 Weihnachtliche Wunderwelt in Kulmbachs zauberhaften AltstadtgässchenNasenstupser für den Elch von Tänzerin Annika.  Das neue Konzept des Kulmbacher Weihnachtsmarktes versprüht einen Charme der besonderen Art. Denn zum ersten Mal regiert nicht nur Partystimmung auf dem Marktplatz, sondern Lichterzauber entfaltet sich in den Altstadtgassen – vor Fachwerkkulissen, in idyllischen Gässchen. Buden und Stände laden zum Verweilen ein, unterteilen den Weihnachtsmarkt in verschiedene Bereiche. Lebendige Krippe
Schon lange bevor sich das Christkind angekündigt hatte, schlängelten sich die Massen am Rathaus vorbei, Richtung Oberhacken. Der Duft von Bratwürsten und Glühwein, ein Hauch Zimt und der Geruch von Süßigkeiten lag in der Luft. Die Kinder nutzten die Gelegenheit, um die Schafe in der lebendigen Krippe zu streicheln.
Um 17 Uhr war im Büttnerwinkel dann endgültig kein Durchkommen mehr. Die kleinen und großen Weihnachtsfans wärmten sich die Hände an den offenen Feuern. Die Stände waren umlagert. „Wann kommt das Christkind?“, fragte so mancher ungeduldige kleine Naseweis. Christkind im Scheinwerferlicht
Das Christkind Maria Schabdach – war pünktlich. Um 17 Uhr erschien es in gleißendem Scheinwerferlicht, begleitet von Engel Eva Langer (12). „Ich bin eigentlich gar nicht aufgeregt“, lächelte Maria. Denn sie hat ja schon im vergangenen Jahr diese Rolle gespielt. „Gedenket auch jener auf Erden, die auf der Schattenseite stehen“, mahnte das Christkind. Vor allem einen Wunsch hatte sie auf dem Herzen: Das Fest und die Adventszeit sollen besinnlich werden.
Auf Oberbürgermeister Henry Schramm ist der Funke übergesprungen. Er verteilte an die Kinder Süßigkeiten, strahlte selbst vor Freude. Auch die vielen Tänzerinnen der Showtanzgarde durften in den rot gefütterten Sack greifen und sich eine kleine Belohnung herausholen.
Denn schließlich tanzte die erste Kulmbacher Showtanzgarde zum ersten Mal auf einem Weihnachtsmarkt: einen Wintertanz und einen Nikolaustanz. „Wir haben seit einem Jahr geübt, natürlich nicht nur den Nikolaustanz, sondern auch unsere Tänze. Aber den Nikolaustanz zeigen wir nur heute“, verrät Annika Wiesel (11) mit ihrer roten Nikolausmütze.
Viele Kulmbacher waren neugierig, wie das neue Weihnachtsmarktkonzept wohl ankommt – aber alle waren begeistert. „Das ist viel idyllischer“, lobten die Besucher. Und es gab noch mehr Überraschungen. Denn Nicki Lang, eigentlich bekannt alsMaler, hatte sich als Kulmbacher Geschichtenerzähler verkleidet und gab die Sage vom grauen Männlein zum Besten. Hermann Müller erschien im Wams – und kündigte die Buschklopfer an. Die spielen heute und morgen zwischen 17 Uhr und 20 Uhr an verschiedenen Orten.
Quelle: - Bayerische Rundschau vom 26.11.2011 - Foto: Sonja Adam |