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Ein Hauch von Olympia über Kulmbach

"Festakt"

Als oberster Dienstherr zeichnete Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg auf der Plassenburg Athleten und Funktionäre aus, die in Vancouver um Medaillen gekämpft haben.


Die Bundeswehr ehrte gestern ihre Olympioniken von Vancouver.

Unter dem Regiment des Kulmbacher Stadtführers Erich Olbrich (links) stehen Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg und seine Spitzensportler der Bundeswehr gestern nach dem Festakt auf der Plassenburg.

Als die Swing-Formation „Fat Cats“ der Bundeswehr gestern Mittag Tina Turners „Simply the best“ im Festsaal der Plassenburg anspielte, hatte ein Hauch von Olympia bereits das gesamte Wahrzeichen Kulmbachs eingenommen. Und das lag an den vielen prominenten Gästen: Nahezu alle Spitzensportler aus Reihen der Bundeswehr, die in Vancouver um Medaillen gekämpft hatten, waren zur Ehrung durch Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg nach Kulmbach gekommen.

Mehr als die Hälfte aller Medaillen geholt


Die Bundeswehr ehrte gestern ihre Olympioniken von Vancouver.

Sängerin Bwalya geht auf Tuchfühlung mit Bobfahrer Kevin Kuske.

„Wow.“ Die kräftige Stimme von „Fat Cats“-Sängerin Bwalya entlockte dem obersten Dienstherrn einen kurzen Ausdruck der Bewunderung, bevor er sich dann der „geballten Leistungsfähigkeit der Bundeswehr“ zuwandte. „Dieser Tag ist mir ein Herzensanliegen“, sagte zu Guttenberg, auch mit Blick auf einen herausragenden Festakt in seiner Heimatstadt. Und der Minister wollte, obwohl er Zahlenspiele eher grauenvoll findet, nicht verhehlen: „Die Bundeswehr stellte 41 Prozent der deutschen Sportler bei den Olympischen Winterspielen, die aber haben 57 Prozent der Medaillen geholt.“

Teamgeist und ein Zusammenhalt ohne jegliche Eitelkeiten seien es gewesen, was er bei seinem Besuch in Kanada habe erleben dürfen: Zweifelsohne sei das nicht nur in seinem Berufsstand manchmal anders, so zu Guttenberg, sondern auch eine der Säulen für den Erfolg dieser Olympioniken. Die Bundeswehr wolle deshalb auch größter Förderer des Spitzensports im Lande bleiben.

Die Bundeswehr ehrte gestern ihre Olympioniken von Vancouver

Zahlreiche Sportler und Funktionäre werden vom Bundesverteidigungsminister mit Medaillen ausgezeichnet.

Die Zahl derer, denen zu Guttenberg und Oberst Hubertus von Rohr anschließend eine Ehrenmedaille überreichten, war groß – zumal nicht nur alle an Olympia teilnehmenden Sportler,
sondern auch Funktionäre aus Reihen der Bundeswehr ausgezeichnet wurden. So kamen auch Sportlegende Georg Hackel, als Trainer des deutschen Rennrodel-Teams mit in Vancouver, sowie Mark Kirchner oder Ricco Groß, die bereits große Erfolge im Biathlon errungen haben, in den Genuss der Ehrung.

„Ohne die Förderung durch die Bundeswehr ist kein Spitzensport möglich“, sagte Dr. Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes. Die Bundeswehr biete die Chance, sowohl im Sport als auch im Beruf weiterzukommen – und bringe damit Aushängeschilder fürs ganze Land hervor. Zudem biete der Sport der Truppe die Möglichkeit, sich in der Gesellschaft ein Gesicht zu geben.

Für die Sportler ergriffen Hauptfeldwebel André Lange, Goldmedaillen-Gewinner im Zweier-Bob, und Oberfeldwebel Simone Hauswald, die im Biathlon zwei Mal Bronze geholt hat, das Wort. Sie sahen sowohl den Besuch in Vancouver als auch die Ehrung durch den Bundesverteidigungsminister, dessen Terminkalender wohl nur wenige Lücken aufweise, als Zeichen der Wertschätzung. Die Zusage, dass sich die Bundeswehr weiterhin für die Sportförderung einsetze, steigere die Motivation.

Auszug aus der Gästeliste


Geehrte Sportler und Funktionäre (in Klammern die in Vancouver geholte Medaille): André Lange und Kevin Kuske (Gold und Silber/Bobfahren), Richard Adjei (Silber/Zweierbob), Simone Hauswald und Kati Wilhelm (Bronze/Biathlon), Claudia Nystad und Evi Sachenbacher-Stehle (Gold/Langlauf), Axel Teichmann (Silber/Langlauf).

Quelle:
- Bayerische Rundschau vom 28.05.2010
- Fotos: Matthias Hoch

www.infranken.de


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