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Tolle Stimmung und wenig Ärger

"Halbzeitbilanz"

Mit dem bisherigen Verlauf der Kulmbacher Bierwoche sind die Organisatoren hoch zufrieden. Fröhlich, urig, bierig und ohne größere Zwischenfälle sei das Fest bisher verlaufen, sagt Michael Schmid.


Regelrecht ins Schwärmen kam Organisator Michael Schmid gestern bei der Halbzeit-Pressekonferenz zur 60. Bierwoche: "Bisher haben wir ein wunderschönes Fest feiern können mit optimalem Wetter und sehr vielen Gästen." Fröhlich, urig, bierig - das waren die markanten Worte für die ersten Tage von Kulmbachs schönstem Fest, das bislang weitgehend friedlich und ohne größere Zwischenfälle verlaufen ist. Das BRK, die DLRG und die Malteser melden keine besonderen Vorkommnisse.

Schon der Auftakt am vergangenen Samstag war perfekt, zieht Michael Schmid Bilanz: So viele Gäste wie nie zuvor hatten sich an der Rathaustreppe eingefunden und auch der Festzug der Ehrengäste vom Rathaus zum Stadel war so dicht von Publikum gesäumt wie selten. Die Ursachen: Zum einen feiert die Bierwoche ihr 60-jähriges Bestehen und ist damit ohne Zweifel etwas Besonderes; zum anderen dürfte aber auch die Teilnahme von Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg und seiner Frau Stephanie ein Grund zum Zuschauen gewesen sein.

Der Stadel kocht


Bereits am Samstagnachmittag kochte der Stadel: "Wir hatten um 16.30 Uhr eine Stimmung wie sonst um 20 Uhr. Da haben uns die 'Eslarner' durchaus ein paar Maß reingespielt", freute sich Michael Schmid. Nochmals weitaus mehr Menschen als sonst sorgten am Samstagabend für drangvolle Enge, aber bombige Stimmung. Im Stadel ging es dabei weitestgehend friedlich zu, freut sich Schmid: "Zwischendurch ist mal ein Knallkopf unterwegs, aber die wenigen Fälle hat unser Sicherheitsdienst im Griff."

Begeistert auch die Resonanz auf den Festzug der Kulmbacher Fanclubs am Sonntag. Mit nahezu 2500 Teilnehmern war dies absoluter Rekord und nicht nur das: Auch von der Optik bot der diesjährige Zug nochmals mehr als in den Jahren zuvor. "Das ist schon eine Art Karnevalsumzug auf richtig hohem Niveau." Besonders gefreut hat man sich bei der Kulmbacher über rund 600 Teilnehmer verschiedener Kirmes-Gruppen aus Hessen, die zum Umzug angereist waren.

"Die Bayerische 7" war als Showband dann am Sonntagabend gezielt eingesetzt, um die Leute ins Zelt zu bringen. Die sieben Frauen werden sicher nicht das letzte Mal im Kulmbacher Bierstadel die Stimmungskanone gezündet haben. Bei optimalem Bierfestwetter hat sich der Kapuziner-Garten mit seiner neuen Markise als echter Magnet erwiesen.

Michael Schmids euphorische Halbzeitbilanz konnte auch Kulmbachs Polizeichef Gerhard Renk bestätigen. Der Samstag sei wegen des großen Ansturms aufs Zelt durchaus auch für die Polizei immer mal wieder zum "Arbeitsplatz" geworden. Aber die Streitigkeiten hielten sich im Rahmen und konnten meist im Vorfeld durch den Sicherheitsdienst entspannt werden. Trotzdem machte Renk klar: "Jede Körperverletzung geht als Anzeige zur Staatsanwaltschaft." Stänkerer dürfen nicht mit Nachsicht rechnen.

Erfreulich auch die bisherige Bilanz in Sachen Trunkenheitsfahrten. Bislang musste nur ein Führerschein eingezogen werden, weil der Fahrer trotz 1,1 Promille noch selbst nach Hause fahren wollte. Ein weiterer muss vier Wochen zu Fuß gehen, weil er sich mit 0,5 Promille erwischen ließ. Schlimmer trieben es da fast schon die Radfahrer: Gleich drei von ihnen mussten gestoppt werden. Einer war nach seiner Einlieferung am Dienstagabend auch am Mittwochmittag noch nicht fit genug, die Ausnüchterungszelle wieder zu verlassen. Die Polizei wird auch während der zweiten Bierfest-Hälfte weitere Alkoholkontrollen durchführen. Wer trinkt, sollte sein Fahrzeug stehen lassen, so der Rat der Inspektionsleiters.

Im Namen aller Festwirte dankte Günter Limmer den Organisatoren für hervorragende Bedingungen und auch die Frankenfarm, die dieses Jahr wieder für leckere Bierfest-Schmankerl bekam von allen Seiten viel Lob.

Für die zweite Bierfest-Hälfte versprach Schmid weitere Programmhöhepunkte, unter anderem mit den Lechschwaben oder den Isartaler Hexen.

Quelle:
- Frankenpost vom 30.07.2009

www.frankenpost.de
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