 Mit feinem Witz und einem erfrischendem Gig"Kulturwoche"
Zum Auftakt glänzte der „Schauhaufen“ mit Episoden von Ephraim Kishon.
Ganz im Zeichen Ephraim Kishons stand die Eröffnung der 19. Auflage der Kulmbacher Kulturwoche im voll besetzen Saal der Kommunbräu. Der „Schauhaufen“ glänzte mit vier kurzen Episoden, drei davon stammten aus der Feder des israelischen Meister des feinen und spitzen Witzes. Das Trio „Soularphone“ erfreute mit einem erfrischenden Gig.
Die Truppe ließ es sich zunächst nicht nehmen, Werbung für das neue Stück des „Schauhaufens“, das am achten November Premiere im Studio Baumann in Ziegelhütten feiert, zu machen: „An der Arche um 8“ von Ulrich Hub. Die drei Pinguine Frank „Frecko“ Schott, Linus Carlé und Anja Weith spielten eine Szene daraus vor. Zum Auftakt kam „das Genie“
Das eigentliche Programm startete zunächst mit einer Geschichte aus der Feder von Rüdiger Baumann, „Das Genie“. In der bewirbt sich Georg Mädl bei Rüdiger Baumann um eine Stelle und gerät unvermittelt in die Mühlen der Bürokratie. Der Bürokrat lässt den vor Elan und Ideen sprühenden Alleskönner auflaufen: „Wir haben keine Planstellen für Genies!“ Auf seine Bewerbung als Betriebsberater erhält er mangels Qualifikation auch eine Absage: „Als Betriebsberater muss man zumindest einen Betrieb in den Sand gesetzt haben!“
In der ersten Szene von Kishon, „Abseits“, verklagt ein Schiedsrichter (Hartmut Reuther) einen Zuschauer (Georg Mädl) wegen ständiger Beleidigung während eines Fußballspiels. Die Richterin (Evelyn Appoldt) spricht den Mann frei. Sie war selbst im Stadion und ihrer Meinung nach ist der Schiedsrichter wirklich eine „Pfeife“. Was nützt eine Knarre bei Magenschmerzen? Da braucht’s Medikamente!  Bei „Alle Menschen werden Brüder“ überrascht eine Frau (Birgit Baumann) einen Einbrecher (Rüdiger Baumann). Bald stellen sie fest, dass sie viel gemein haben: gesundheitliche Beschwerden und Gebrechen en masse!
In der letzten Szene überrascht Alexander Ludewig – der schon in „Abseits“ als Gerichtsdiener mitgewirkt hatte – seine Ehefrau (Steffi Dietzel) mit deren Liebhaber (Valentin Pretzer). In der mit einem Saxophon (Anne Pfisterer) musikalisch unterlegten Episode zeigten sich die Nachwuchsakteure der Theatergruppe als hoffnungsvolle und talentierte Schauspieler.
Auf Grund der zahlreichen Zugabe-Rufe musste „Altmeister“ Rüdiger Baumann nochmals ran. Er glänzte in einer Solonummer, in der er sämtliche Teilnehmer einer Diskussionsrunde exzellent darstellte. „Soularphone“ begeisterte in der Kommunbräu.  Einen großartigen Auftritt legte das Trio „Soularphone“ hin. Simon Löhr (Leadgesang, Gitarre, Mundharmonika), Thorsten Sprute (Gitarre, Mundharmonika) und Thorsten Distler (Percussion, Gesang) boten einen bunten Mix mit Elementen des Rock, Pop, Soul, Jazz und Grunge, der begeisterte. Ihre selbstgetexteten und -komponierten Lieder stießen auf tolle Resonanz.
Zu Beginn hatte Bürgermeister Stefan Schaffranek die Kulturwoche als eine herausragende Geschichte für Kulmbach und als Highlight im alljährlichen Kulturkalender bezeichnet. Das Konzept vonWerner Götz mit seinem bunten Mix aus verschiedenen Kulturrichtungen habe sich über all die Jahre bewährt. Seitens der Stadt versprach er weiterhin Unterstützung. Stellvertretende Landrätin Christina Flauder würdigte Werner Götz als Motor und Ideengeber der Kulturwoche. Wie vorher Schaffranek für die Stadt überreichte sie seitens des Landkreises einen Scheck. Nächste Veranstaltung
Heute abend, 20 Uhr: „Hallo Wien“ – Persiflage von Miller the Killer & Conny Corretto.
Quelle: - Bayerische Rundschau vom 30.10.2009 - Fotos: ru |