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Geschäfte locken mit Rabatten

Am Montag hat der Winterschlussverkauf begonnen. In Kulmbach hat der Einzelhandel die Preise schon länger bis zu 70 Prozent reduziert.


Beate Hofer aus Bayreuth schaut in der Kulmbacher Innenstadt nach Schnäppchen im Winterschlussverkauf.

Beate Hofer aus Bayreuth schaut in der Kulmbacher Innenstadt nach Schnäppchen im Winterschlussverkauf.

Schnäppchenjäger können sich seit Montag wieder auf viele Rabatte freuen. Denn jetzt hat der Winterschlussverkauf begonnen. An allen Ecken und Enden prangern in den Geschäften große Schilder, die auf Rabatt-Aktionen hinweisen. Wegen des milden Winters gibt es dieses Jahr drastisch reduzierte Preise.

"Ich habe Winterjacken seit Montag teilweise bis zu 70 Prozent reduziert", sagt Andreas Schulz, Mitinhaber des Modegeschäftes "Katz und Katz" in Kulmbach und Mitglied des Kulmbacher Einzelhandelverbandes. Am meisten ermäßigt hat Schulz die Waren, die wegen des milden Winters nur selten über die Ladentische gegangen sind. "Dazu zählen neben den Winterjacken auch dicke Pullover. Sie sind bis zu 50 Prozent billiger, Winteraccessoires wie Schals und Mützen 20 Prozent", sagt der Inhaber. Seit Anfang Januar liegt bei "Katz und Katz" die Ware für die nächste Saison in den Regalen. "Trotzdem reduzieren wir erst einmal nicht mehr. Schließlich soll es bald kälter werden, da brauchen die Leute noch Winterware", erklärt Schulz.

Platz für neue Ware


Ebenfalls seit Anfang Januar gibt es bereits Preisnachlässe. "Der klassischen Winterschlussverkauf ab 30. Januar ist bei uns und unseren Kunden nicht mehr so dominant, die Grenzen verwischen sich", sagt Schulz.

Auch das Sportgeschäft "Sport und Freizeit downstairs" lockt seine Kunden schon viel länger mit Rabatten von 20 bis 30 Prozent. In dem Sportgeschäft soll aber erst einmal kein weiterer Preissturz folgen. "Jetzt ist es ja kälter und hat geschneit. Viele kaufen also jetzt erst Winterkleidung und Ski-Accessoires", sagt Inhaber Ludwig Herrmannsdörfer.

Allerdings trifft bereits Ende Januar und Anfang Februar die neue Ware fürs Frühjahr und den Sommer ein. Das heißt, die Regale müssen frei werden. "Deswegen wird es wahrscheinlich irgendwann schon noch weitere Rabatte geben, vor allem bei den Ski-Artikeln", erläutert Herrmannsdörfer.

Auch bei "Mister & Lady Jeans" im Einkaufszentrum Fritz gibt es auf Winterbekleidung und -accessoires starke Rabatte. "Nicht selten reduzieren wir eine Winterjacke, die vorher etwa 50 Euro gekostet hat, auf knapp fünf Euro", sagt Verkäuferin Sarah Angles.

Schnäppchenjäger können schon seit einer Woche vor Weihnachten in dem Modegeschäft Winterware reduziert ergattern. "Und es lohnt sich. Die Kunden kaufen seitdem mehr", sagt Angles. Neben den stark ermäßigten Artikeln hängen bereits Waren für die nächste Saison im Laden. "Die Winterware muss Platz machen, deshalb dauert der Schlussverkauf so lange, bis alles verkauft ist", sagt Angles.

An die offizielle Spanne des Winterschlussverkaufes vom 30. Januar bis zum 11. Februar hält sich kaum noch ein Geschäft. "Den typischen Winterschlussverkauf gibt es heute nicht mehr", sagt auch Roman Höchtl, der Geschäftsführer vom "Real" in Kulmbach.

"Seit der Zeitraum für den Winterschlussverkauf freigegeben worden ist, gibt es dann keinen so großen Kundenansturm mehr." Das liegt unter anderem daran, dass heutzutage viel öfter neue Ware eintrifft, im "Real" zum Beispiel jeden Monat. Bis dahin müssen die alten Produkte größtenteils verkauft sein. "Das heißt, wir reduzieren regelmäßig, etwa alle vier Wochen. Das wissen die Kunden bereits", erklärt Höchtl. Erst gäbe es 20 Prozent Rabatt, und je näher der Ausverkauf kommt, desto höher werde die Vergünstigung.

Dennoch können Preisfüchse im "Real" jetzt den ein oder anderen Winterartikel verbilligt ergattern: "Winterjacken haben wir 40 bis 70 Prozent ermäßigt. Und auch auf Biberbettwäsche gibt es Rabatt."

Quelle:
- Frankenpost vom 31.01.2012
- Foto: Fölsche

www.frankenpost.de