 Burg beflügelt fränkische Künstler"Sommerakademie"
Das erste Symposium ist zuende gegangen. Während einer Woche gemeinsamer Arbeit entstand eine Fülle beeindruckender Werke.
Bambusmatten sind die Grundlage für die Kunstwerke von Gottfried Faas.  Das erste Künstler-Symposium, das in der vergangenen Woche auf der Plassenburg stattfand, wurde gestern mit einer beeindruckenden Schau abgeschlossen. 13 Künstler aus ganz Franken präsentierten ihre Kunstwerke. Dabei war es vor allem die Vielfalt, die beeindruckte.
Der Bund fränkischer Künstler möchte neue Wege gehen. Ein Meilenstein auf diesem Weg ist das neu ins Leben gerufene Künstlersymposium. Geleitet hat das Symposium Helga Hopfe aus Schimmendorf, bei der sich Vorsitzender Reinhard G. Bienert herzlich bedankte. Schon jetzt stehe fest, dass man die Veranstaltung im nächsten Jahr in den Pfingstferien wiederholen und dann auf zwei Wochen ausdehnen werde.
Schon während des Symposiums, als „Sommerakademie“ konzipiert, konnten Interessierte den Künstlern bei der Arbeit zusehen und ihre Werke begutachten. Zum Abschluss zeigten Kerstin Amend Pohlig aus Coburg, Reinhard G. Bienert aus Nürnberg, Chris Engels aus Erlangen, Gottfried Faas aus Wolkersdorf, Teresa Fabra Cadena aus Lauf, Christl Goller aus Bayreuth, Helga Hopfe, Rose Meerwein aus Berlin, Pia Morgenthum aus Nürnberg, Birgit Möller-Klimek aus Fürth, Petra Münch aus Bamberg, Anneliese Raab aus Nürnberg und Ljuba Turban aus Petersburg, die nun in Schwabach wohnt, ihre neu entstandenen Werke, die in den vielfältigsten Stilrichtungen und Techniken ausgeführt sind. Bunt und kraftvoll sind die Bilder von Anneliese Raab.  „Das wichtigste beim Symposium war jedoch, dass sich die Teilnehmer gegenseitig bereichert haben“, erläuterte Rose Meerwein stellvertretend für alle.
„Kunst verbindet – und dieses Symposium war der Beweis. Hier sind Freundschaften entstanden“, sagte Helga Hopfe in ihrer Bilanz. „Ich hoffe, dass dieses erste Symposium ein gutes Fundament für weitere sein wird.“
Die Werke, die in den letzten Tagen entstanden sind, können sich sich sehen lassen. So gestaltete der einzige Mann unter den Teilnehmern, Gottfried Faas aus Wolkersdorf, Bambusmatten mit einzigartigen Kunstwerken. Diese bereicherte er mit Installationen. Chris Engels aus Erlangen hat sich als Lieblingsfarbe Gelb ausgewählt. „Das ist aber nicht generell so, sondern variiert“, erzählt die Künstlerin selbst. Anneliese Raab aus Nürnberg hat aus der Not eine Tugend gemacht. Während des Symposiums sind ihr die Leinwände ausgegangen. Kurzerhand verwandelte sie ein T-Shirt in ein Kunstwerk mit ihren kunterbunten, sehr positiv anmutenden, Figuren. Die ungeheurere Vielfalt der Farben und Arbeitsweisen wurde deutlich – und dies machte das Symposium so spannend.
Quelle: - Bayerische Rundschau vom 31.05.2010 - Fotos: so. |  | |  |