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Kommen Windräder nach Kulmbach?

"Stadtrat"

Im Regionalplan Oberfranken-Ost sollen auch bei Grafendobrach und Kirchleus Vorranggebiete für Windkraftanlagen ausgewiesen werden. Die Stadträte haben keine Einwände.


Das Thema Windkraft beschäftigte gestern den Kulmbacher Stadtrat. Mit der Änderung des Regionalplans Oberfranken-Ost sind nun erstmals auch im Kulmbacher Stadtgebiet zwei Vorranggebiete ausgewiesen, die als geeignet für die Errichtung von Windkraftanlagen eingestuft werden. Aus Sicht der Stadtplanung bestehen dagegen keine Einwände, und auch seitens der Stadträte gab es an den Plänen nichts auszusetzen. Das Gremium stimmte der Fortschreibung des Regionalplans einstimmig zu.

Landwirtschaftlich genutzt


Von den 68 aufgeführten Gebieten im Fortschreibungsentwurf betreffen zwei anteilig die Stadt: Zum einen handelt es sich um die „Fichtichhöhe“ nordwestlich von Grafendobrach mit einer Gesamtfläche von acht Hektar, davon etwa die Hälfte auf dem Gemeindegebiet Rugendorf. Im Flächennutzungsplan ist dieses Gebiet überwiegend als Fläche für die Landwirtschaft, als Wald- und teilweise auch Biotopfläche dargestellt. Der Abstand zur Ortsmitte Grafendobrach beträgt 1600 Meter (Luftlinie), zu Kirchleus 2800 Meter, zu Lösau 2000 Meter und zu Esbach 900 Meter.

Der zweite Bereich ist der Kirchleuser Rain, östlich der Verbindungsstraße zwischen Kirchleus und Schimmendorf. Hier handelt es sich um eine Gesamtfläche von etwa drei Hektar, die sich überwiegend auf Mainleuser Gemeindegebiet befindet. Auch hier handelt es sich um landwirtschaftliche Flächen und Wald. Der Abstand zur Ortsmitte Kirchleus beträgt hier 1400 Meter, nach Oberdornlach 2200 Meter, nach Unterdornlach 2400 Meter und nach Wadel 1000 Meter.

Nur in ausgewiesenen Vorranggebieten ist die Errichtung raumbedeutsamer Windkraftanlagen zulässig. Als raumbedeutend gelten Anlagen, die eine Gesamthöhe von 100 Metern und mehr haben, oder kleinere Windkraftanlagen, die in so genannten Windfarmen zusammengefasst sind.

Keine starke Beeinträchtigung


In der Stellungnahme der Bau- und Planungsabteilung der Stadt weist Baudirektor Gerd Belke zwar auf einen Nutzungskonflikt wegen der Beeinträchtigung des Landschaftsbildes und des Erholungsfaktors der Landschaft hin. Jedoch würde der Bau von Windkraftanlagen in den fraglichen Gebieten wegen der relativ geringen Flächengröße und der Siedlungsferne nicht zu einer inakzeptablen Situation führen. Im Anhörungsverfahren werden auch die Bürger noch Gelegenheit bekommen, sich zu äußern. Bis Ende Juli soll das Verfahren abgeschlossen sein.

Stadtrat kurz & bündig


Sanierung I Der Stadtrat vergab die Fassadenarbeiten für das Rathaus für rund 127.800 Euro an die Thurnauer Firma Näther. OB Schramm wurde beauftragt, die Arbeiten für Sonnenschutz, Parkett, Maler- und Innenputzarbeiten sowie die Brandschutztüren zu vergeben.

Sanierung II Vergeben hat OB Schramm bereits die Tiefbauarbeiten für das Straßensanierungsprogramm. Das wirtschaftlichste Angebot kam mit 457.500 Euro von der Firma Markgraf Bau Bayreuth, das rund 63.000 Euro unter der Schätzung der Verwaltung (520.000 Euro) liegt. Mit den Bauarbeiten soll noch im Juni begonnen werden. Bis Ende Oktober werden folgende Straßen saniert: Alte Forstlahmer Straße, Blaicher Straße, Hardenbergstraße, Karl-Jung-Straße, Thurnauer Straße, Weiherer Straße und Ziegelhüttener Straße.

Quelle:
- Bayerische Rundschau vom 10.06.2011

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