 Umgestaltung der Wilhelm-Meußdoerffer-Straße: Bäume weichen zugunsten von RadfahrstreifenDer Ältestenrat der Stadt Kulmbach hat sich in einer Sondersitzung am 08.09.2009 nochmals mit der Umgestaltung der Wilhelm-Meußdoerffer-Straße beschäftigt.  Dabei ging es insbesondere um die Klärung der Frage, wie der Radverkehr zukünftig nach Abschluss der Bauarbeiten geführt werden soll und ob die Anlage von stadtein- und auswärts führenden Radfahrstreifen auf der Fahrbahn möglich ist.
In einer ausführlichen Diskussion kam der Ältestenrat überein, dass die Anlage von Radfahrstreifen auf der Fahrbahn unter Ausnutzung des vorhandenen Straßenraums nicht möglich ist, ohne dass dadurch gravierende Einschränkungen für den Kraftfahrzeugverkehr entstehen würden.
So würden bei der Beibehaltung der bisherigen Straßenbreite und der Anlage von Radfahrstreifen auf der Fahrbahn sowohl an der Einmündung Weiherer Straße als auch an der Einmündung Luitpoldstraße die jeweiligen Abbiegespuren entfallen. Dies würde nach Ansicht des OBs und aller Mitglieder des Ältestenrates zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führen, weshalb diese Ausführungsvariante einstimmig verworfen wurde.
Um dennoch eine Verbesserung für den Radverkehr zu erreichen und keine Einschränkungen für den PKW- und Schwerlastverkehr hinnehmen zu müssen, schlug die Verwaltung vor, den gesamten Straßenraum neu aufzuteilen und zu ordnen. Dabei soll zunächst der straßenbegleitende Grünstreifen inkl. der darin stehenden Ahornbäume (Platanen) auf der Westseite der Wilhelm-Meußdoerffer-Straße entfernt und die gewonnene Fläche für die Anlage des stadtauswärts führenden Radfahrstreifens genutzt werden. Die verbleibende Restfläche bis zu den Privatgrundstücken soll dann als Gehwegfläche ausgebildet werden. Durch die Neugestaltung des Straßenraumes und die Entfernung der Bäume inkl. Grünstreifen können mehrere Effekte erreicht werden: - die Anlage von normgerechten Radfahrstreifen für den stadtein- und auswärts fahrenden Radverkehr wird ermöglicht
- Einschränkungen für den Fahrzeugverkehr an den Abbiegespuren in der Wilhelm-Meußdoerffer-Straße können vermieden werden
- durch die Entfernung der Bäume werden zukünftige Beschädigungen am Gehweg und den städtischen Ver- und Entsorgungsleitungen verhindert
- den mehrfach geäußerten Wünschen der angrenzenden Grundstückseigentümer nach einer Entfernung der Bäume kann entsprochen werden.
Aufgrund der o.g. Vorteile, die die Neuordnung des Straßenraums mit sich bringt, hat sich der Ältestenrat einstimmig dazu entschieden, die vorhandenen Platanen im Zuge der nun anstehenden Straßenbauarbeiten entfernen und die Umgestaltung des Straßenraums durch die Bau ausführende Firma vornehmen zu lassen.
Quelle: Presseservice vom 10.09.2009 Foto: Stephan Tiroch (Bayerische Rundschau) |  | |  |