Willkommen in Kulmbach - Die Markgrafenstadt mit Flair & der heimlichen Hauptstadt des Bieres

Franken präsentiert seine größten Schätze

"Tag der Franken"

Zum Auftakt des Festes wirbt das heimische Lebensmittelhandwerk für seine Spezialitäten.


Zum Auftakt serviert Eda Trebes Sekt aus fränkischen Äpfeln.

Zum Auftakt serviert Eda Trebes Sekt aus fränkischen Äpfeln.

Frankens Schätze finden sich auf den Feldern und Wiesen. Hier wachsen die Rohstoffe für kulinarische Köstlichkeiten, an denen Franken reich ist wie kaum eine andere Region. Mit einem kulinarischen Streifzug durch Franken wurde deshalb auch der „Tag der Franken“ eröffnet. Der Bezirk Oberfranken, gemeinsam mit Stadt und Landkreis Kulmbach Ausrichter des Frankentags, hatte zur Verkostung regionaler Spezialitäten eingeladen.

Kritisch nehmen Braumeister Robert Boser und Büttner SteffenMeyer das „Hochzeitbier“ in Augenschein.

Kritisch nehmen Braumeister Robert Boser und Büttner SteffenMeyer das „Hochzeitbier“ in Augenschein.

Apfelsekt und Biertrüffel


Probiert werden konnten ein Sekt aus Äpfeln von fränkischen Streuobstwiesen, Bierspezialitäten und diverse Brotsorten – darunter eines, bei dessen Herstellung Wasser aus den Thermalquellen von Obernsees verwendet wird. Saiblingsmousse, geräucherter Käse, Hofer Rindfleischwurst oder schokoladige Biertrüffel ließen sich die Besucher schmecken – und erfuhren bei einer Podiumsdiskussion, dass all das nicht nur eine geschmackliche, sondern auch eine politische Komponente hat.

Thomas Zimmer, der Präsident der Handwerkskammer, und Gunter Wagner lassen sich die Wurstspezialitäten schmecken.

Thomas Zimmer, der Präsident der Handwerkskammer, und Gunter Wagner lassen sich die Wurstspezialitäten schmecken.

Franken nämlich ist Weltmeister: Nirgends sonst in Europa ist die Dichte an Bäckereien, Metzgereien und Brauereien so hoch wie hier. Die Menschen im Land freilich wissen offensichtlich noch nicht so ganz zu schätzen, welchen Reichtum sie da haben.

Die Auftaktveranstaltung sollte deshalb auch werben: Bei den Produzenten dafür, traditionelle Spezialitäten kreativ weiter zu entwickeln. Gastwirten dafür, diese Spezialitäten verstärkt auf ihre Speisekarten zu setzen und sich damit auf dem Markt zu profilieren. Und nicht zuletzt bei den Verbrauchern dafür, mehr und bewusster zu kaufen, was aus der Region kommt.

Elke Hagen von den Milchwerken Oberfranken West legt die letzte Hand an die Käseplatten.

Elke Hagen von den Milchwerken Oberfranken West legt die letzte Hand an die Käseplatten.

Argumente dafür gibt es viele. So machte Manfred Max aus Hof, Leiter der Arbeitsgruppe Metzgereien in der Genussregion Oberfranken, deutlich, dass die Transportwege in der Region kurz und damit tierschutzgerecht sind. Ronny Seyfried, Leiter der Lehranstalt für Fischerei in Aufsess, wies darauf hin, dass aus rund 900 Teichen der Region Fisch kommt, der ökologisch und naturnah erzeugt wird.

Das Handwerk stärken


Regional genießen heißt auch, das heimische Handwerk stärken. Das machten Vertreter von Gastronomie, Handwerk und Politik immer wieder deutlich. Sie forderten auch nachdrücklich ein Bekenntnis der Vertreter öffentlicher Belange zu Lebensmitteln aus der Region: Für die Anregung, Schulverpflegung entsprechend zu konzipieren, gab es spontanen Applaus im Saal – ebenso wie für die Forderung, Lachshäppchen von offiziellen Anlässen zu verbannen.

Wie sehr sich die Menschen früherer Zeiten bewusst waren, welchen Reichtum Lebensmittel darstellen, zeigten historische Exkurse, in denen von militärischer Bewachung von Biertransporten die Rede war und von einem reichen Fundus an Tischgebeten, die Wolfgang Protzner gesammelt hat. Das Freie Fränkische Bierorchester sorgte für Wirtshaus-Stimmung.

Den offiziellen Startschuss für den Tag der Franken gibt Ministerpräsident Horst Seehofer heute Vormittag in Kulmbach. Zum zweitägigen Fest rechnen die Veranstalter mit Tausenden von Gästen. Auf sie warten unter anderem ein großer Handwerkermarkt, eine Trachtenmodenschau, ein Treffen fränkischer „Hoheiten“, Show, Musik und der „längste Kerwaumzug“.

Quelle:
- Bayerische Rundschau vom 03.07.2010
- Fotos: Katrin Geyer

www.infranken.de
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