 Reise in die Vergangenheit"Diaschau"
Erich Olbrich entführte mit Bildern und Filmen in die Historie Kulmbachs.
Einen unterhaltsamen Streifzug in die Kulmbacher Vergangenheit mit originellen Bildern und Ansichtskarten unter Leitung von ErichOlbrich unternahmen über 150 Menschen im Innenhof des historischen Badhauses – beim Dia-Vortrag im Rahmen der vierten und letzten Sommer-Kultur-Nacht.  Zum Thema „200 Jahre Zugehörigkeit Kulmbachs zu Bayern“ entführte der Referent in die „gute alte Zeit“.
Ein Film aus dem Jahr 1967 erinnerte daran, wie es war, als die Autos noch durch die Langgasse und über den Marktplatz fuhren.
Erich Olbrich eröffnete seinen Bilderreigen mit farbenfrohen alten Ansichtskarten, die vor einem Jahrhundert aus Anlass der hundertjährigen Zugehörigkeit Kulmbachs zu Bayern gedruckt worden waren. Bilder ließen den damaligen Besuch von Prinz Alfons von Bayern und einen weiteren von Ludwig III. Revue passieren.
Alte Fotos zeigten den Wittelsbacher Saalbau – das heutige Woolworth-Gebäude – und die „Löwenschänke“ der Pöhlmann-Brauerei, die beide abgerissen wurden. Ein Kaleidoskop alter Aufnahmen gewährte Einblick in die Sitten und Gebräuche im Laufe der Jahrzehnte und die Baumaßnahmen in der Bierstadt, deren Stadtbild früher von den Brauereien geprägt war. Kinder, die in alten Zinkwannen baden, Schulspeisungen, Marktfrauen in ihren Trachten, Faschingsumzüge, das Bierzelt auf dem Marktplatz ließen die alten Zeiten wieder aufleben.
Beim Betrachten der Bilder des Rosengartens auf dem Gelände des heutigen Hallenbades schwelgten einige in alten Erinnerungen. Und mit der im Volksmund als Rialto-Brücke bekannten Konstruktion in der Dobrachstraße versprühte Kulmbach vor rund 40 Jahren kurzzeitig sogar einen Hauch von Venedig.
Das kaum begehbare Holzunikum, das über die Dobrach führte, brachte die Stadt Kulmbach bundesweit in die Schlagzeilen.
Quelle: - Bayerische Rundschau vom 31.08.2010 |