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Platz ist auch in der „fünften Ecke“

"Bierwoche"

2000 Teilnehmer kamen zum großen Fan-Festzug am Bierfest-Sonntag.


Öl statt Bier zu fördern empfehlen diese Bierfreunde – und gewinnen dafür einen Preis.

Wenn sparsame Schotten lange Reisen machen, züchtige Klosterschwestern Bein zeigen und aus dem Bohrturm Bier statt Öl sprudelt – dann wird der Betrachter vermutlich gerade Zeuge eines Festzuges, der alljährlich zum Bierwochen-Auftakt Tausende nach Kulmbach lockt.

Auch in diesem Jahr hatte die Kulmbacher Brauerei als Veranstalterin der Bierwoche Fan-Clubs, Stammtische oder Kerwagruppen dazu aufgerufen, sich an dem Zug zu beteiligen. Rund 2000 Menschen folgten demRuf - und bildeten gut gelaunt einen bunten, fantasievollen Zug.

Nicht alle der Teilnehmer waren so weit angereist wie jene Frau, namens „Applevillage“, die immerhin rund 2000 Kilometer zurückgelegt hatte, um aus der Ukraine nach Franken zu gelangen.

Weit gereist waren auch die Mitglieder des Stammtischs „Becherlaube“ aus Husum, die über 700 Kilometer weit anreisten. Nur knapp hundert Kilometer kürzer war die Reise für die „Holzhacker“ aus Mözen bei Bad Segeberg.

Bruder Karl – ein entspannter Franke auf dem Weg in den Stadl.

Längst ist der Festzug, bei dem etliche Musikkapellen für den richtigen Ton sorgten, nicht mehr allein dazu dazu, einander kennen zu lernen und die Verbindung der Fans zu „ihrer“ Brauerei zu intensivieren. Die Gruppen wetteifern auch um die originellsten Kostüme und fantasievollsten Wagen. Da konnten heuer die Lokalmatadoren bei der Jury punkten: So setzte sich die Krake Paul, bekannt als WM-Orakel, ganz oben in die Originalitäts-Charts, gefolgt von den „Nuggets“ aus Roth, die Western-Stimmung verbreiteten und den Lösauer „Pils-Sammlern“. Sonderpreise gab es für den bereits erwähnten Bier-Förderturm und für die „Leningrad Cowboys“.

Für besonders ausgefallene Ideen gab es von den Zuschauern an der Strecke viel Beifall – und im Gespräch wurden schnell die ganz persönlichen Favoriten benannt.

Auch der Pony-Express eignet sich für die Anreise zur „Festspülwoche“: Die Danndorfer machen es vor.

Ganz vorne dabei die Lindauer Gruppe, die den Albtraum eines jeden Bierwochen-Besuchers thematisiert hatte: Was tun, wenn man in den Stadl kommt – und es ist kein Platz mehr frei? Gut, wenn es dann die mobile „fünfte“ Ecke gibt. Ausgerüstet mit Grill, Musik und natürlich reichlich Bier.

Quelle:
- Bayerische Rundschau vom 02.08.2010
- Fotos: Katrin Geyer

www.infranken.de
Videobeitrag von kulmbach.tv
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