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Es gibt mehr Lehrstellen

"Arbeitsmarkt"

Die positive Stimmung in der Wirtschaft veranlasst die Unternehmer, zusätzliche Auszubildende einzustellen.


Die Situation auf dem Arbeitsmarkt hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert.

Das geht aus den Zahlen des Agenturbezirks Bayreuth hervor, die gestern bekannt gegeben wurden. 6892 Männer und Frauen waren im Juli in der Region arbeitslos gemeldet. Dies bedeutet im Vergleich zum Vormonat zwar einen Anstieg um 18 Personen, doch vor einem Jahr waren im selben Zeitraum 7678 Menschen ohne Beschäftigung. Die Arbeitslosenquote blieb mit 5,1 Prozent auf dem Stand des Vormonats, liegt aber 0,6 Prozent unter der Quote des Vorjahres.

Die Arbeitslosigkeit nimmt in den Sommermonaten regelmäßig zu. Ursächlich hierfür sind das Ausbildungs- und Schuljahresende sowie der Urlaubsbeginn. So stieg die Zahl der arbeitslosen jungen Menschen bis 25 Jahre im vergangenen Monat um mehr als zehn Prozent an. Die Chefin der Arbeitsagentur Bayreuth, Brigitte Glos, ist jedoch zuversichtlich, dass sich die Mehrheit zum Herbst in Arbeit, Schule oder Studium abmeldet.

Bei der Agentur für Arbeit Bayreuth mit den Geschäftsstellen Kulmbach und Pegnitz waren im Juli 3104 Arbeitslose registriert. Dies waren 106 mehr als im Monat zuvor, aber 627 weniger als im Juli 2009.

Für 964 freie Stellen wurden passende Bewerber gesucht. Dabei ist das Spektrum an offenen Arbeitsplätzen recht breit und reicht vom Elektriker über Lagerkräfte bis in den kaufmännischen Bereich. Die meisten freien Stellen gibt es in der Pflege und in der Gastronomie.

Gesucht: Bäcker, Metzger, Köche


Die positive Stimmung in der Wirtschaft wirkt sich günstig auf die Nachfrage nach Auszubildenden aus. 1632 Ausbildungsplätze wurden seit Beginn des Berichtsjahres im Oktober 2009 bei der Arbeitsagentur gemeldet. Dies ist ein Plus von 177 oder 12,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig reduzierte sich die Bewerberzahl um 222 auf 2088 (minus 9,6 Prozent). 1034 Jugendlichen wurde eine Ausbildungsstelle fest zugesagt, oder sie haben bereits einen Ausbildungsvertrag erhalten.

Noch gibt es freie Ausbildungsplätze. Vor allem im Lebensmittelbereich und in der Gastronomie werden noch Nachwuchskräfte unter anderem für die Berufe Bäcker, Metzger oder Koch gesucht.

Bei der Geschäftsstelle Kulmbach waren im Juli 2169 Arbeitslose gemeldet – 28 mehr als im Monat zuvor. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich nicht und lag weiterhin bei 5,3 Prozent (6,0 Prozent im Vorjahr).

Auf dem Kulmbacher Arbeitsmarkt gab es viel Bewegung. Die Zugänge erhöhten sich um acht auf 634 Arbeitslose; 605 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. Für 261 Stellenangebote suchen Firmen noch Arbeitskräfte. Das ist ein Plus von 69 gegenüber dem Vorjahr.

Quelle:
- Bayerische Rundschau vom 30.07.2010

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