Willkommen in Kulmbach - Die Markgrafenstadt mit Flair & der heimlichen Hauptstadt des Bieres

Der Wettergott spielt nicht mit

Manche Berufstätige sehnen ihn herbei, die Kirchen lehnen ihn ab und unter den Kulmbacher Händlern selbst ist er auch nicht unumstritten: der verkaufsoffene Sonntag. Gestern strömten zwar wieder Tausende Schaulustige aus ganz Oberfranken in die Innenstadt, doch diejenigen, die schwer mit Tüten beladen waren, bildeten die Ausnahme.

Schauen statt Kaufen war die Devise am dritten und letzten verkaufsoffenen Sonntag in diesem Jahr. Die Geschäfte hatten diesmal bereits ab 12 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Der Nieselregen, der bereits seit dem Morgen auf Kulmbach herabtropfte, hielt allerdings unerbittlich an. Und so lief auch das Geschäft für die heimischen Einzelhändler mittags äußerst zäh an.

Es dauerte bis zum Nachmittag, bis sich die Fußgängerzone einigermaßen füllte. Viele Passanten flüchteten sich vor dem Schmuddelwetter lieber ins Einkaufszentrum Fritz, wo der Schirm eingepackt oder die Mütze abgesetzt werden konnte. Sicherlich trug das trübe Wetter auch dazu bei, dass viele den Sonntag lieber zu Hause in der warmen Stube bei Kaffee oder Tee verbrachten, als dick und regensicher eingepackt durch die Kulmbacher Innenstadt zu bummeln.

Dennoch wurde den Besuchern einiges geboten. Neben dem Herbstmarkt auf dem Zentralparkplatz gab es für die jüngeren Besucher eine Stadtrallye mit Verlosung und der Kreisjugendring hatte Spielstationen aufgebaut. Die Kinder erwiesen sich dabei als deutlich "wetterfester" als mancher Erwachsene. Unverdrossen tummelten sie sich bei Spiel und Spaß im Freien.

Und auch die Einzelhändler selbst warben mit diversen Sonderangeboten, Ermäßigungen jedweder Art, Bonusheften und verschiedenen Aktionen um die Gunst der Kunden. "Natürlich gibt es viele, die nur schauen wollen, aber auch Kaufkunden", sagt Diana Katz von Katz&Katz auf Nachfrage der Frankenpost. Hätte das Wetter mitgespielt und die Sonne geschienen, wäre um 12 Uhr die Stadt voll gewesen, ist sie überzeugt. Ihrer Ansicht nach war es daher eine richtige Entscheidung, die Geschäfte zum verkaufsoffenen Sonntag diesmal bereits eine Stunde früher als üblich zu öffnen.

Gerade am Tag nach der Umstellung auf die Winterzeit erachtet es Diana Katz für sinnvoll, bereits am Mittag die Läden zu öffnen. "Schließlich wird es dann am Abend quasi auf einen Schlag eine Stunde früher dunkel, und da weiß man ja nie, ob sich die Kunden dann noch so lange in der Stadt aufhalten."

Quelle:
- Frankenpost vom 26.10.2009

www.frankenpost.de
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