Willkommen in Kulmbach - Die Markgrafenstadt mit Flair & der heimlichen Hauptstadt des Bieres

Ein Schlag – und der Hahn saß

"Bierwoche 2010"

Routiniert eröffnete Oberbürgermeister Henry Schramm am Samstag die 61. Kulmbacher „Festspülwoche“. Bis Sonntag werden wieder über 100.000 Besucher erwartet.


Einmal kurz ausgeholt und dann drauf auf den Hahn. Mit nur einem Schlag zapfte Oberbürgermeister Henry Schramm am Samstag das erste Fass an und eröffnete damit die 61. Kulmbacher Bierwoche. Mit im Bild (von links) die Brauerei-Vorstände Hans P. van Zon und Markus Stodden sowie Büttner Achim Schneider.

Mit einem ersten ausgedehnten Stimmungshoch hat am Samstag das 61. Kulmbacher Bierfest begonnen. Mit einem einzigen schwungvollen Schlag mit dem Holzschlegel trieb Oberbürgermeister Henry Schramm um 11.10 Uhr den Hahn ins Fass und eröffnete so das Spektakel, zu dem bis kommenden Sonntag wieder über 100.000 Besucher in der heimlichen Hauptstadt des Bieres erwartet werden.

Die Bayreuther Festpielwochen haben einen fliegenden Holländer, die Kulmbacher Festspülwoche hat einen sprechenden. Vorstand Hans P. van Zon hieß die Gäste aus nah und fern im schon zum Frühschoppen proppenvollen Bierstadl herzlich willkommen. Ganz Kulmbach habe seiner fünften Jahreszeit entgegen gefiebert, nun freue er sich auf neun Tage voller Geselligkeit.

Vor seinem traditionellen Bierfestgedicht („Der Stadl gibt dem Sommer Sinn, noch mehr als ein WM-Gewinn“) freute sich Oberbürgermeister Henry Schramm, „Gäste aus der ganzen Welt“ begrüßen zu können. „Wir sind längst international geworden“, so der OB, der seiner Ehefrau Andrea mit einer besonderen Liebeserklärung zum Geburtstag gratulierte.

Ovationen für KT


Die große Schar der Prominenz führte Karl-Theodor zu Guttenberg mit seiner Gattin Stephanie an. Der Bundesverteidigungsminister wurde stürmisch begrüßt. Er genoss sichtlich die Ovationen und das Bad in der Menge.

Mächtig was los war schon eine Stunde vor dem Anstich auf dem Marktplatz. Die Ehrengäste hatten sich bei Kaiserwetter vor den großen Fässern auf der Rathaustreppe aufgebaut und verfolgten mit unzähligen Schaulustigen das ebenso bunte wie zünftige Auftaktprogramm.

Böller, Büttner und Besand


Neben Bier, Burg und Bratwürsten gehören zur Kulmbacher Bierolympiade seit vielen Jahren drei weitere Bs: Böller, Büttner und Besand.

Die Bischofsgrüner Böllerschützen ließen es einmal mehr tüchtig krachen, die Männer des Büttner-Fachvereins zeigten gekonnt ihre schwungvollenTänze – und Dirigent Thomas Besand spornte seine Kulmbacher Stadtkapelle zu musikalischen Höchstleistungen an.

Auch am Samstagabend wirkte das große Zelt auf dem Zentralparkplatzwie ein riesiger Magnet, der weit ins Land hinaus ausstrahlte. Die altbekannte Showband Eslarner New Sound heizte den Durstigen so richtig ein. Auch rund um den Stadl herrschte dichtes Gedränge, alle waren gut drauf – die typische Kulmbacher Bierfeststimmung eben, die jeden erfasst.

Gestern schlug die große Stunde für die vielen Kulmbacher Fanclubs, die aus allen Ecken der Republik angereist waren, um gemeinsam zum Zentralparkplatz zu ziehen. Dort wurden die schönsten und originellsten Standarten und die Gruppen mit der weitesten Anfahrt prämiert.

Der Eslarner New Sound heizte am Wochenende im Bierstadl tüchtig ein.

Eslarner gaben alles


Auf der Bühne tobte sich einmal mehr der Eslarner New Sound aus. Und am Abend „the same procedure as every year“: Beste Stimmung im Stadl, gelöste Atmosphäre drumherum. So kann’s weitergehen…

Quelle:
- Bayerische Rundschau vom 02.08.2010
- Fotos: Ronald Rinklef und Andreas Knarr

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