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Kunsteisbahn: Freitag geht’s los

"Freizeit"

Wegen des Einbaus einer neuen Kältemaschine verzögert sich heuer der Saisonstart um einen Monat. Aufgrund der Witterung im November wäre aber ohnehin kein Eisaufbau möglich gewesen.


Seit vergangene Woche die neue Kältemaschine eingebaut worden ist, hat Eismeister Reiner Foltes (rechts) alle Hände voll zu tun mit dem Aufbau der fünf bis sechs Zentimeter starken Eisschicht auf der Kulmbacher Kunsteisbahn. Denn am Freitag soll der Saisonstart erfolgen. Stadtwerksleiter Stephan Pröschold (links) und Abteilungsleiter Oliver Voß haben sich gestern überzeugt, dass auch die weiße Schlämmkreide für die Untergrundfärbung bereits aufgebracht worden ist.

Das Wetter ist derzeit der Verbündete von Reiner Foltes. „Wenn es so bleibt und nicht wärmer wird oder regnet, wird das Eis bis Freitag fertig“, sagt der Eismeister und geht davon aus, dass am 11. Dezember der Saisonstart auf der Kunsteisbahn erfolgen kann.

Dass sich die Schlittschuhsaison in Kulmbach heuer um einen Monat verzögert hat, liegt an der neuen Kältemaschine, die vergangene Woche eingebaut worden ist. Nach den Worten von Stadtwerksleiter Stephan Pröschold ist bei dem alten Gerät im August ein „kapitaler Motorschaden“ festgestellt worden. Da eine Reparatur fast genauso teuer gekommen wäre, habe der Werkausschuss entschieden, einen neuen Schraubenverdichter für die Eisbereitung anzuschaffen. Die komplette Anlage habe 75.000 Euro gekostet und sei eine Sonderanfertigung, die erst Ende November geliefert worden ist.

Allerdings, so Pröschold weiter, hätten sich die Schlittschuhläufer heuer ohnehin länger gedulden müssen: Denn aufgrund der milden Witterung wäre im vergangenen Monat gar kein Eisaufbau möglich gewesen.

„Bei acht Grad plus liegt die Grenze. Im November hätte ich zuschauen können, wie das Eis wegläuft“, bestätigt der Eismeister, der sich seit Samstag intensiv um die Eisfläche kümmert. „Eine Woche dauert es, bis das Eis fertig ist“, erklärt Foltes und erläutert die einzelnen Arbeitsschritte.

Zunächst muss der Betonuntergrund mit dem Dampfstrahler gereinigt werden, „bis alles hundertprozentig sauber ist“. Anschließend wird die Fläche eine Nacht lang heruntergekühlt („Die neue Kältemaschine läuft einwandfrei“), bevor die erste dünne Eisschicht mit dem Wasserschlauch aufgetragen wird. Es folgen weitere Schichten mit der Eisaufbereitungsmaschine. Das Eis ist dann einen halben Zentimeter dick – sieht aber noch grau aus. Weiß wird die Eisfläche erst dadurch, dass Foltes Schlämmkreide ins Wasser mischt. Nach weiteren Eisschichten folgen die Eishockeylinien und zum Abschluss noch einmal zweieinhalb Zentimeter Eis, „denn beim Bremsen werden teilweise bis zu zwei Zentimeter tiefe Rillen reingefahren“.

Am Freitag soll‘s nun endlich losgehen. Wenn nicht noch ein Wetterumschwung erfolgt und die Temperaturen extrem steigen, beginnt übermorgen um 14 Uhr die erste Eislaufzeit der Saison auf der Kunsteisbahn.

Zahlen und Fakten


Eröffnung Seit 1975 drehen Schlittschuhläufer auf der Eisbahn ihre Runden.

Eisfläche 1800 Quadratmeter.

Beschäftigte zwei Eismeister und zwei Kassiererinnen.

Besucherzahlen In 34 Jahren wurden rund 1,15 Millionen Eisläufer gezählt; 40.000 pro Saison waren früher keine Seltenheit.

Kiosk Pächterin Silvia Löwe erledigt auch den Schlittschuhverleih.

Quelle:
- Bayerische Rundschau vom 09.12.2009
- Foto: Stephan Tiroch

www.infranken.de


Am Samstag steigt die erste Eisdisco
Kostenloses Eislaufvergnügen