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Ein Blick auf die düstere Seite

"Kunst"

Der gebürtige Kulmbacher Ulrich Köditz stellt im Badhaus seine Bilder aus.


Vernissage zur Ausstellung "Vom Dunkel des Schweigens"

Die Stadträte Doris Stein und Dr. Michael Pfitzner und der Künstler Ulrich Köditz (von links) bei der Vernissage im Badhaus.

„Vom Dunkel des Schweigens“ lautet die aktuelle Ausstellung im Badhaus mit Ölgemälden und Radierungen von Ulrich Köditz. Die Bilder des Künstlers Ulrich Könitz sind bis 4. Oktober zu sehen.

Der gebürtiger Kulmbacher studierte Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg bei Professor Günter Voglsamer. Die Ölbilder im Badhaus sind von sehr eingeschränkter, oft düsterer Farbigkeit bestimmt.

Vieles verschwindet in dunklen Zonen und schwarzen Hintergründen. Das Dunkel weist inhaltlich auf den anderen Teil des menschlichen Daseins hin, jenseits des Heiteren, Unproblematischen, manchmal Oberflächlichen: „Auf die andere Seite der Seele, die sich mit dem auseinandersetzt, was unser Leben genauso bestimmt und beeinflusst, mit Leid, Trauer, Vergänglichkeit und Tod“, erläuterte Stadträtin Doris Stein in ihrer Laudatio.

In den Bildern des Trägers verschiedener Kunstpreise herrscht laut Doris Stein meist Stille und beklemmendes Schweigen, das den Lärm der Außenwelt erst richtig bewusst macht. In vielen seiner Werke möchte der gebürtige Kulmbacher den Menschen den Spiegel vorhalten und sie an die Kürze ihrer Erdenzeit erinnern.

Immer wieder taucht der Künstler selbst in seinen Bildern auf, stets auf der Suche nach dem eigenen Ich. Auffallend an den Bildern von Köditz ist die äußerst präzise Malweise von hoher handwerklicher Qualität. Er möchte den Betrachter „einfangen“ und ihn zum Überlegen bringen.

Geöffnet ist die Ausstellung im Badhaus donnerstags und freitags von 12 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 16 Uhr.

Quelle:
- Bayerische Rundschau vom 23.09.2009
- Foto: ru

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