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Farbenprächtiges Spektakel zog die Massen an

"Feste"

Viel Theater und eine Feuershow umrahmen den Empfang des Markgrafen-Paares.


Die Ankunft der Hoheiten.

Die Ankunft der Hoheiten.

Ein farbenprächtiges Spektakel war der Empfang des Markgrafen-Paares Friedrich III. und Wilhelmine am Samstagabend vor dem Rathaus. Hunderte von Gästen hatten sich versammelt, um die Darbietung in historischen Gewändern zu verfolgen.

Vom historischen Feldlager auf der Plassenburg aus zogen die Männer und Frauen in ihrer mittelalterlichen Tracht zum Marktplatz, wo sie sich im Spalier aufstellten. Mit staunenden Gesichtern verfolgte das Publikum danach die Ankunft des Markgrafen-Paares in einer Pferdekutsche.

Auf dem Rathausvorplatz empfing dritter Bürgermeister Frank Wilzok die hohen Gäste mit folgenden, aus zeitgenössischen Quellen des 18. Jahrhunderts stammenden Worten: „In frohlockender Ehrfurcht und feierlicher Huldigung begrüßt die untertänigste und treugehorsamste Bürgerschaft zu Kulmbach anlässlich der ersten Ankunft in allhiesiger Haupt-Stadt nach angetretener glückseliger Regierung ihren huldreichen Landesvater, den durchlauchtigsten Fürsten und Herrn, Herrn Friedericus, Regierenden Markgrafen zu Brandenburg-Kulmbach, … An seiner Seite sei gegrüßet seine durchlauchtigste Gemahlin, unsere allergnädigste Landesfürstin und Herrin, Frau Friederica Sophia Wilhelmina!“

In einem feierlichen Huldigungszeremoniell überreichte FrankWilzok einen Zierschlüssel der Stadt auf einem Samtpolster zusammen mit Hermann Müller als Syndicus der Stadt. Letzerer führte folgendes aus: „Wie Ihr, allergnädige Hoheit und wunderschöne Frau, die Herzenskämmerlein der versammelten Bürgerschaft – Bürgermeister und Rat der Stadt, Capitulare von Stadt und Land, Minister und Amtmänner, Hussaren und Cavalliers, Archivarii und Hofdiener, der versammelten Collegien und Compagnien, ja selbst der gestrengen Geistlichkeit geöffnet habt, so möchten wir als Zeichen unserer Untertänigkeit den Schlüssel unserer Stadttore in Ihre allergnädigsten Hände legen“. Gemeinsam stimmten alle bei der Übergabe in den Ruf ein: „Vivat, vivat, vivat, Markgraf Friedericus! Vivat, vivat, vivat, Wilhelmina!“

Dekan Jürgen Zinck begrüßte den hohen Besuch im Namen des „Christenvolks lutherischen Glaubens!“ Der Geistliche bat darum, den Tag des Herrn zu schützen, denn in den Manufakturen gönne man dem Volke keine Sonntagsruhe.

Ein großartiger Hingucker war die Feuershow.

Ein großartiger Hingucker war die Feuershow.

Im Anschluss unterhielt die Rokoko-Tanzgruppe des Vereins „Tanzsport Kulmbach“ mit mittelalterlichen Tanzdarbietungen. Die Buschklopfer sorgten danach mit Szenen aus dem Sommernachtstraum von William Shakespeare für einen weiteren Höhepunkt. Zwei spektakuläre Feuershows zu späterer Stunde rundeten das Programm auf dem Marktplatz ab.

Quelle:
- Bayerische Rundschau vom 10.08.2009
- Fotos: Rainer Unger

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