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Warum gibt’s kein McFranken?

"Stadtrat"

Nachdem die Firma selbst an die Öffentlichkeit gegangen ist, fordert Volker Wack, dass die Stadt die Ablehnung einer Bäckerei mit fränkischem Drive-In in der Kronacher Straße erklärt.


Die Firma Schrutka-Peukert will in der ehemaligen „Franken-Garage“ (hinten) in der Kronacher Straße eine Bäckereigastronomie mit Drive-In errichten, „die fränkische Antwort auf McDonald’s“.

Die Firma Schrutka-Peukert will in der ehemaligen „Franken-Garage“ (hinten) in der Kronacher Straße eine Bäckereigastronomie mit Drive-In errichten, „die fränkische Antwort auf McDonald’s“,wie Geschäftsführer Hans-Jürgen Päsler beim Besuch von Stadträten der CSU, WGK und FDP erklärte. Der Stadtrat hat im Mai in nicht öffentlicher Sitzung die Bauvoranfrage aber bereits abgelehnt.

An Stelle der ehemaligen „Franken-Garage“ in der Kronacher Straße will die Firma Schrutka-Peukert eine Bäckereigastronomie mit Drive-In errichten. „Damit geben wir die fränkische Antwort auf McDonalds“, sagte unlängst Geschäftsführer Hans-Jürgen Päsler beim Besuch von Stadträten der CSU, WGK und FDP.

Was nicht berichtet wurde, was alle Beteiligten des Ortstermins aber wohl wussten, war die Tatsache, dass der Stadtrat sich bereits gegen ein McFranken ausgesprochen hatte. Die Bauvoranfrage für eine Bäckerei mit fränkischem Drive-In sei in nicht öffentlicher Sitzung mehrheitlich abgelehnt worden, sagte VolkerWack (Die Grünen/Offene Liste) gestern in der Stadtratssitzung. Da die Firma das Thema selbst in die Öffentlichkeit gebracht hat, entfalle die Verpflichtung des Stadtrats, die Interessen des Unternehmens durch nicht öffentliche Behandlung zu schützen. Die Öffentlichkeit müsse darüber informiert werden, „wie die Stadt hier denkt“.

Auf eine Erklärung, warum es kein McFranken neben McDonald’s geben soll, wartete man gestern freilich vergebens. OB Henry Schramm stellte fest, dass es sich um eine nicht öffentliche Angelegenheit handle. Und Jörg Kunstmann (CSU) betonte, dass sich die Stadträte bei dem Betriebsbesuch nur an die Geschäftsordnung und an die Beschlüsse des Stadtrats gehalten hätten.

Er habe dem Bericht entnommen, dass das Projekt nicht innenstadtschädlich sei, sagte SPD-Fraktionssprecher Ingo Lehmann und vermutete, dass das Thema auf diese Weise noch einmal aufs Tapet gebracht werden solle. Hier werde offenbar großzügiger verfahren als bei den Grünen, deren Antrag zur B 85 gar nicht auf die Tagesordnung genommen wurde. Darauf teilte CSU-Fraktionsvorsitzender Wolfram Brehm mit, dass er dazu einen nicht öffentlichen Antrag gestellt habe: Der Stadtentwicklungsausschuss solle entscheiden, ob zu dem fränkischen Drive-In neue Erkenntnisse vorlägen.

Kurz & bündig


Verkaufsoffen: Einstimmig entschied der Stadtrat, am 3. Oktober keinen vierten verkaufsoffenen Sonntag durchzuführen. OB Henry Schramm hatte die Ablehnung vorgeschlagen, nachdem sich die Händler offenbar selbst nicht einig seien. Von 190 dazu befragten Händlern hätten nur 34 geantwortet, 18 seien dafür und 16 dagegen gewesen.

Winterdienst: Der Kulmbacher Stadtrat sorgt vor und bestellt beim Salzkontor Oberfranken 1200 Tonnen Auftausalz für 95.100 Euro. Das Salz soll bei der Firma in der Blaich auch eingelagert werden. „Wir haben nachverhandelt und einen besseren Preis bekommen", teilte Oberbürgermeister Schramm mit. Die drei Stadträte der Grünen/Offene Liste stimmten dagegen.

Quelle:
- Bayerische Rundschau vom 25.06.2010
- Foto: Stephan Tiroch

www.infranken.de
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