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Schritt nach vorne mit Blick zurück auf die Einheit

"Vernissage"

Bis 3. Oktober präsentiert Focus Europa auf der Plassenburg die 6. Internationale Contemporary Art.


Rund 150 Werke aus sieben Ländern sind in der Großen Hofstube zu sehen.

„Diese Ausstellung mit dem Thema ‚Einheit’ wirft einen intensiven Blick auf das Ereignis der deutschen Wiedervereinigung und kommt damit dem Gründungszweck des Vereins Focus Europa entgegen, die Zusammenführung Europas künstlerisch mitzugestalten.“ Mit diesen Worten eröffnete Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg die 6. International Contemporary Art in der Großen Hofstube der Plassenburg.

Focus Europa-Vorsitzender Karl-Theodor zu Guttenberg unterschrieb –wie alle Teilnehmer der Ausstellung – auf einem Werk von Andrzej Glowacki.

Der Schirmherr der Veranstaltung und Vorsitzende der Künstlervereinigung Focus Europa betonte: „Diese Schau richtet den Blick auf diesen größten Glücksfall in der deutschen Geschichte.“ Und weiter: „Das zusammenwachsende Europa hat die künstlerische Einbettung, die durch diese Exposition erfolgt, verdient.“

29 Künstler aus Italien, Litauen, Polen, Rumänien, Ungarn und Tschechien sowie 20 Mitglieder von Focus Europa bieten ein breites Spektrum an Kunst, die sich somit als Brücke über Ländergrenzen darstellt. „Diese Schau steht uns in der Mitte Europas gut zu Gesicht“, so Guttenberg. Sein Dank galt Udo Rödel für die Konzipierung. Guttenberg will die Ausstellung auch nach Berlin holen.

Nahezu alle Werke beschäftigen sich mit dem Thema „Einheit“.

Zweiter Bürgermeister Stefan Schaffranek erinnerte daran, dass für die Workshops im Rahmen der von Focus Europa durchgeführten „Sommerkunstwochen“ diverse Schatzkämmerchen der Stadt wie der Rote Turm oder auch der Langheimer Amtshof geöffnet worden seien. Für die Durchführung hat sich auch die Kulturverwaltung mit Hermann Müller an der Spitze eingebracht. Im Jahr ihres 875-jährigen Bestehens bilde die Plassenburg für die Ausstellung den idealen Rahmen.

Kulturhistoriker Dr. Jürgen Sandweg vom Erlanger Kunstmuseum, der Teil der fünfköpfigen Jury war, freute sich über den Stilpluralismus, der präsentiert werde: „Focus Europa hat mit dieser beeindruckenden Schau im Vergleich zum Vorjahr einen großen Schritt nach vorne getan.“ Er selbst würde sich für die nächste Exposition allerdings mehr Skulpturen wünschen. Der Redner bemängelte weiter, dass ein Teil der Künstler das Thema „Einheit“ leider nicht berücksichtigt habe.

Das Prague Brass Orchester brachte musikalischen Schwung in die Vernissage.

Für Musik bei der Vernissage sorgte das Prague Brass Orchester.

Zeiten


Die Ausstellung ist bis 3. Oktober täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Quelle:
- Bayerische Rundschau vom 06.09.2010
- Fotos: ru

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