 Die Besatzung des Minensuchbootes "Kulmbach" spendet 1500 Euro an das Rehbergheim. Mit einem viertägigen Besuch in der Bierstadt hält sie die Freundschaft wach.
Vorlesestunde im Rehbergheim: Oberbootsmann Christin Schwannecke vom Kulmbacher Patenboot „Kulmbach“ beim Besuch des Rehbergheims mit den beiden jungen Bewohnern Tina und Andreas.  Ihre besondere Verbindung zu Kulmbach und vor allem auch zum Rehbergheim hat jetzt eine 20-köpfige Abordnung des Patenbootes "Kulmbach" bei ihrem viertägigen Besuch in der Bierstadt bewiesen. Oberleutnant zur See Jan Häfker überreichte am Samstagmittag seitens der Mannschaft des Minensuchbootes eine Spende in Höhe von 1500 Euro an die Leiterin der Einrichtung, Friederike Ködel.
"Das halte ich für eine schöne Tradition und wir haben sie gerne fortgesetzt", meinte Häfker. So haben die Soldaten seinen Worten zufolge wieder gerne für die Einrichtung gesammelt. Der Betrag sei heuer höher ausgefallen, da im vergangenen Jahr leider keine Abordnung nach Kulmbach kommen konnte.
Der stellvertretende Vorsitzende des AWO-Kreisverbandes, Horst Kellermann, und Geschäftsführerin Elisabeth Weith stellten den Gästen das Rehbergheim vor. Sie gaben einen kurzen Einblick über die pädagogische Arbeit, die die Mitarbeiter dort leisten.
Anschließend lobte Oberbürgermeister Henry Schramm bei einem Empfang im Rathaus die gute und intensive Verbindung zur Besatzung des Patenbootes. Maßgeblich verantwortlich hierfür sei der Vorsitzende der Marinekameradschaft Kulmbach, Klaus Baudisch. Häfker überreichte an Schramm als Präsent einen Teil eines Schleppankers. Beim folgenden Bordabend gab Klaus Baudisch einen Rückblick über die langjährige Verbindung der Vereinigung zu Patenbooten und sah die gute Verbindung zu den Besatzungen als eine Hauptaufgabe des Vereins.
Weitere Stationen waren Besuche des Bayerischen Brauerei- und Bäckereimuseums und der Kulmbacher Feuerwehr sowie die Teilnahme am traditionellen Faschingsumzug in Stadtsteinach am Sonntag.
Erstmals in Kulmbach dabei war Oberbootsmann Christin Schwannecke aus Oldenburg in Holstein, die seit sechs Monaten auf der "Kulmbach" Dienst tut. Sie hält die Patenschaft für eine "super Sache" und findet es toll, dass die Patenstadt regelmäßig von einer Abordnung besucht wird. So hätten die Soldaten tatsächlich die Gelegenheit, die Menschen in der Patenstadt kennen zu lernen. Herzlicher Empfang
Begeistert war die 24-Jährige vom herzlichen Empfang, der ihnen sowohl von der Marinekameradschaft Kulmbach mit Vorsitzendem Klaus Baudisch an der Spitze als auch seitens der Stadt mit OB Henry Schramm und drittem Bürgermeister Frank Wilzok bereitet wurde. Beeindruckt zeigte sich Christin Schwannecke aber auch von der herrlichen oberfränkischen Landschaft. "Bei uns ist ja alles eher flach", erzählte sie schmunzelnd. Positiv sieht sie auch die Verbindung zum Rehbergheim und freut sich, wenn die Besatzung des Patenbootes hier helfen kann.
Quelle: - Frankenpost vom 07.03.2011 - Foto: Bayerische Rundschau |  | |  |