 Musterbeispiele für Zivilcourage"Anerkennung"
Acht Männer und eine Frau sorgen bei der Kulmbacher Sicherheitswacht für Ordnung. OB Henry Schramm und Polizeichef Gerhard Renk dankten den ehrenamtlichen Wachleuten, die im vergangenen Jahr 1300 Stunden auf Streife gingen.
Für ihr großes Engagement dankten Oberbürgermeister Henry Schramm und der Kulmbacher Polizeichef Gerhard Renk (von rechts) sowie der frühere MdL Dieter Heckel (Dritter von links) den Aktiven der Kulmbacher Sicherheitswacht.  Die Kulmbacher Sicherheitswacht leistet einen echten Beitrag zur Sicherheit in der Stadt. Dieses Lob sprachen Oberbürgermeister Henry Schramm und der Leiter der Kulmbacher Polizeiinspektion, Gerhard Renk, den Wachleuten aus, die im vergangenen Jahr 1300 Stunden Streife gelaufen sind. Mit einem Essen dankte die Stadt den acht Männern und Elfi Böhnisch für ihren Einsatz.
Die Sicherheitswacht wurde 1996 aus der Taufe gehoben. „Kulmbach war eine der ersten Städte, die eine Sicherheitswacht ins Leben gerufen haben“, erinnerte Gerhard Renk an die Anfänge. Sechs der Gründungsmitglieder sind noch heute ehrenamtlich tätig. Präsenz wirkt positiv
Für ihre Streifen erhalten die Helfer eine Aufwandsentschädigung. Insgesamt gibt es in Oberfranken inzwischen neun Städte, die 64 Männer und 19 Frauen als Sicherheitswacht beschäftigen.
„Die Sicherheitswachtler sind Prachtexemplare der Zivilcourage“, so Renk. „Wir profitieren alle davon.“ Oftmals sei schon allein die Präsenz einer Streife ein klarer Vorteil und verhindere Straftaten. So erwischte die Sicherheitswacht Jugendliche, die sich in einem Parkhaus betrinken wollten. Ein anderes Mal kamen sie dazu, als einige Jugendliche am ZOB zündelten und mit Sprühdosen zugange waren. Ein Stück Lebensqualität
Der eifrigste Aktive war im vergangenen Jahr wieder einmal Gerhard Böhnisch. Er leistete allein 300 Arbeitsstunden.
Oberbürgermeister Henry Schramm betonte, dass Sicherheit auch ein Stück Lebensqualität bedeutet. „Am ZOB begegnen sich täglich Tausende von Menschen, da kann es ungute Umstände geben. Aber die Präsenz der Polizei und der Sicherheitswacht ist gut“, so Schramm.
Die Helfer sollen ein Bindeglied zwischen Bürger und Polizei sein. Sie seien nicht dazu gedacht, Polizeikräfte zu ersetzen, sondern solle deren Arbeit ergänzen“, sagte Dieter Heckel, der einst als Landtagsabgeordneter an der Installation der Sicherheitswacht beteiligt war. Die Sicherheitswacht sei zudem „ein Zeichen gegen die Unkultur des Wegschauens“ und habe deshalb eine Vorbildfunktion in der Gesellschaft. Werner Agly von der Sicherheitswacht betonte bei der Zusammenkunft, dass die Akzeptanz bei der Bevölkerung gesteigert werden konnte. Durch die in vergangenen von der Stadt angeschafften neuen Jacken sei man jetzt für jedermann auf den ersten Blick erkennbar. Agly wünscht sich, dass den Ehrenamtlichen auch für den Sommer geeignete uniformähnliche Jacken zur Verfügung gestellt werden.
Quelle: - Bayerische Rundschau vom 08.03.2010 - Foto: so |  | |  |