 Feststimmung im SchnelldurchlaufWeihnachtsmarkt dauert heuer nur zehn Tage
Die Handwerker arbeiten schon fleißig: Nächste Woche wird am Kulmbacher Marktplatz das Winterdorf eröffnet.  Die Freunde des Kulmbacher Weihnachtsmarkts schätzen vor allem die heimelige Atmosphäre, wie der Leiter des städtischen Tourismus- und Veranstaltungsservice (TuV), Marc Schnabel, weiß. Und deshalb soll der Markt auch auf dem Marktplatz bleiben. Vorerst zumindest. Nachdem es aber im Vorjahr Kritik gehagelt hatte, wartet die Stadt nun mit einem neuen Konzept auf. „Es hat sich gezeigt, dass unter der Woche die Belegung relativ mager ist", stellt Marc Schnabel im Gespräch mit dem KURIER fest. Damit die Händler sich nicht die Beine in den Bauch stehen, während die Kunden ausbleiben, wurde der Markt heuer auf zehn Tage verkürzt. Vom Freitag vor dem dritten Advent bis zum vierten Adventssonntag dauert er; montags bis donnerstags öffnen die Buden aber erst nachmittags.
„Es gibt verschiedene Möglichkeiten, am Konzept zu drehen. Wir - das heißt der TuV und der Stadtrat - haben uns erst einmal entschieden, die Öffnungszeiten zu verkürzen und Handwerker mit ins Boot zu nehmen. Es ist aber ein Versuch; danach werden wir wieder Bilanz ziehen, was gut war und was noch verbessert werden kann", so der TuV-Leiter.
Von den Handwerkern, die ihre Künste vorführen, verspricht sich Marc Schnabel eine deutliche Belebung des Marktes: „Sie stehen nicht nur in ihren Buden und verkaufen, sondern beispielsweise wird ein Schmied am offenen Feuer arbeiten, es gibt eine Schnitzwerkstatt und es wird sich ein Spinnrad drehen. Die Besucher können hautnah erleben, wie Waren entstehen, die auf dem Markt angeboten werden."
Zugute kamen dem TuV-Leiter dabei die Kontakte, die er beim Mittelaltermarkt auf der Plassenburg geknüpft hat: „Der wird von den Fieranten sehr gelobt. Durch Mundpropaganda haben wir da einen sehr guten Ruf, so dass es uns gelungen ist, solche Handwerker auch für den Weihnachtsmarkt zu gewinnen." Rahmenprogramm
Aufrechterhalten wird heuer auch das Rahmenprogramm, das im vergangenen Jahr nach Worten Marc Schnabels so umfangreich wie noch nie war. So werden die Gesang- und Musikvereine auf der Bühne ebenso wieder vertreten sein wie die Bäcker innung mit ihrer Lebkuchenhaus-Aktion. Auch die Innungen der Schreiner und der Installateure beteiligen sich. Es werden Weihnachtsgeschichten vorgelesen und Bastelstunden angeboten.
Das Bild vervollständigen heimische Fieranten mit Töpferwaren, Glühwein und einem Kinderkarussell. Um den Markt optisch attraktiver zu machen, hat die Stadt fünf neue Buden gekauft, die kleiner und schneller aufzubauen sind. Geplant ist, die alten Stände nach und nach komplett zu ersetzen, so dass ein einheitliches Bild entsteht. Einbezogen wird heuer erstmals der Luitpoldbrunnen in der Mitte des Marktplatzes, der mit einem großen Adventskranz weihnachtlich geschmückt wird. Verschiedene Rufe, dass der Weihnachtsmarkt etwa in den Oberhacken, ins Burggut oder gar auf die Plassenburg verlagert werden sollte, hat Schnabel wohl vernommen. Mittelfristig ist er auch offen für solche Überlegungen, „aber kurzfristig ist hier nichts geplant".
Quelle: - Nordbayerischer Kurier - Foto: Fölsche |  | |  |