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Das Festbier schmeckt lecker

"Probeanstich"

Die Zeremonie vor der Bierwoche sieht Oberbürgermeister Henry Schramm als „wichtigsten Termin im Jahresablauf“ an. Die Veranstaltung ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.

Im Bild von links Braumeister Hermann Nothhaft, Festwirt Günther Limmer, OB Schramm, das Vorstandsmitglied der Kulmbacher Brauerei, Markus Stodden, sowie die Büttner Fabian Voigt und Peter Grünert.

Im Bild von links Braumeister Hermann Nothhaft, Festwirt Günther Limmer, OB Schramm, das Vorstandsmitglied der Kulmbacher Brauerei, Markus Stodden, sowie die Büttner Fabian Voigt und Peter Grünert.

Ein erlesener Kreis konnte gestern, 17 Tage vor der Eröffnung der 62. Kulmbacher Bierwoche, das Festbier testen. „Sehr lecker", befindet OB Henry Schramm, der im Mönchshof-Bräuhaus mit einem gekonnten Schlag den Probeanstich vollzieht. Und fügt mit halbwegs ernsthafter Miene hinzu: „Der Anstich zur Kulmbacher Bierwoche ist der wichtigste Termin für den Oberbürgermeister im Jahresablauf."

5,7 bis 5,9 Prozent

Ab dem 30. Juli wird Kulmbach neun Tage lang wieder das Mekka der Bierfreunde sein. Dass die Charaktere der Biere seit über 70 Jahren festgeschrieben sind, betont Braumeister Hermann Nothhaft. „Wir halten uns dabei an alte Rezepturen der EKU, der Mönchshof und der Reichelbräu. Die Biere haben eine Stammwürze von 13,4 Prozent und einen Alkoholgehalt von 5,7 bis 5,9 Prozent", informiert er. Das Mönchshof-Festbier sei fein und mild gehopft, es präsentiere sich traditionell etwas weicher, weniger bitter und weise eine goldgelbe Farbe auf.

Der EKU-Gerstensaft zeichne sich durch eine ausgeprägte Bittere aus und sei genau das Richtige für die Bierfestbesucher, die eine kräftige Hopfennote zu schätzen wissen.

Für den malzaromatischen Geschmack und Geruch des „Kulmbacher" zeichnen laut Nothhaft Spezialmalze verantwortlich. „Das bernsteindunkle Bier mit seiner spürbaren Bittere des Aromahopfens zeigt einen deutlichen farblichen und charakterlichen Unterschied zu den beiden anderen Festbieren", so der Braumeister.

Das Kapuziner-Weißbier stelle eine erfrischende Alternative zu den drei Festbieren dar.

Als „bestens ausgesucht und bewährt" tituliert Henry Schramm die Festwirte Günther Limmer, Werner Glaser, Fritz Räther und Adelheid Babo. Trotz der Sanierungsarbeiten am Rathaus würden dort auch heuer die Fässer aufgestellt und die Gäste am ersten Bierfestsamstag empfangen, um von dort zum Stadel marschieren zu können. „Das Bierfest ist für die Stadt das wichtigste Event, das zahlreiche prominente Gäste anziehen wird", ist der Oberbürgermeister überzeugt.

So sieht es auch stellvertretender Landrat Jörg Kunstmann: „Das Bierfest ist ein Stück Heimat und ein Stück Identität für jeden Kulmbacher, es ist das herausragende Ereignis im Landkreis."

Vorstandsmitglied Markus Stodden hebt den bedeutenden Wirtschaftsfaktor des Bierfestes nicht nur für die Gastronomie und den Einzelhandel, sondern für die gesamte Region hervor. „Die Gäste sind immer wieder überrascht, was wir hierher zaubern. Viele kommen lieber nach Kulmbach als zum Münchner Oktoberfest, weil bei uns alles sehr familiär abläuft", stellt Stodden fest. Und weiter: „Das Bierfest ist jung und lebendig, es ist eine gelungene Mischung zwischen Tradition und Moderne." Das neue Bierfestplakat verbreite einen Hauch Nostalgie aus den 60-er und 70-er Jahren.

Wer schreibt den Stadel-Hit?

Bierfest-Organisator Michael Schmid stellte das Programm an den neun Tagen vor. Erstmals sind heuer alle Fans der Veranstaltung aufgerufen, zur Melodie von „Marmor, Stein und Eisen bricht" einen Text zu dichten und somit den Stadl-Hit 2011 zu kreieren. Der Text des Gewinners wird bei der Bierwoche regelmäßig gespielt, versichert Schmid.


Quelle:
- Bayerische Rundschau vom 13.07.2011
- Fotos: Rainer Unger

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