 Der Staat hilft bei der Karriere"Förderung"
Wer beruflich mehr erreichen will, kann bis zu 500 Euro Bildungsprämie bekommen. Beraterin Ines Ramming und VHS-Leiterin Grete Rauh stehen Antragstellern in Kulmbach zur Seite.
Ines Ramming (links) und Grete Rauh helfen Bildungswilligen, in den Genuss staatlicher Fördermittel zu kommen.  Sie wollen beruflich weiterkommen und möchten sich weiterbilden? Sie haben schon einen Kurs oder Lehrgang gefunden, den Sie sich aber vielleicht nicht leisten können?Oder Sie möchten wissen, welche Möglichkeiten es für Sie gibt, sich weiter zu qualifizieren und dabei Hilfe vom Staat zu bekommen? Für all diese Fragen ist Ines Ramming die richtige Ansprechpartnerin. Sie ist seit Juni als Bildungsprämien-Beraterin in der neuen zentralen Beratungsstelle in den Räumen der VHS tätig.
Bildung kostet Geld, und bei manchem scheitert der Wunsch nach höherer Qualifizierung schlicht am Geld. Deshalb wurde Mitte 2009 die Bildungsprämie eingeführt. „Das Programm läuft bis Ende 2011 und ist nicht nur für Geringverdiener interessant“, so Ines Ramming. Es gibt Einkommensgrenzen
Die Förderung beantragen können Erwerbstätige mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von bis zu 25.600 Euro. Für Verheiratete liegt die Grenze bei 51.200 Euro. Als Erwerbstätige gelten angestellte Arbeitnehmer und Beamte, Selbstständige und Freiberufler, geringfügig Beschäftigte, Beschäftigte in Mutterschutz oder Elternzeit, Berufsrückkehrerinnen und mithelfende Familienangehörige von Selbstständigen. Nicht berücksichtigt werden Schüler, Studierende und Auszubildende, Empfänger von Arbeitslosengeld, Rentner, Zivil- und Wehrdienstleistende.
Die Höhe der Prämie richtet sich nach den Kosten der Weiterbildung. Finanziert wird die Hälfte der Kurs- und Prüfungsgebühren. Maximal gibt es 500 Euro.
Gefördert werden Maßnahmen für die individuelle berufliche Weiterbildung. Das können EDV- und Sprachkurse in der VHS ebenso sein wie eine Ausbildung zum Heilpraktiker, Weiterbildungen für Physiotherapeuten oder Gefahrgutkurse für Berufskraftfahrer. Zuerst zum Beratungsgespräch
Wichtig ist: Wer von der Bildungsprämie profitieren will, muss vor der Anmeldung zum Kurs einen Beratungstermin bei Ines Ramming absolvieren. „Rückwirkend gibt es keine Förderung.“ In dem Gespräch wird das Weiterbildungsziel festgelegt, zu dem der Kurs passen muss. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, bekommt der Bewerber einen Prämiengutschein, der drei Monate ab Ausstellungsdatum gültig ist und den man bei der Kursanmeldung einlösen kann. Berechtigte können jedes Jahr einmal einen Prämiengutschein erhalten.
Neben dem Prämiengutschein hat die Bildungsprämie noch eine zweite Komponente, so Ines Ramming: das Weiterbildungssparen. Diese Regelung ermöglicht es, angesparte vermögenswirksame Leistungen in Bildung zu investieren. Die Arbeitnehmersparzulage geht dabei nicht verloren, selbst wenn die normalerweise übliche Sperrfrist noch nicht abgelaufen ist. Einkommensgrenzen gibt es dabei nicht, ein Beratungsgespräch ist aber auch hier unverzichtbar. Prämiengutschein und Bildungsprämie dürfen kombiniert werden, um teurere Lehrgänge wie beispielsweise einen Meisterkurs zu finanzieren. Kontakt
Termine Wer einen Termin mit Ines Ramming vereinbaren möchte, wendet sich an VHS-Leiterin Grete Rauh, Telefon 09221/940-269.
Informationen Im Internet finden Interessierte auf der Seite www.bildungsprämie.info viele Tipps und Hinweise rund um die Möglichkeiten der staatlichen Weiterbildungsförderung.
Quelle: - Bayerische Rundschau vom 31.08.2010 - Foto: Dagmar Besand |  | |  |