad- und Wandertouristen, Familien und Schulen, aber auch Menschen aus der Region, die ihre Heimat aktiv erleben und dadurch kennen lernen wollen.

3. Beschreibung der Maßnahme und der entstehenden Kosten

Der Main ist der wichtigste rechte Nebenfluss des Rheins mit einer Fließstrecke von 524 km. Sein Flusslauf führt von Osten nach Westen, verläuft dabei entlang mehrerer fränkischer Mittelgebirge, historischer Städte und durch das fränkische Weinbaugebiet. Die Quelle des Weißen Mains liegt im Fichtelgebirge, die des Roten Mains in der Fränkischen Alb.

Bei Schloss Steinenhausen, dem Sitz des Landesamtes für Umweltschutz, südwestlich der Großen Kreisstadt Kulmbach, vereinen sich die Quellflüsse zu einem Strom („Mainwiege“), der bei Mainz in den Rhein mündet. Dieser Fluss vor den Toren Kulmbachs verbindet Städte und Menschen in Deutschland und wird auf seinem Weg von vielen Brücken überspannt, die berühmte Namen tragen.

Kulmbach, Burgkunstadt, Bad Staffelstein, Schweinfurt, Würzburg, Miltenberg, Aschaffenburg, Mühlheim, Frankfurt, bekannte Namen von Städten und Orten, deren wirtschaftliche und touristische Anziehungskraft ganz entscheidend durch ihre Lage am Main geprägt wurde.

An der „Wiege des Mains“ sollen Gäste und Touristen aus Nah und Fern über die großartige Bedeutung dieses Ortes informiert werden. Rad- und Wandertouristen werden Möglichkeiten aufgezeigt, Natur aktiv zu erleben.

Die 5 Informationstafeln der Anlage enthalten überregionale Informationen zum Main als Flusslauf in seiner Gesamtheit und zum Mainradweg ebenfalls in seinem gesamten Verlauf und weisen auf markante Punkte und Sehenswürdigkeiten hin. Dazu werden noch Informationen zum Naturschutz und zum Wasserschutz im besonderen Hinblick auf die Flussauenlandschaft angeboten. Bei der inhaltlichen Gestaltung der Infotafeln wird großer Wert auf die überregionale Zusammenarbeit gelegt. So werden die Informationen zum Mainradweg vom Tourismusverband Franken beigesteuert.

Auf regionaler Ebene bieten eine Radkarte und eine Wanderkarte des Landkreises Informationen zu Rad- und Wanderwegen im Kulmbacher Land. Dabei werden sowohl Rundwege als auch Fernwege wie z. B. der Frankenweg und der Mainwanderweg dargestellt. Ebenfalls erfolgt hier der Hinweis auf markante Punkte und Sehenswürdigkeiten des Kulmbacher Landes.

Eine weitere Tafel bietet Informationen zu Kulmbach mit den örtlichen Sehenswürdigkeiten, der Museenlandschaft und Naherholungsangeboten. Eine hohe, schlanke Stele trägt beidseitig bedruckt die Aufschrift „Mainzusammenfluss“ und Informationen zur Brücke selbst und gegebenenfalls den Hinweis auf die Förderung des Infopoints.

A. Anlagenbeschreibung (bauliche Maßnahmen und Ausstattung)

Die Stadt Kulmbach beabsichtigt die Anlage einer Verweilfläche mit Informationsanlagen (Infopoint) an der neu gebauten Brücke über den Main am Mainzusammenfluss bei Melkendorf / Steinenhausen.

Die Anlage besteht aus einem Standort am südlichen Ufer des Mains, auf dem die bisher dort befindlichen Objekte - ergänzt um Sitzgelegenheiten, Fahrradständer und Informationstafeln - wieder aufgestellt werden sollen. Von diesem Standort kann der Mainzusammenfluss besonders gut übersehen werden.

Brücke und Nebenanlagen bilden eine funktionale und gestalterische Einheit als markanter Punkt für Naherholung und Tourismus innerhalb eines bestehenden Wander- und Radwegnetzes.

Folgende Ausstattung ist vorgesehen:

Südseite:

  • 5 Informationstafeln
  • 1 Hinweisstele
  • 2 Sitzgruppen
  • 2 Bänke
  • 3 Fahrradständer
  • 4 Abfallbehälter
  • 2 Inschriftensteine
    (Frankenwald- und Fichtelgebirgsverein)
  • 1 Granitplatte mit Gravur
  • 1 Boot („Mainwiege")
  • 1 Kilometerschild Mainkilometer 0,0

zusätzlich

  • 4 Hinweisschilder zum Infopoint an den Abzweigungen der Radwege

Die Anlagen werden auf geeigneten Fundamenten fest an ihren Standorten installiert.

Die benötigten Flächen liegen auf Grundstücken der Stadt Kulmbach. Sie sollen entweder mit Rasengittersteinen gepflastert oder als wassergebundene Decke naturnah befestigt werden (rd. 130 m2 auf der Südseite).

Zum Gewässer wird der Infopoint mittels eines Geländers abgegrenzt. Dieses soll zusammen mit einer niedrigen, standortgerechten Schutzbepflanzung ein Betreten der direkten Uferzone verhindern.

Einige Baumpflanzungen dienen der gestalterischen Integration in das Landschaftsbild und als Schattenspender für die Verweilflächen.

Dabei kommen zwei Baumspenden zum Einsatz:
Populus nigra = Spendenbaum, Pension Maintal;
Fraxinus excelsior = Spendenbaum Lions Club.

 

246 KB

4. Nutzen für das LAG Gebiet

Ein markanter Punkt wird erlebbar gemacht, der breite Bevölkerungsschichten anspricht.
Auch im Kulmbacher Land verbrachten schon in alten Tagen viele Menschen ihre Freizeit in der Nähe des Flusses, nutzten die Mainwiesen zu ausgedehnten Spaziergängen, zum Fischen, Spielen und in früherer Zeit wuschen Frauen die Wäsche im Fluss. Der Main ist Geschichte und Gegenwart. Dies gilt es zu bewahren.

Am Zusammenfluss des Roten und Weißen Mains kann der Jugend lebendige Heimatkunde vermittelt werden. Mit dem eingereichten Förderprojekt will die Stadt Kulmbach bei der Bevölkerung und ihren Besuchern, bei Jung und Alt, Geschichtsbewusstsein wecken, Naturerleben fördern und naturnahen Tourismus stärken. Durch die Maßnahme entwickeln sich neue Perspektiven für den Rad- und Wandertourismus, der Heimatinteressierte mit der Ursprungsgeschichte des Mains in Kontakt bringt. So wird die Verbindung zum Fluss, zu seinen Quellen, dem Zusammenfluss und dem Verlauf, aber auch zur Großen Kreisstadt Kulmbach und der geschichtsreichen oberfränkischen Region gestärkt.

Steinenhausen und die traditionsreiche Ortschaft Melkendorf, das in kurzer Distanz gelegene Naherholungsgebiet Mainaue mit hohem Freizeit- und Erholungswert: Sie alle sind einladende Partner für Familien und Kinder, die Landschaft und Natur erwandern oder mit dem Rad erkunden wollen. Der Mainzusammenfluss ist ein heimatkundliches Angebot und das Vorhaben erweitert das touristische Angebot rund um Kulmbach.

Im nahegelegenen Kulmbacher Ortsteil Melkendorf befindet sich eine Station des Internationalen Skulpturenweges. Dort lädt die Skulptur „Machtpause“ des Berliner Künstlers Rolf Wicker, bestehend aus einer achteckigen Sitzbank, die in ihrer Form auf die Ornamentik des Sternenmantels von Kaiser Heinrich II. zurück geht, zum Verweilen ein. Auf Initiative des Internationalen Künstlerhauses „Villa Concordia“ Bamberg und in Kooperation mit der Stadt Kulmbach wurde anlässlich des 1000jährigen Jubiläums des Bistums Bambergs die Skulptur „Machtpause“ am 22.12.2007 in den Internationalen Skulpturenweg, dessen Stationen sich über ganz Europa erstrecken, aufgenommen.

5. Nachhaltigkeit

Die Informationsanlage wird gemäß naturschutz- und wasserrechtlichen Vorschriften errichtet. Ein Geländer und eine niedrige, standortgerechte Bepflanzung sollen ein Betreten der direkten Uferzone verhindern. Einige Baumpflanzungen dienen der gestalterischen Integration in das Landschaftsbild und als Schattenspender. Geplant sind folgende Baumarten: Populus nigra (Schwarzpappel) und Fraxinus Excelsior (Gemeine Esche). Die Pflege der Anlage erfolgt durch die Stadt Kulmbach auch über die 12 Jahre Bindungsfrist der Maßnahme hinaus, z.B. Müllbeseitigung und Instandhaltungsarbeiten nach Über-schwemmungen.

6. Einhaltung der LEADER- und Projektauswahlkriterien

(Checkliste gemäß REK)

6.1. Musskriterien

6.1.1. Lage des Projektes im Gebiet einer ausgewählten LAG

Die Anlage liegt am Mainzusammenfluss bei Steinenhausen (Stadtgebiet Kulmbach) und somit im Gebiet der LAG Kulmbacher Land.

6.1.2. Besondere Bedeutung oder nachvollziehbarer Nutzen für das LAG

Der Informationspunkt stellt die einzigartige Lage von Kulmbach am Mainzusammenfluss heraus und ist notwendig um weiterhin einen Beitrag zum Tourismus als Wirtschaftsfaktor zu leisten. Um auch weiterhin für Gäste attraktive Angebote vorzuhalten, gilt es das Besondere und Authentische des Kulmbacher Landes zu betonen.

6.1.3. Einbindung der Bevölkerung

Die Maßnahme wird von einer breiten Bevölkerungsschicht gewünscht. Vereine, wie Frankenwaldverein und Fichtelgebirgsverein sind für die Gestaltung der Informationstafeln mit eingebunden. Aus der Bürgerschaft sind bereits Zusagen für Baumspenden eingegangen.

6.1.4. Nachhaltigkeit

Auf den Informationstafeln werden auch die Belange des Natur- und Wasserschutzes dargestellt. Die Anlage wird durch die Stadt Kulmbach naturnah gestaltet und gepflegt und trägt somit zur ökologischen Nachhaltigkeit bei. Durch gezielte Hinweisbeschilderung zur Informationsanlage werden Gästewege kanalisiert. Mussten Besucher bisher den Mainzusammenfluss suchen, werden sie nun geführt durch das Landschaftsschutzgebiet geleitet.

6.1.5. Zuordnung zu einem REK - Handlungsfeld

Die Maßnahme ist Teil des REK Handlungsfeldes A: Tourismus und Lebenskultur.
Sie tangiert auch in Teilbereichen das Handlungsfeld D: Familienfreundliches Kulmbacher Land und trägt zu dessen Stärkung bei.

6.1.6. Beitrag zur Umsetzung der integrierten regionalen Entwicklungsstrategie der LAG

Das Projekt Mainzusammenfluss liefert einen Beitrag zur Umsetzung der integrierten regionalen Entwicklungsstrategie der LAG. Der Mainzusammenfluss ist aufgrund seiner Einzigartigkeit von großer symbolischer Bedeutung für die Region Oberfranken. Der Zusammenfluss steht symbolisch für die Verbindung der Landschaften im Einzugsbereich des Roten (Bayreuth) und des Weißen (Fichtelgebirge) Mains.
Das Erlebbarmachen und die Erschließung dieses Ortes dienen dem regionalen Entwicklungsziel, die Teillandschaften der Region miteinander zu vernetzen und dabei wichtige, diese Vernetzung symbolisierende Orte herauszustellen. Für das regionale Entwicklungsziel einer Vernetzung und Vermarktung von fluss- und wasserorientierten Angeboten wird somit ein wichtiger Baustein realisiert. Zusammen mit dem Neubau der Mainbrücke, der zugehörigen Radwegverbindung und der Aufwertung von Wanderwegen ergeben sich zahlreiche Synergieeffekte im Hinblick auf die touristische Aufwertung der Region Oberfranken.

6.2. Spezifische Kriterien

6.2.1. sektorübergreifende Vernetzung

Das Projekt hat eine wichtige Bedeutung zur Unterstützung regionaler Entwicklungsziele.
Der Mainzusammenfluss ist ein einzigartiges Naturgut und ein mystischer Ort des Kulmbacher Landes. Erst mit dem Projekt wird verstärkt auf diesen Ort aufmerksam gemacht und damit sowohl der regionale als auch der überregionale Tourismus gestärkt. Der Erholungswert der Region wird damit ebenfalls stärker herausgestellt, der Rad- und Wandertourismus kann gleichfalls davon profitieren.
Das Projekt stellt ein familien- und kinderfreundliches Angebot dar und trägt insgesamt zur Stärkung der Lebensqualität im Kulmbacher Land bei. Insgesamt wird damit der Main als zentrale touristische Achse Frankens im Kulmbacher Land herausgestellt und eine stärkere Vernetzung als „Lebensader" mit anderen oberfränkischen Regionen erwirkt.

6.2.2. Modellcharakter

Die Infoanlage stellt die Einzigartigkeit des Mainzusammenflusses heraus, ist neu und beispielhaft auch in anderen LAGs mit markanten geographischen Punkten durchzuführen (Übertragbarkeit auf andere Regionen). Sie ist ein Musterbeispiel dafür, ein touristisches Alleinstellungsmerkmal aktiv erlebbar zu machen und gleichzeitig auf eine intakte Naturland-schaft nachhaltig aufmerksam zu machen.

6.2.3. Berücksichtigung bestehender Planungen oder Entwicklungskonzepte

Das Projekt fügt sich nahtlos ein, es bestehen keine Konflikte mit anderen Bereichen. Das Gegenteil ist der Fall. Die Erschließung und das Erlebbarmachen des Mainzusammenflusses dienen daher dem regionalen Entwicklungsziel, die Teillandschaften der Region, z. B. Fichtelgebirge und Rotmaingebiet, miteinander zu vernetzen und wichtige, diese Vernetzung symbolisierende Orte herauszustellen. Durch die Schaffung eines Informationspunktes mit Verweilplatz im Zusammenhang mit dem Neubau der Mainbrücke und der dazu gehörigen Radwegeverbindung ergeben sich zahlreiche Synergieeffekte im Hinblick auf die touristische Aufwertung der Region Oberfranken.

6.2.4.Sicherung oder Schaffung von Arbeitsplätzen

Durch das Projekt werden zwar grundsätzlich keine Arbeitsplätze geschaffen, aber mittelbar sichert das Projekt durch die Stärkung des Tourismus vorhandene Arbeitsplätze auf diesem Gebiet.

6.2.5. Beitrag zur überregionalen Profilierung der Region

Das Projekt trägt zur überregionalen Profilierung der Region bei. Es stärkt die Heimatverbundenheit der Bevölkerung. Das beantragte Förderprojekt fügt sich nach Auffassung der Stadt Kulmbach hervorragend in die zahlreichen Initiativen des Bezirks Oberfranken ein, die Flusslandschaften für Einheimische und für Gäste aus nah und fern attraktiv zu machen.

Seit jeher haben Touristen aus dem In- und Ausland den Mainzusammenfluss besucht. Die überregional bedeutsame „Wiege des Mains" hat eine hohe Anziehungskraft auch für auswärtige Besucher. Durch die Verbindung mit dem Rotmainradweg über die neue Brücke führt nun auch der mit fünf Sternen zertifizierte Mainradweg an diesen wichtigen Ort. Ohne Zweifel entfaltet die Erlebbarmachung des Mainzusammenflusses eine touristische Anziehungskraft von überregionalem Ausmaß.
Für Kulmbach ist es etwas Besonderes und Wertvolles, die Stadt am Zusammenfluss des Roten und Weißen Mains zu sein. Dieses Empfinden will die Stadt mit der Bevölkerung, mit Gästen und Besuchern teilen. Der Mainzusammenfluss ist aufgrund seiner Einzigartigkeit von großer symbolischer Bedeutung für die Region Oberfranken und über deren Grenzen hinaus. Dies ist zum Beispiel auch auf allen Deutschland - Wetterkarten im Fernsehen ersichtlich.

Am Zusammenfluss des Roten und Weißen Mains kann der Jugend lebendige Heimatkunde vermittelt werden. Mit dem eingereichten Förderprojekt will die Stadt Kulmbach bei der Bevölkerung und ihren Besuchern, bei Jung und Alt, Geschichtsbewusstsein wecken, Naturerleben fördern und naturnahen Tourismus stärken. Durch die Maßnahme entwickeln sich neue Perspektiven für den Rad- und Wandertourismus, der Heimatinteressierte mit der Ursprungsgeschichte des Mains in Kontakt bringt. So wird die Verbindung zum Fluss, zu seinen Quellen, dem Zusammenfluss und dem Verlauf, aber auch zur Großen Kreisstadt Kulmbach und der geschichtsreichen oberfränkischen Region gestärkt.

Steinenhausen und die traditionsreiche Ortschaft Melkendorf, das in kurzer Distanz gelegene Naherholungsgebiet Mainaue mit hohem Freizeit- und Erholungswert: Sie alle sind einladende Partner für Familien und Kinder, die Landschaft und Natur erwandern oder mit dem Rad erkunden wollen. Der Mainzusammenfluss ist ein heimatkundliches Angebot und das Vorhaben erweitert das touristische Angebot rund um Kulmbach.

6.2.6. Steigerung des Erlebniswertes der Region

Das Projekt ist zeitgemäß und entspricht aktuellen touristischen Anforderungen. Im Zuge eines gestiegenen Umweltbewusstseins in der Bevölkerung ergibt sich auch ein vermehrter Bedarf an „sanftem" Tourismus.

Sowohl Besucher als auch Einheimische haben ein höheres Bedürfnis, Natur zu erleben und in einer immer hektischer werdenden Welt eins mit der Natur zu werden, sich gleichzeitig sportlich in der Natur zu betätigen und an einladenden Ruheplätzen zu verweilen und die Natur zu genießen.

Familien wird durch das Projekt ebenso ein gemeinsames Verweilen in der Natur ermöglicht und gleichzeitig die Gelegenheit gegeben, überregionale, heimatkundliche und ökologische Information zu erfahren und zu nutzen.

Das Projekt trägt außerdem dazu bei, Gäste in die Region zu holen, da der Mainzusammenfluss als markanter und symbolträchtiger Ort aufgewertet und bekannt gemacht wird.