 Bier und Schweiß flossen in Strömen"Abschlussbilanz"
120.000 Gäste besuchten die 60. Kulmbacher Bierwoche, die gestern Abend zu Ende ging. Die Kulmbacher Brauerei freute sich über die tolle Stimmung und über ein diszipliniertes Publikum.Die Hände zum Himmel: Bei der 60. Kulmbacher Bierwoche, die gestern Abend zu Ende ging, vergnügten sich über 120.000 Besucher.  Rundum zufrieden war die Kulmbacher Brauerei mit dem Verlauf der 60. Bierwoche. „Die Stimmung war toll, wir haben eine der schönsten Bierwochen erlebt, wie es bei einem runden Geburtstag sein soll“, erklärte Bierfestorganistor Michael Schmid. Und da sich auch noch der Sommer einstellte, flossen Festbier und Schweiß bei den über 120.000 Besuchern in Strömen.
An den neun Tagen ging es im Stadel hoch her, und am Abschlusswochenende war der Ansturm noch einmal gewaltig. „Samstagabend war fast kein Durchkommen mehr. Viel mehr Leute bringen wir gar nicht unter“, meinte Schmid. Aber trotz des enormen Andrangs seien die Besucher wieder sehr diszipliniert gewesen. „Es war das von allen Seiten gewünschte friedliche Fest.“
Eine Einschätzung, die auch von der Polizei geteilt wird. „Unser Konzept funktioniert sehr gut“, betonte der Kulmbacher Inspektionsleiter Gerhard Renk. Durch die Präsenz des Sicherheitsdienstes hätten sich große Schlägereien erst gar nicht entwickeln können. Es habe auch keine schwerer Verletzten gegeben. Insgesamt neun Personen – sieben Männer und zwei Frauen – seien in Polizeigewahrsam genommen worden und in die Ausnüchterungszelle gekommen.
Sehr vernünftig, so Renk weiter, seien die Autofahrer gewesen. Die Polizei habe nur einen Führerschein sichergestellt. Drei Autofahrer müssten demnächst für vier Wochen laufen, weil sie über 0,5 Promille hatten. Auffällig geworden seien jedoch einige Radfahrer („Einer hatte sogar noch eine Flasche Bier in der Hand“), die alle mit mehr als zwei Promille erwischt wurden.
Ein Kompliment machte Schmid den vier Festwirten Adelheid Babo (Kulmbacher), Günther Limmer (Kapuziner), Fritz Räther (EKU) und Werner Glaser (Mönchshof). „Sie haben enormes Durchhaltevermögen an den Tag gelegt“, versicherte er. Sie hätten zusammen mit den Brauereimitarbeitern für einen reibungslosen Ablauf der 60. Bierwoche gesorgt.
„Einen tollen Job“ habe die Frankenfarm-Mannschaft von Jürgen Stübinger gemacht, die die Gäste mit kalten und warmen Speisen versorgte. Schmid: „Spitzenreiter waren die gekochten Haxen mit Kraut.“ Absatzzahlen im PlusVollauf zufrieden sei die Brauerei mit den Absatzzahlen. „Wir haben einige Maß mehr verkauft als letztes Jahr“, bilanzierte Schmid. Das Festbier habe mit zirka 75 Prozent die unumstrittene Spitzenstellung. Weizenbier komme auf 14 Prozent. „Aber auch die alkoholfreien Getränke steigen weiter.“
Das Team der Rettungswache mit BRK, Maltesern und DLRG musste einige Mal ausrücken – vor allem, weil nicht jeder Kreislauf die hohen Temperaturen im Stadel aushielt. Ein großes Lob sprach Schmid den Musikern aus, die für jeden Geschmack etwas geboten hätten. Das Konzept, tagsüber heimische Musikvereine und abends die Stimmungskapellen spielen zu lassen, habe sich erneut bewährt. Die „Isartaler Hexen“, so kündigte er an, sollen nächstes Jahr gleich dreimal spielen.
Schmid bedauerte es, dass es nun ein ganzes Jahr dauert bis zur nächsten Bierwoche – bis zum Anstich am3 1. Juli 2010.
Quelle: - Bayerische Rundschau vom 03.08.2009 - Foto: Rainer Unger |