 Im Bierzelt vor der großen Feier"Aufbau"
Bevor sich Tausende Besucher im und um das Zelt versammeln können, arbeiten etwa 70 Menschen zwei Wochen lang an seiner Errichtung: Sie stellen die Wände auf und verlegen Kabel.
Alle zwei Minuten klingelt das Handy von Michael Schmid, der den Aufbau des Zeltes zur Bierwoche koordiniert. Zwei Wochen haben Handwerker am Aufbau mitgearbeitet. Nun ist es fertig.  Es gleicht einem riesigen Fachwerkhaus - das Bierzelt, in dem die Kulmbacher Bierwoche stattfinden soll. 40 mal 50 Meter ist das Zelt am Zentralparkplatz groß. Etwa 70 Handwerker haben es zwei Wochen lang aufgebaut. Koordiniert hat das Ganze ein Projektkreis der Kulmbacher Brauerei. Michael Schmid von der Marketingabteilung der Kulmbacher Brauerei leitet diesen Projektkreis, der seit einem Jahr bereits an der Realisierung der Bierwoche arbeitet. Ganze Tage verbringt er mit seinen Kollegen im Bierzelt und organisiert. Alle zwei Minuten klingelt sein Handy.
Rund 4000 Menschen werden im Zelt Platz haben - gestern früh wurden noch 300 Sitzgarnituren mit etwa 3000 Sitzplätzen aufgestellt. Etwa 10.000 Menschen werden sich in und um das Zelt aufhalten, schätzt Michael Schmid. Auch draußen werden Bänke und Tische aufgestellt.
Um dennoch viel Raum für die Bestuhlung zu haben, werden die Zufahrt und der Treppenzugang zur Tiefgarage unter dem Parkplatz mit Holzböden begehbar gemacht (verkleidet). "Wir nutzen wirklich jeden Zentimeter aus", sagt Michael Schmid. An der Zufahrt zur Tiefgarage wurde eine Markise angebracht, die extra dafür konstruiert wurde. "Letztes Jahr haben wir hier Sonnenschirme aufgestellt. Heuer haben wir uns diese Markise geleistet, um auch gegen Regen gewappnet zu sein", so Schmid. Darunter finden etwa 450 Menschen Platz.
Vor zwei Wochen fing man mit dem Aufbau an: Der Zeltbauer hat zunächst das Zelt-Gerüst aus Metallstützen aufgestellt. Schreiner haben das Gerüst dann mit Holzwänden verkleidet. "Das besondere an unserem Zelt ist, dass die Verkleidung aus Fachwerkholz besteht und nicht aus Planen", erläutert Michael Schmid.
Elektriker Harald Bauer ist für die Beschallungsanlage zuständig, die unter der Bühne ihren Platz gefunden hat. "Die Anlage hat 15.000 Watt. Sie könnte so laut sein wie ein Flugzeug. Aber wir müssen uns an die Auflagen halten", sagt Bauer. Die Lautsprecher hängen alle auf einem Niveau von der Decke herunter, damit die Musik sich im Zelt gleichmäßig ausbreiten kann.
Hunderte Meter Kabel wurden bereits verlegt - für die Laternen, Lautsprecher-Boxen und die Bühnentechnik. "Die Kabel haben wir alle über die Decke geleitet, um Stolperfallen zu vermeiden - zum Beispiel von der Bühne zum Mischerbalkon, der sich in etwa zwei Metern Höhe an der zur Bühne gegenüberliegenden Wand befindet", erklärt Schmid. Um es im Zelt nicht zu heiß werden zu lassen, sind in der Decke Dachluken montiert, die elektrisch betrieben werden können. So zieht es die warme dunstige Luft heraus und die frische kommt über die geöffneten Tore nach. Kleinigkeiten erledigen
Das Zelt ist fertig - nun müssen noch Kleinigkeiten erledigt werden, die Dekoschilder und die Speisekartentafeln angebracht werden. Morgen früh werden dann die Fässer mit Bier geliefert - EKU, Kulmbacher, Mönchshof und Kapuziner Weißbier. Ein Teil der Fässer wird in Kühlcontainern in der Tiefgarage deponiert. Von dort wird dann der Gerstensaft nach oben in die Fässer am Ausschank geleitet. 30 bis 40 Bedienungen werden dann die Gäste mit Bier aus den vier Ausschankecken versorgen.
Michael Schmid wird wenig Zeit zum Feiern haben - auch während der Bierwoche ist er Ansprechpartner für Wirte, Bedienungen und die Sicherheitsleute. "Aber ein Bier am späten Abend ist sicher auch mal drin", sagt er und greift wieder zum klingelnden Handy.
Quelle: - Frankenpost vom 23.07.2009 - Foto: Harke |