 Budenzauber in toller Atmosphäre"Advent"
Erstmals fanden am Wochenende mehrere Märkte parallel statt. Tourismusmanager Helmut Völkl ist mit der Resonanz zufrieden.
Attraktiver und größer sollte der Kulmbacher Weihnachtsmarkt werden und sich möglichst harmonisch mit dem Kunsthandwerkermarkt im Burggut, dem Adventsmarkt der Gummistiftung, der Modellbahnausstellung, dem Bücherflohmarkt und dem Basar der Nepalhilfe ergänzen. Das alles in Kombination mit dem verkaufsoffenen Sonntag lockte am Wochenende tausende Besucher in die Innenstadt und bescherte den Händlern viel Interesse und gute Umsätze.  „Das Konzept ist aufgegangen“, freut sich Tourismusmanager Helmut Völkl. „Die Märkte haben gute Resonanz gefunden, und unser Weihnachtsmarkt im Oberhacken bot mit 30 Ständen drei Mal mehr als im Vorjahr, noch einmal so viele boten ihre Waren im Burggut an.“ Gibt es Verbesserungsbedarf im nächsten Jahr? „Wir konnten ja im Vorfeld nur hoffen, aber nicht wissen, dass die Idee gut angenommen wird. Insgesamt sind wir sehr zufrieden, aber natürlich gibt es immer noch Kleinigkeiten, an denen man feilen kann.“ Dazu gehören beispielsweise die Öffnungszeiten. „Es wäre ideal, wenn sich alle Veranstalter auf gemeinsame Öffnungszeiten verständigen könnten, der Oberhacken etwas früher aufmacht, das Burggut etwas länger. Es ist immer gut, wenn sich die Besucher nur eine Zeit merken müssen.“  „Die Atmosphäre stimmt“Freunde des Kunsthandwerks kamen im Burggut und im Martin-Luther-Haus auf ihre Kosten. Die Händler und Aussteller zeigten sich am Sonntagabend zufrieden mit dem Interesse der Kulmbacher und den Umsatzzahlen. Auch die übrigen 27 Aussteller konnten sich über einen Mangel an Interessenten nicht beklagen. Die Stände waren an allen Tagen dicht umlagert, zumal es viel zu sehen gab: Klöpplerinnen, Bildhauer, Drechsler und Spinnerin zeigten ihre Kunstfertigkeit, und viele liebevoll in Handarbeit gefertigte Kunstgegenstände wechselten die Besitzer. Musiker, Märchenerzähler und Schauspieler pendelten zwischen den Märkten.  Ideale Kombination
Über ein erfolgreiches Wochenende freuen sich auch die Eisenbahnfreunde Kulmbach, deren Modellbahnausstellung in der Stadthalle großen Zulauf fand. „Die Kombination mit dem Weihnachtsmarkt und dem verkaufsoffenen Sonntag war für uns sehr positiv, und das Wetter hat auch gepasst“, sagt Gerhard Kaul vom Organisationsteam der Eisenbahner. Eine der Hauptattraktionen der Ausstellung im Saal der Stadthalle war die Modell-Landschaft der Stadt Kulmbach aus den sechziger Jahren, entlang der Eisenbahnschienen von der Berliner Brücke bis zur Firma Ireks. Dort waren Dampfloks und Dieseltriebwagen im Miniaturformat zu bestaunen.  Für die Jüngsten gab es die Lehmann Gartenbahn zum Anfassen. Die Coburger Eisenbahner stellten als Gäste eine schön gestaltete Anlage aus. Viele Interessierte drängten sich auch um die Märklin-Bahn aus den fünfziger Jahren und diverse Privatanlagen in verschiedenen Spurweiten. Zu viel auf einmal
Etwas weniger Umsatz als in den Vorjahren machte dagegen der Nepalhilfe-Verein mit seinem Basar im Foyer der Stadthalle. Sonja Promeuschel vom Vorstand des Vereins führt dies auf das Überangebot zurück. „Bei so vielen Basaren und Marktständen mit vergleichbarem Angebot, müssen sich die Kunden entscheiden, wo sie hingehen und kaufen.“ Promeuschel hätte es lieber gesehen,wenn sich die adventlichen Einkaufsmöglichkeiten auf mehrere Wochenenden verteilt hätten. „Jetzt ist alles vorbei, und in den nächsten vier Wochen nichts mehr. Vor allem den verkaufsoffenen Sonntag hätte es nicht zusätzlich noch gebraucht, nicht zuletzt auch wegen der Parkplatzsituation in der Innenstadt.“  Bedauert wurde von etlichen Besuchern auch, dass es keine direkte Verbindung zwischen den Märkten im Oberhacken und im Burggut gab. Fluchtwege müssen sein
Dieses Problem ist auch Helmut Völkl bewusst, aber das sei den örtlichen Gegebenheiten geschuldet und nicht zu ändern. „Auf den schmalen Verbindungswegen bekommt man keinen Stand unter. Das ist einerseits wegen der Fluchtwege nicht zulässig, andererseits würde es die Laufwege für die Besucher noch verknappen.“  Bezahlt gemacht haben sich nach Völkls Auffassung die umfangreichen Werbemaßnahmen im Vorfeld. Für das nächste Jahr erhofft er sich noch einige Aussteller mehr: „Dann könnten wir den Markt noch bis zum Badhaus ausdehnen – für noch mehr stimmungsvolle Atmosphäre.“
Quelle: - Bayerische Rundschau vom 29.11.2011 - Fotos: Sonja Adam |  | |  |