 Hoffen auf ein starkes Ende"Weihnachtsmarkt"
Die Kälte setzt den Händlern zu. Etliche klagen über mangelnde Kundenfrequenz, andere sind zufrieden.
Aus Bayreuth kommt Schmied Wolfgang Meier.  „Eine runde Sache“ sei der Weihnachtsmarkt, sagt Roland Friedrich aus Wernstein. Mit seiner Schnitzwerkstatt steht er heuer zum ersten Mal auf dem Marktplatz. Das Wochenende sei lebhaft gewesen, auch wenn der Weihnachtsmarkt im Mönchshof natürlich Publikum abgezogen habe. In den letzten Tagen fehlten dann die Leute, meint Friedrich. „Es war sicher zu kalt.“ Kein Drama für den Wernsteiner, denn seine Beteiligung am Weihnachtsmarkt hat nicht in erster Linie Umsatz zum Ziel. „Ich bin für die Kinder da.“
Dass die Neugestaltung des Kulmbacher Weihnachtsmarktes, die nach viel Kritik in den letzten Jahren heuer umgesetzt wurde, durchaus gelungen ist, meinen etliche der Händler, die in ihren Buden ebenso frieren wie die Kunden davor. Die könnten in größerer Zahl kommen, meint Schmied Wolfgang Meier aus Bayreuth. Der Umsatz, den er bisher gemacht hat, hat seine Erwartungen nicht erfüllt, sagt er deutlich.
Ähnlich äußert sich Doris Haas. Sie verkauft an ihrem Stand unmittelbar neben dem neuen Eingangstor zum Weihnachtsmarkt Wolle und Wollprodukte. Die Leute fehlen einfach, sagt sie. Am Angebot könne es nicht liegen. Das sei vielfältig und hochwertig. Dennoch habe sie bisher deutlich weniger umgesetzt als im letzten Jahr.
Gudrun Petersson hingegen klagt nicht. Die Inhaberin der gleichnamigen Töpferei gehört zu denjenigen, die schon seit vielen Jahren auf dem Kulmbacher Weihnachtsmarkt vertreten sind. Sie hat in der Vergangenheit deutlich formuliert, woran es ihrer Ansicht nach krankt – und ist nun zufrieden mit dem „neuen“ Markt. „Der Tourismus & Veranstaltungsservice hat hier gute Arbeit geleistet“, sagt sie. „Das Ganze ist sehr gelungen.“
Spitzenumsätze gibt es auch am Stand von Gudrun Petersson in diesem Jahr nicht. Aber das, so meint sie, liegt nicht an der Gestaltung des Weihnachtsmarktes. „Ich merke in der Werkstatt ja auch, dass die Umsätze zurückgehen. Die Leute geben in Zeiten wie diesen einfach weniger Geld aus. Weil das so ist, kann ich aber auch nicht erwarten, dass das ausgerechnet auf dem Weihnachtsmarkt anders ist.“
Quelle: - Bayerische Rundschau vom 19.12.2009 - Foto: Katrin Geyer |  | |  |