 Chor aus 1000 Hörnern erklingt"Jagdhorn"
Der Jagdschutz- und Jägerverein richtet im Juni in Kulmbach den landesweiten Bläser-Wettbewerb aus. Dazu gibt es ein Rahmenprogramm mit Gottesdienst und Konzert.
Auf den Landes-Wettbewerb der Jagdhornbläser im Juni freuen sich Veranstalter und Sponsoren (von links) Gastronom Otto Krug, Direktor Gerhard Zettel von der Kulmbacher Bank, Brauerei-Vorstand Markus Stodden, Oberbürgermeister Henry Schramm, Enoch zu Guttenberg, Otto Kreil und Peter Müller vom JJV Kulmbach und Regionalverkaufsleiter Dierk Hain von der Kulmbacher Brauerei.  Der kleine Enoch zu Guttenberg konnte noch nicht einmal Noten lesen, da hat er schon das große Parforce-Horn geblasen. Jagd und Jagdhornwaren auch in der Folgezeit in seinem Leben präsent. Deswegen hat Enoch zu Guttenberg – längst erwachsen geworden und ein renommierter Dirigent - gerne die Schirmherrschaft für eine Veranstaltung übernommen, die im Juni über 1000 Jagdhornbläser nach Kulmbach führen wird.
Und er tut dies nicht allein aus Liebe zur Musik. „Dass mein Sohn Karl-Theodor zu Guttenberg und ich gemeinsam die Schirmherrschaft für diese Veranstaltung übernehmen, ist auch der Versuch, das oft schiefe Bild von Jagd und Jagdhornblasen in der Öffentlichkeit gerade zu rücken“, sagt er und verweist auf die lange Tradition, die bis in die Zeit Ludwigs XIV. zurück reicht.
Organisator der Veranstaltung mit den prominenten Paten ist Peter Müller, Vorsitzender des Jagdschutz- und Jägervereins (JJV) Kulmbach. Auch er beruft sich auf die lange Geschichte des Jagdhornblasens: Die Hörner seien Signalgeber für jede Art jagdlicher Aktivität gewesen und dienten bis in die Neuzeit den Jägern zur Verständigung untereinander.
„Hörner waren einst das, was heute das Handy ist“, sagt Müller und betont, dass man froh sei, dass es auch im Technikzeitalter Menschen gebe, die das Jagdhornblasen pflegten und auf diese Weise „das sympathische Gesicht der Jagd“ nach außen tragen.
Das Treffen der Jagdhornbläser im Juni beschränkt sich nicht nur auf den Wettbewerb. Müller verspricht ein Rahmenprogramm für viele Menschen. So wird es zum Auftakt einen Hubertusgottesdienst in der Petrikirche geben, in dem Jagdhörner eine tragende Rolle spielen. Auf dem Zentralparkplatz informiert eine Ausstellung über Wald und Wild; mit einem Konzert vor dem Rathaus werden sich die Bläser dann von den Kulmbachern verabschieden. Termine
Hubertusgottesdienst Samstag, 19. Juni, 19 Uhr, Petrikirche. Ökumenischer Gottesdienst mit Orgel- und Hornbegleitung, u.a. „Hubertusmesse" Abschlusskonzert Sonntag, 20. Juni, 16 Uhr vor dem Rathaus Ausstellung „Wald - Feld - Flur und Wild" am Sonntag auf dem Zentralparkplatz Mehr Information in Kürze im Internet unter www.jjv-kulmbach.de
Quelle: - Bayerische Rundschau vom 25.03.2010 - Foto: Katrin Geyer
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