 Die "Freunde der Plassenburg" wünschen sich ein Zollern-Netzwerk"Hauptversammlung"
Der Vorstand formiert sich neu. Vorsitzender ist jetzt Dr. Markus Ewald. Der Verein klagt über einen Rückgang von Mitgliedern und ausbleibende Spenden. Die Zufahrt zur Plassenburg ist immer noch ein Diskussionsthema.
Neu formiet hat sich die Spitze der „Freunde der Plassenburg“. Unser Bild zeigt (von links) Dr. Johannes Eriksen, Altlandrat Herbert Hofmann, Jörg Kunstmann, den scheidenden Vorsitzenden Professor Dr. Franz Meußdoerffer, Kathrin Heinemann von der Schlösserverwaltung, den neuen Vorsitzender Dr. Markus Ewald, Sigrid Daum, Dr. Klaus Trukenbrod, Verwaltungsrat Professor Dr. Wolfgang Protzner, Harry Weiß und Oberbürgermeister Henry Schramm.  Dr. Markus Ewald ist neuer Vorsitzender des Vereins "Freunde der Plassenburg". Bei der Hauptversammlung im Mönchshof-Bräuhaus formierte sich die gesamte Spitze der Vereinigung neu; zu Ewalds Stellvertretern wurden stellvertretender Landrat Jörg Kunstmann und die Leiterin des Bäckerei- und Brauereimuseums, Sigrid Daum, gewählt. Die bisherigen Vorsitzenden hatten sich nicht mehr zur Wahl gestellt. Kultur- und Wirtschaftsfaktor
Der langjährige stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Altlandrat Herbert Hofmann, dankte mit bewegten Worten dem scheidenden Vorsitzenden Professor Dr. Franz Meußdoerffer für die großen Verdienste, die dieser sich in seiner zwölfjährigen Amtszeit erworben habe. Sein Dank gelte ebenso allen Vorstandskollegen für die kollegiale Zusammenarbeit.
Die Plassenburg, so der Altlandrat in einem Rückblick, stelle eine Brücke zwischen Geschichte und Zukunft dar und sei ein Kultur- und Wirtschaftsfaktor von wachsender Bedeutung. "Wir sind gefordert, Aktivitäten zu entwickeln, um die Besucherzahlen zu halten und womöglich zu erhöhen."
Um in der Oberklasse aller Museen mitspielen zu können sei es unumgänglich ein "Hohenzollern-Netzwerk" zu forcieren, so Hofmann weiter.
Den Präsidenten der Bayerischen Verwaltung der Staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, Dr. Johannes Eriksen, der Gast der Versammlung war, bezeichnete Hofmann als einen großen Kenner der Plassenburg, der dem Verein in der Vergangenheit sets ein guter Freund und großer Unterstützer gewesen sei. Der Vorstand habe deshalb beschlossen, ihm die goldene Plassenburg-Münze zu verleihen.
Eriksen lobte die "Freunde der Plassenburg" als einen der wenigen Vereine, "die fördern und nicht nur fordern". Die viel diskutierte Freigabe der Zufahrt zur Plassenburg für den allgemeinen Fahrzeugverkehr hält Eriksen allerdings "nach wie vor für sehr problematisch". Er bedauere es immer noch, dass das Aufzug-Projekt keine Zustimmung gefunden habe.
Wie Schatzmeister Harry Weiß berichtete, sind die Finanzen der "Freunde der Plassenburg" zwar geordnet und das Vermögen konnte vermehrt werden. Den Rückgang der Mitgliederzahl und das Ausbleiben von Spenden sehe man jedoch mit Sorge. "Große Schuhe"
Er sei sich bewusst, "welch große Schuhe uns unsere Vorgänger hingestellt haben", betonte der neue Vorsitzende Markus Ewald, der ebenso wie seine beiden Stellvertreter einstimmig gewählt wurde. Schatzmeister bleibt Harry Weiß, Schriftführer Dr. Klaus Trukenbrod.
Oberbürgermeister Henry Schramm sicherte den "Freunden der Plassenburg" die Unterstützung der Stadt Kulmbach zu und betonte, dass die Gelder, die von der Bayerischen Staatsregierung investiert worden seien, nicht nur einer Stadt oder einer Burg, sondern einer ganzen Region zu Gute gekommen seien.
Vorsitzender Ewald skizzierte anschließend kurz die Aufgaben, die ihm am dringlichsten erscheinen: Dialog, Bestandsaufnahme und Ideensammlung sowie eine Binnenreform des Vereins und die Planung für die Zukunft. Stadtführer Erich Olbrich regte an, die Kellerführungen, die auf riesige Resonanz gestoßen seien, um kommenden Jahr auszuweiten und historische Burgführungen mit der Theatergruppe "Die Buschklopfer" anzubieten.
Quelle: - Bayerische Rundschau vom 16.11.2009 - Foto: kli.
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