 Generalprobe geglückt, das Festbier fließt"Bierwoche"
Heuer wird der Kapuziner-Biergarten noch größer – und dank vieler Markisen auch trocken bleiben.Bürgermeister Stefan Schaffranek reichte ein wuchtiger Schlag, schon floss das Kulmbacher Festbier. Vorstand Markus Stodden (links) war begeistert – und Landrat Klaus Peter Söllner zeigt sich eher gespannt.  Das Festbier ist fertig – und 6000 Malzkörner passen in eine Maß Bier. Das und mehr war gestern im Mönchshof zu erfahren, als zum traditionellen Probeanstich für die Bierwoche geladen wurde. Auch wenn er die neuntägige Festzeit offiziell nicht einläuten darf – den ersten Schluck Festbier hat die Stadt zweitem Bürgermeister Stefan Schaffranek zu verdanken. Mit einem Schlag jagte er den Zapfhahn gekonnt ins Fass, so dass die Büttner den Gerstensaft in die Maßkrüge fließen lassen konnten. Der offizielle Anstich morgen in einer Woche ist Oberbürgermeister Henry Schramm vorbehalten. Das Künstlerplakat zum 60. ziert heuer auch T-Shirts, Maßkrüge und Postkarten.  Angesichts der 60.Ausgabe, seit 1939 ist die Bierwoche laut Vorstand Markus Stodden mit kleinen Unterbrechungen fester Bestandteil des Jahreskalenders, freuten sich alle Anwesenden auf neun vergnügliche Tage mit etlichen Neuerungen. Organisator Michael Schmid zufolge kommen Biergartenfreunde heuer über der Ein- und Ausfahrt der Tiefgarage auf ihre Kosten: Dort laden 460 trockene, weil mit Markisen überdachte Sitzplätze zum Verweilen beim Kapuziner-Weißbier ein. Auch wurde die Engstelle zwischen EKU- und Kapuziner-Ecke durch den Einsatz erheblich kleinerer Container entschärft. „Kleine Charmeoffensive“Auf eine „kleine Charmeoffensive“ zum Jubiläum „60 Jahre Bierwoche“ verwies Marketingleiter Andreas Eßer. Das „reine Bierfest“ („da unterscheiden wir uns von der Kirmes beim Oktoberfest“) werde – unter anderem in der Bayerischen Rundschau –mit dem Aufruf verbunden, „Stadlgeschichten“ einzusenden. „Wir haben viele Einsendungen, vielleicht wird daraus mal ein Büchlein“, so Eßer. Wieder eingeführt worden sei das Bierfest-Plakat, das künftig per Kunstwettbewerb gefunden werden soll. Das Motiv finde sich heuer auch auf Maßkrügen wieder, die beim Bierfest angeboten würden und deren Stückzahl auf 2000 limitiert sei.
Als unbezahlbares Marketing für die Region bezeichnete Landrat Klaus Peter Söllner die Bierwoche: „Das könnten wir finanziell gar nicht stemmen.“ Da sei es zu verkraften, dass man von Auswärtigen immer wieder „genötigt“ werde, dass man sie Ende Juli, Anfang August nach Kulmbach einlade. Aber: „Selbst bei offiziellen Terminen ist das Protokoll dann ab 18 Uhr obsolet, und alle werden ganz normale Menschen.“
Die Festwirte sind heuer zwar allesamt keine Neulinge auf der Bierwoche, im Vergleich zum Vorjahr jedoch komplett neu besetzt: Adelheid Babo (TSV 08/Kulmbacher), Werner Glaser („Zum Seelöwen“/Mönchshof-Ecke) und Fritz Räther (Gasthaus Räther/EKU) sind zum zweiten Mal dabei, Günther Limmer („Hagleite“/Kapuziner) bestreitet seinen vierten Einsatz. Bierfest-SplitterPreis Die Maß Bier kostet 6,40 Euro (Vorjahr: 6,20 Euro). Bier- und Essensmarken gibt es montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr bei der Kulmbacher Brauerei, Lichtenfelser Straße.
Ausgebucht „Wir waren binnen drei Stunden ausgebucht." Laut Vorstand Markus Stodden gibt es keine Möglichkeit mehr, Plätze zu reservieren.
Musik Während nachmittags heimische Vereine aufspielen, kommen am Abend die Stimmungskapellen und Bands, so am Dienstag die „Wildecker Herzbuben".
Tag des Fanclubs Am ersten Bierfest-Sonntag ziehen wieder über 2500 Fans des Kulmbacher Bieres durch die Stadt.
Quelle: - Bayerische Rundschau vom 17.07.2009 |