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Gewaltiges Werk vor großer Kulisse

"Konzert"

Schüler des Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasiums präsentierten gemeinsam mit dem Projektchor Carl Orffs „Carmina Burana“ im Schönen Hof der Plassenburg und leisteten damit ihren Beitrag zum Kulmbacher Doppeljubiläum.


Carl Orffs „Carmina Burana“ im Schönen Hof der Plassenburg

Mächtiger Klangkörper: Der Projektchor, die Chöre des Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasiums, das MGFG-Orchester und viele Solisten – im Bild Sopranistin Anna Schofer – präsentierten im Schönen Hof der Plassenburg Orffs „Carmina Burana“.

Ein solches Geburtstags-Ständchen hört man selten: Zum Kulmbacher Doppeljubiläum hat das Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium, unterstützt von vielen Kulmbachern, der Stadt mit der Aufführung der „Carmina Burana“ von Carl Orff ein ganz besonderes Geschenk gemacht.

1250 Besucher


Restlos ausverkauft war der Schöne Hof der Plassenburg, der die ideale Kulisse abgibt für ein Werk, das eine aus dem Mittelalter stammende Textsammlung musikalisch umsetzt. Erst im 19. Jahrhundert waren die im 13. Jahrhundert im Kloster Benediktbeuren zusammengetragenen rund 250 Texte aufgefunden worden. 1935 wurde Carl Orff auf die Sammlung aufmerksam, vertonte sie – und schuf damit ein Werk, das in seiner Entstehungszeit als avantgardistisch galt, längst aber zu den modernen Klassikern gezählt wird.

Was die Aufführung abhob von anderen derartigen Konzerten war die Zusammenstellung der Ensembles. Die Chöre des Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasiums sangen gemeinsam mit weit mehr als 100 Kulmbachern, die sich zum so genannten Projektchor zusammengeschlossen hatten. Das musikalische Experiment glückte. Rund 1250 Besucher erlebten eine professionelle Aufführung, bei der die Mitwirkenden die besonderen Gegebenheiten des Schönen Hofes nutzen. So erklang vor dem Hauptwerk die Fanfare hoch vom Turm und von den Arkaden das „Cantemus“ von Ilze Arne (*1953), gesungen vom Grundkurs Chor.

Die „Carmina Burana“ selbst sind bisweilen als wuchtiges, kraftvolles Tonwerk zu hören. Musiklehrerin Barbara Baumann, die die Gesamtleitung hatte, hatte sich für eine etwas leisere, fein akzentuierte Spielart entschieden. Ihr und den Musiklehrern Hubertus Baumann und Renate Palder gebührt Respekt für die Leistung, die unterschiedlichen Ensembles, die zum Teil nur wenige Proben absolvierten, und die Solisten so gut aufeinander abgestimmt zu haben.

„Herzensanliegen“


Sie ließ spüren, was Oberbürgermeister Henry Schramm schon in seiner Begrüßung angedeutet hatte: Das ihr die „Carmina Burana “ ein Herzensanliegen seien – was sicherlich auch darin seinen Grund hat, dass Barbara Baumann den 1982 verstorbenen Komponisten als Schülerin noch selbst kennen lernte. Mit dem Konzert feiere man auf besondere Weise das Kulmbacher Doppeljubiläum, mit dem an die erste urkundliche Erwähnung von Stadt und Burg vor 975 beziehungsweise 875 Jahren erinnert wird. Die Schule sieht die Aufführung ausdrücklich als Geschenk an die Stadt, wie Schulleiter Hans-Werner Fischer betonte. „Wir haben der Stadt viel zu verdanken. Das ist unser Beitrag zum Jubiläum.“

Mitwirkende


Chöre Projektchor, Schulchor, Grundkurs Chor des MGFG, Einstudierung Hubertus Baumann, Unterstufenchor, Leitung Renate Palder
Orchester Musiker des Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasiums, Einstudierung Barbara Baumann
Solisten Anna Schofer (Sopran), Eddie Hürdler (Tenor), Nikolas Peter (Bariton), Hubertus Baumann (Bariton).
Gesamtleitung Barbara Baumann

Quelle:
- Bayerische Rundschau vom 22.07.2010
- Foto: Katrin Geyer

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