 Kulmbacher feiern das Bierfest ohne Volksfest-Rummel"Auftakt"
Am Samstag beginnt auf dem Zentralparkplatz die 60. Bierwoche. Die Maß kostet im Jubiläumsjahr 6,40 Euro.Für neun Tage steht Kulmbach ab Samstag wieder ganz im Zeichen des Bieres.  Noch zwei Tage, dann ist es wieder soweit: Am´Samstag startet in Kulmbach eine neuntägige Party, die in diesem Jahr unter einem ganz besonderen Stern steht: Es ist die 60. Bierwoche, die im Herzen der Stadt über die Bühne geht und die sich von den vielen anderen bierseligen Festen in ganz Bayern auch im Jubiläumsjahr in einem deutlich abhebt. „Ein klassisches Bierfest“
„Bei uns wird ein klassisches Bierfest gefeiert, das ohne den meist üblichen Rummel auskommt. Das Kulinarische und das gemeinsame Feiern stehen im Mittelpunkt“, sagt Michael Schmid von der Kulmbacher Brauerei, der die Veranstaltung organisiert. Und in der Tat: Fahrgeschäfte oder sonstige Schaubuden, die dann doch mehr an ein Volksfest erinnern würden, sucht man auch 2009 rund um das Festzelt am Zentralparkplatz vergeblich.
Die erste Bierwoche fand 1939 statt. Sie war damals noch eine Veranstaltung der Stadt, die für ihre Burg, das Bier und die Kulmbacher Wurstwaren werben wollte. Bei der Premiere – das Fest wurde bis Anfang der siebziger Jahre auf dem Marktplatz gefeiert – kostete die Maß 18 Pfennige. Heute muss der Besucher da schon deutlich tiefer in die Tasche greifen. Mit 6,40 Euro halte sich der Preis für die Maß im Vergleich zu anderen großen Festen in Franken aber doch noch in Grenzen, betont Cheforganisator Michael Schmid.
Bis zu 120.000 Besucher erwartet die Kulmbacher Brauerei im Jubiläumsjahr. Und die vielen Gäste aus dem In- und Ausland werden zur Stimmungsmusik der „Isartaler Hexen“ oder auch von „Eslarner New Sound“ nicht nur das Stadel wieder in ein Tollhaus verwandeln, sondern auch für einen beachtlichen Bierabsatz sorgen. Wie viele Hektoliter während einer Bierwoche ausgeschenkt werden, das verrät die Kulmbacher Brauerei übrigens nicht. „Wir wollen den bewussten Biergenuss“, stellt Michael Schmid hierzu fest. Startschuss mit Büttnertanz
Das Brauchtum wird in Kulmbach groß geschrieben. Und so ist es wie alle Jahre auch 2009 Pflicht, dass die Büttner den Auftakt mit ihrem historischen Tanz begleiten. Doch auch Neuerungen gegenüber ist man in der Bierstadt aufgeschlossen. Der erst 2003 aus der Taufe gehobene Fanclub-Tag hat sich inzwischen mehr als bewährt. Michael Schmid: „Viele tausend Stammtischfreunde und Fans der vier Biere Kulmbacher, Mönchshof, EKU und Kapuziner kommen am ersten Bierwochen-Sonntag aus ganz Deutschland nach Kulmbach und bieten den Zaungästen einen originellen und farbenfrohen Umzug durch die Stadt.“ Infos und Tipps
Besucherzahl Die Kulmbacher Brauerei rechnet auch im Jubiläumsjahr mit bis zu 120.000 Gästen.
Musik Traditionell spielen am Nachmittag heimische Musikvereine. Am Abend heizen bayernweit bekannteStimmungskapellen den Besuchern ein.
Fanclub-Umzug: Der Umzug der Kulmbacher-Fanclubs am ersten Bierwochen-Sonntag ist jährlich ein Höhepunkt. Ob mit überdimensioniertem Bierkasten oder einem Bierkasten-Kicker: Die Kerwagruppen, die aus dem gesamten Bundesgebiet anreisen, ziehen mit originellen Wagen und Verkleidungen durch die Stadt. Start des Umzugs ist gegen 12 Uhr in der Lichtenfelser Straße.
Brauereimuseum: Wer den Kulmbach-Ausflug mit einem Museumsbesuch verbinden und den Gerstensaft nicht aus dem Blick verlieren will, ist im Bayerischen Brauereimuseum gut aufgehoben.
Quelle: - Bayerische Rundschau vom 23.07.2009 - Foto: privat |  | |  |